Home Gesellschaft 20 Jahre Pflegeversicherung: Warum die gesetzliche Vorsorge nicht mehr ausreicht

20 Jahre Pflegeversicherung: Warum die gesetzliche Vorsorge nicht mehr ausreicht

Glückliches Paar

Die Pflegeversicherung wurde vor 20 Jahren eingeführt, erfüllte jedoch nie wirklich die Erwartungen, was dazu führte, dass die große Koalition aktuell eine neue Großreform plant. Die Reform soll mit einer deutlichen Ausgabenerhöhung einhergehen. Warum die gesetzliche Pflegeversicherung wahrscheinlich nicht für die Zukunft reichen wird, erklärt dieser Artikel.

Die Reformproblematik

Mit rund 2,5 Millionen Pflegebedürftigen ist die Zahl hierzulande bereits relativ hoch und eine Verbesserung der Leistungen bedeutet gleichzeitig erhöhte Kosten, was insbesondere den Zahlern übel aufstößt. Des Weiteren erfüllt eine gesetzliche Versorgung für Pflegebedürftige in der Regel nie die Erwartungen selbiger oder Angehöriger. Zusätzlich erschwert wird die Reform durch die Verärgerung des Pflegepersonals, das insbesondere über mangelnde Anerkennung sowie fehlende Karrierechancen klagt. Der aktuelle Plan der Regierung sieht vor, einen Vorsorgefonds anzulegen, der nach und nach gefüllt werden soll. Allerdings ist die Gefahr sehr groß, dass dieses Pflegesparkonto von der Politik vorzeitig zweckentfremdet werden könnte.

Private Vorsorge statt Reformierung?

Entgegen des aktuellen Vorhabens, das die Betroffenen mehr Ansprüche gegenüber dem fürsorglichen Staat sammeln lässt, wäre es wahrscheinlich sinnvoller, die Menschen zu einer privaten Vorsorge zu bewegen. Dafür spricht, dass in einer Gesellschaft mit vielen Rentnern und wenigen Arbeitnehmern, die jungen Menschen immer weniger bereit sein werden, die steigenden Kosten für die Alternden zu tragen. Da die gute Konjunktur sowie die hohen Beschäftigungszahlen nicht ewig anhalten werden, bilden Vorsorgefonds für die private Pflegevorsorge eine gute Alternative. Auf dem Blog von Swiss Life Select erhalten Sie dazu ausführliche Informationen. Die aktuellen Bestrebungen der Politik hingegen fördern eine Ungerechtigkeit bei der Verteilungsfrage und sind damit weder nachhaltig noch in irgendeiner Weise sozial.

Pflegeversicherung im Überblick

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass die Bemühungen zur Reformierung der Pflegeversicherung nicht zu einer Lösung des Problems führen werden und sogar aller Wahrscheinlichkeit nach einen Verteilungskonflikt hervorrufen. Eine sinnvollere Alternative wäre es, die Bevölkerung zu einer privaten Vorsorge zu animieren, die im Endeffekt einen Vorteil für alle Beteiligten bietet und eine soziale Ungerechtigkeit verhindert.

Bildurheber: detailblick – Fotolia

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