Beiträge vom: November, 2008
In London gibt es bald Werbung für Atheismus. Dies soll eine Gegenkampagne zur christlichen Werbung sein.
Menschen sind oft leicht beeinflussbar. Zu den möglichen Arten wie sie durch Werbung beeinflusst werden können, zählt nicht nur die Anregung zu einem bestimmten Produktkauf. Auch Weltanschauungen können durch Werbung vermittelt werden. Besonders hervor tun sich christliche Verbände. Dies ist kein Wunder, da sich die christlichen Organisationen schließlich wesentlich auch über die Gelder ihrer Mitglieder finanzieren müssen. Während jedoch ein Produktkauf relative neutral ist und für z.B. ethische Positionen kaum Bedeutung hat, ist dies beim Konsum von Religion schon anders. [...mehr]
Australien hat viele Probleme mit eingeschleppten Tierarten. Eines dieser problematischen Tiere ist die Aga-Kröte.
Australien hat als Insel ein verhältnismäßig abgeschlossenes Ökosystem. Dieses Ökosystem kann leicht aus der Balance gebracht werden. Dies geschieht oft dadurch, dass Tiere, die eigentlich nicht in Australien leben dort eingeschleppt, ausgesetzt oder angesiedelt werden. Ein zentrales Problem ist, dass dann oft keine natürlichen Feinde vorhanden sind und sich die Tiere unkontrolliert vermehren können. [...mehr]
Wer schon mal einen Western-Film gesehen hat, weiß, dass die Indianer ihre Feinde skalpiert haben. Doch stimmt das wirklich oder haben das die europäischen Einwanderer erfunden?
Wer hier wen in der Pilger-Zeit der USA skalpiert hat wird heftig diskutiert. Die einen können ihre Theorie beweisen, die anderen wiederum das Gegenteil. Ist es ein Irrtum der Geschichte?
Aber alles mal der Reihe nach. Bereits die antiken Griechen kannten die Skalpierung als Teil der Trophäen-Jagd und das schon 440 Jahr vor Christi-Geburt. Die Europäer kannten dieses Verfahren also längst, bevor sie die Neue Welt entdeckten.
Aber auch einige Stämme der Ureinwohner Nordamerikas sollen das Skalpieren als Trophäe ausgeübt haben. Aber bei weitem nicht jeder Stamm und nur bei den Feinden, die im Kampf gefallen waren. Aber diese Idee kam den Einwandern gelegen, bewies es doch die vermeintliche Unmenschlichkeit der Ureinwohner und legitimierte gleichsam deren Ausrottung.

Das Indianer die weißen skalpierten haben wurde als Propaganda genutzt.
Der General Philip Sheridan der während des amerikanischen Bürgerkrieges (1861-1865) seinen Dienst versah, prägte das Zitat: “Nur ein toter Indianer ist ein guter Indianer” - dies passte zu dem damaligen Verhältnis zwischen Einwanderern und Ureinwohnern, das purer Rassismus war - von Ethik keine Spur.
Bekannt ist außerdem dass damalige Regierungen Prämien aussetzen für das Töten der Einheimischen - wenn auch nur die Männer. Um den Beweis für die Tötung zu erbringen, wurden diese skalpiert. Da aber dem Skalp nicht anzusehen war, ob es Mann war, wurden ganze Dörfer ausgelöscht - samt Frauen und Kindern. [...mehr]
Der Bau der ersten deutschen Autobahnen wird durch Adolf Hitler veranlasst.
1932 wird die erste deutsche Autobahn eröffnet. Sie führt von Köln nach Bonn und heißt heute „A 555“. Im Gegensatz zu Adolf Hitler, der hiermit wenig zu schaffen hat, ist der damalige Oberbürgermeister von Köln, Konrad Adenauer, an diesem Projekt beteiligt. Die Überlegung, den Autobahnbau zur Arbeitsbeschaffung zu nutzen, entsteht auch bereits in den zwanziger Jahren. Während des Nationalsozialismus wird der Bau der Autobahnen erweitert und von den Befehlshabern zu propagandistischen Zwecken missbraucht. Dass Hitler der erste Mensch ist, der Autobahnen baut, ist ein populärer Irrtum der Geschichte.
Mit dem Jahr Null beginnt die Zeitrechnung.
Die Römer kennen die Zahl Null nicht. Da der römische Mönch Dionysius Exiguus die christliche Zeitrechnung begründet, beginnt er seine Zählung mit Eins, anstatt mit Null. Den Zeitpunkt für die Geburt Christi berechnet er für ein Jahr nach der angeblichen Gründung der Stadt Rom im Jahr 753. Es gibt das Jahr 1 vor Christus und 1 nach Christus, aber kein Jahr Null. Deshalb wäre die Bezeichnung der Jahreszahl als Ordinalzahl (Ordnungszahl) korrekter, diese gibt die Position eines Elements in einer Folge an (Erstes, zweites, drittes…Element).
Charles Lindbergh überfliegt als erster den Atlantik.
Der heute berühmte Charles Lindbergh entwickelt sich mit seinem Atlantikflug 1927 zum Medienstar. Er schafft es tatsächlich als erster, den Atlantik im Alleingang und die längere Strecke von 6000 Kilometern ab New York nach Paris zu überfliegen. Vor ihm überquerten allerdings den Atlantik per Flugzeug John Alcock und Arthur Whitten Brown als erste Piloten schon 1919. Sie flogen die 3000 Kilometer lange Strecke von Neufundland nach Clifden in Irland. Zweifelsohne ist Lindbergh der bekannteste Atlantikflieger, wird aber zu Unrecht für den ersten gehalten. [...mehr]
Kaum jemand mag gerne Fleisch aus Massentierhaltung essen. Getan wird es trotzdem oft. Der Schaden ist aber nicht nur für die Tiere groß.
Große Fastfoodketten, die billiges Fleisch verwenden greifen dabei oft auf Fleisch aus Massentierhaltung zurück. Die Konsumenten denken oft darüber nicht nach. Neben dem Umstand, dass die Massentierhaltung für die Tiere selbst sehr unangenehm ist, sind noch weitere negative Auswirkungen zu bemerken.
Man könnte glauben, dass Tierfutter für Hühner und Kühe Ähnlichkeiten mit dem hätte, was diese Tiere für gewöhnlich fressen. Forschern ist es nun jedoch gelungen etwas anderes zu zeigen. Die Nuggets in Fastfoodketten, die aus Hühnerfleisch bestehen und die Burger, die aus Rindfleisch bestehen, weisen Isotope auf, die typisch für ein bestimmtes Nahrungsmittel sind: Mais. Hieraus lässt sich Schlussfolgern, dass die Tiere im wesentlichen mit Mais gefüttert wurden. [...mehr]
Heute ist die Vorweihnachtszeit ohne ihn nicht mehr denkbar: den Adventskalender. Nicht nur Kinderaugen strahlen bei seinem Anblick, auch Erwachsene lassen sich mit seiner Hilfe gerne die Wartezeit bis Heiligabend versüßen.
Ob mit Bildern, Schokolade oder kleinen Geschenken gefüllt: Der Adventskalender gehört heute zu Weihnachten, wie der Adventskranz oder der Nikolaus. Von Deutschland aus erobert er allmählich ganz Europa.
Zunächst als Zählhilfe gedacht, sind Adventskalender bereits seit Mitte des 19. Jahrhundert bekannt. So gab es auch verschiedene Varianten: Es wurde jeden Tag im Dezember ein Bild an die Wand gehängt oder es wurden am Anfang des Monats 24 Kreidestriche aufgemalt, von denen die Kinder jeden Tag einen wegwischen durften. Jeden Tag wurde ein Strohhalm in die Krippe gelegt, bis sie für das Christkind am Heiligabend weich ausgelegt war oder es gab die Adventskerze, die jeden Tag bis zu einer bestimmten Markierung abgebrannt wurde.

Wann die ersten Adventskalender zu kaufen waren, ist strittig. So heißt es zum einen, dass der erste Anfang des 20. Jahrhundert von der Evangelischen Buchhandlung Hamburg veröffentlicht wurde. Andere Quellen benennen Gerhardt Lang (1881-1974) als Erfinder. Inspiriert von seiner Mutter, die ihm als Kind 24 Gebäckstücke auf einen Karton aufnähte, verkaufte er ab 1908 gedruckte Bildkalender in vielen Variationen.
Wie dem auch sei, der Adventskalender trat seinen Siegeszug an, der aber mit dem zweiten Weltkrieg ein vorübergehendes Ende fand. Papierknappheit und das Verbot, Bildkalender herzustellen waren die Gründe. Aber nach dem zweiten Weltkrieg konnten die Kalender wieder an alte Erfolge anknüpfen. Heute gibt es sogar Häuser, deren Fenster mit Ziffern versehen als Türchen dienen, Hörbücher mit 24 kleinen Geschichten für jeden Tag oder Adventskalender im Internet.
Adventskalender versüßen den Menschen die Vorweihnachtszeit und zeigt auf, dass auch Warten schön sein kann! [...mehr]
Washington stellt mit seinem politischen Status ein gesellschaftliche Einzigartigkeit dar. Weltweit ist Washington die einzige Hauptstadt eines demokratischen Landes, dass die eigene Legislative nicht wählen darf.
Washington wurde 1800 gegründet und sollte der Regierungssitz der USA werden. Um sie der Kontrolle der damals mächtigen Bundesstaaten zu entziehen sollte sie der direkten Kontrolle des amerikanischen Kongresses unterstehen. 1800 lebten ungefähr 8000 Menschen in Washington, die zu einem großen Anteil Regierungsbeamte waren. Damals wurden die Wahlen über die Bundesstaaten geregelt und Washington gehörte zu keinem Bundesstaat. Damit durften die Bürgerinnen und Bürger Washingtons nicht wählen. Das war insofern kein Problem, als dass es auch im Sinne der Gewaltenteilung war, wenn Regierungsbeamte nicht wählen konnten. [...mehr]
Ein japanischer Forscher bemüht sich darum eine Technik zu entwickeln mit der man in gewisser Weise Organe ausdrucken könnte.
Viele Menschen benötigen eine Organspende. Auf diese Spende muss oft lange gewartet werden oder sie kommt gar nicht. Deshalb sind viele Biologen auf der Suche nach einer Methode Organe künstlich herzustellen. Der japanische Forscher Makoto Nakamura hat an der Toyama University nun einen ganz neuen Weg eingeschlagen.
Die Grundidee ist es dreidimensionale biologische Objekte mit einer Art Drucker herzustellen. Tintenstrahldrucker können seht exakt Tintentropfen an einer Stelle positionieren. Zellen sind sehr klein und können ebenso durch eine Düse über einen speziellen Drucker an einer Stelle angebracht werden. [...mehr]
Entweder schreiben Menschen für Web.de die eine gespaltene Persönlichkeit aufweisen oder aber es wird sehr unseriös mit Pressemitteilungen umgegangen.
Web.de zitiert eine Studie des Berliner Universitätsklinikums Charité, in der Untersuchungen gemacht worden sind, die den Zusammenhang zwischen Dopaminkonzentration und Angstzuständen belegen sollten. In der Ankündigung des populärwissenschaftlichen Artikels heißt es reißerisch: “Angsthase oder Ruhe in Person? Temperament von einem einzigen Botenstoff abhängig. Eine Studie der Berliner Charité ergibt, dass die Menge an Dopamin wohl darüber entscheidet, ob ein Mensch gelassen oder ängstlich ist.” Dies ist als Aussage ersteinmal verwunderlich. Man könnte ja schließlich meinen, dass die gesamte Psyche eines Menschen dafür verantwortlich wäre, ob er ängstlich ist oder nicht. Die Beeinflussung der Botenstoffausschüttung durch die Psyche wird jedoch nichteinmal erwähnt. Dies suggeriert, dass allein eine biologische Veranlagung zr Dopaminproduktion über Ängstlichkeit entscheiden würde. Dies ist klarer Unsinn. [...mehr]






