Beiträge vom: Januar, 2009
Forscher haben zeigen können, dass Bor eine seltsame kristalline Struktur annehmen kann, die in dieser Art nicht erwartet worden ist. Dies ermöglicht weitere Anschlüsse der Forschung an neuen Materialien.
Bor besitzt von allen Elementen die höchste Zugfestigkeit und nach Diamanten die zweithöchste Härte natürlich vorkommender Stoffe. Nur Aggregierte Diamant-Nanoröhrchen, die künstlich hergestellt werden müssen, sind härter. Dies macht Bor natürlich auch zu einem interessanten Verarbeitungsstoff. Anwendung findet er bei Hubschraubermotoren, Tennisracks und Golfschlägern.
Für die Untersuchung der Eigenschaften von Bor benötigen die Wissenschaftler_innen besonders reines Bor. Verunreinigungen führen schnell zu einem abweichenden chemischen Verhalten. Für die Untersuchungen die eine neue kristalline Struktur des Bors hervorgebracht haben, verwendete Artem Oganow Bor, bei dem nur ein fremdes Atom pro eine Million Bor-Atome zu finden war. [...mehr]
Lange Zeit war unbekannt, wie es dazu kommen kann, dass Heuschrecken, die eigentlich Einzelgänger sind, sich zu Schwärmen zusammentun und ganze Landstriche verwüsten. Nun scheint die Forschung das Rätsel entschlüsselt zu haben.
Heuschrecken sind Einzelgänger. Sie meiden andere Heuschrecken, wenn sie ihnen begegnen. Dies ändert sich, wenn das Fressen kann wird. Dann verändern sie ihre Gestalt und schließen sich mit anderen Heuschrecken zu Schwärmen zusammen. Gemeinsam begeben sie sich dann auf die Suche nach Nahrung. Dies hat verheerende Folgen. Die riesigen Heuschreckenschwärme wandern von einer Futterquelle zur nächsten. Eine Heuschrecke kann dabei an einem Tag ihr eigenes Gewicht an Nahrung aufnehmen. Zurück lassen die Heuschrecken eine verwüstete Landschaft. Dies ist den Mensch besonders bedrohlich an Orten, an denen sie ihre Nahrung anbauen und von der sie abhängig sind. [...mehr]
Eckart Voland hat Spiegel Online ein Interview gegeben, in dem er eindrucksvoll und ungewollt den pseudowissenschaftlichen Charakter der Soziobiologie darstellt.
Grundlage der Soziobiologie ist der Versuch soziale Verhaltensweisen mit Hilfe der Evolutionstheorie zu erklären. Hierbei werden jedoch einige Fehler gemacht. Grundsätzlich ist die Erklärungskraft evolutiver Theorie schwach, da sie nur auf die Selektion vorteilhafter Eigenschaften verweist, diese Selektion oft jedoch nur als gegeben annehmen kann und den kausalen Prozess nicht erklären kann. Dennoch kann eine solche Theorie Erklärungskraft haben.
Nun besteht jedoch das weitere Problem, dass versucht wird soziale Verhaltensweisen auf die Gene und deren Evolution zurückzuführen. Luhmann hat mit seiner Systemtheorie immerhin Evolution nur als soziale Selektion von Funktionen gedeutet und kommt völlig ohne Biologie aus in der Erklärung sozialer Entwicklungen. Die Soziobiologen müssen nun jedoch erklären, wie sozial vorteilhafte Verhaltensweisen auf die Selektion funktionaler Gene wirken können. Dies kann, wenn die Evolutionstheorie von Darwin auch nur ein wenig ernst genommen wird, nur dann passieren, wenn es an den Genen hängt, ob funktionale Verhaltensweisen gezeigt werden und dies dann zu einer Selektion führt. [...mehr]
In den USA wurde nun die erste offizielle Stammzellentherapie genehmigt. Damit beginnt für die Medizin in diesem Bereich eine neue Ära.
Die Anwendung von Stammzellen bei Menschen zur Therapie ist heftig umstritten. Es gibt von verschiedener Seite aus starke moralische Bedenken, Stammzellen, die aus Embryonen gewonnen worden sind in der Medizin einzusetzen. Gerade unter denen, die irgendeine Art von religiösem Weltbezug haben ist die Ablehnung groß. Religiöse Motive sind jedoch eine private Angelgenheit und können keine Rolle für die staatliche Genehmigung der Forschung mit Stammzellen spielen.
So ist es vielleicht auch nicht verwunderlich, dass die Genehmigung in den USA ausgerechnet zu dem Zeitpunkt kommt, da es einen Präsdentschftswechesl gab. Nachdem Obama nun in Amt und Würden ist, dürfte auch die harte Linie der Bush-Regierung vergessen sein. Bush hatte eine recht restriktive Politik im Bezug auf Stammzellen vertreten. Zwar war es privaten Unternehmen erlaubt mit Stammzellen zu hantieren, doch öffentliche Förderung gab es nicht. Damit war es finanziell zumindest schwierig in dem Bereich zu arbeiten.
Dieser offizielle Therapieversuch mit Stammzellen dürfte jedoch nicht der erste sein. In anderen Ländern wird schließlich auch fleißig geforscht und die Richtlinien sind nicht so hart wie in Europa oder den USA. Dennoch gab es bisher zumindest keine offiziellen Versuche mit Stammzellen Menschen zu therapieren. Die Erfolge bei der Behandlung von Tieren haben nun aber eine Genehmigung ermöglicht. Zunächst sollen etwa 8-10 Patienten, die sich freiwillig für die Versuche gemeldet haben, behandelt werden. Dabei handelt es sich um Unfallopfer, die nicht vom Halswirbel abwärts gelähmt sind, sondern von einer tieferen Stelle aus. [...mehr]
Gestorben beim Eisenbahnspielen, Stromschlag beim Angeln, oder der tote Taucher im Wald. Oft handelt es sich bei diesen Geschichten nur um Mythen, doch hin und wieder passieren solche Dinge wohl tatsächlich.
Eigentlich ist es pietätlos, sich über das dahinscheiden Anderer zu amüsieren. Die meisten Menschen sucht Gevatter Tod im Bett, im Straßenverkehr oder eben im Krankenhaus heim.
Aber manchmal geschehen so kuriose Dinge, dass man Glauben mag, die Evolution will sich an den dümmsten von uns rächen. So viel Pech kann es kaum geben.
So soll zum Beispiel ein Mexikaner, nachdem er 4 Zugunglücke überlebt hatte, beim Spielen mit der Modelleisenbahn seines Sohnes an einem Stromschlag durch dieses Spielzeug gestorben sein.
In Frankreich starb ein Winzer beim Zerstampfen seiner Trauben. Bei der Gärung ist wohl eine mehr als tödliche Dosis Kohlenmonoxid entstanden.
Der Klassiker der Geschichten, der Tote Taucher im Wald, soll tatsächlich wahr sein. So wurde nach einem Waldbrand ein Mann mit Schnorchel und Flossen im Wald gefunden. Der Unglückliche ist wohl in den Behälter des Löschhubschraubers geraten und in großer Höhe abgeworfen worden.
In Buenos Aires stürzte ein Pudel aus dem Fenster und tötete drei Menschen. Einen erschlug er, einer wurde beim Beobachten der Szene vom Bus überfahren und ein dritter erlitt einen Herzinfarkt.
In Kanada versuchte eine Frau ihren Weihnachtsbaum zu retten und wurde dabei von mehrern Autos überfahren. Der Baum fiel ihr auf dem Highway vom Dach und sie beschloss, ihn zu holen.
Es gibt anscheinend tatsächlich Menschen, die Wilhelm Tell wirklich nachspielen. In Kentucky versuchten dies zwei Freunde mit einer Bierdose. Nur einer überlebte diese Dummheit. Nein, es waren keine dummen Teenager, sondern gestandene Männer von 47 Jahren. [...mehr]
Forscher sind mittlerweile immer dichter daran eine funktionierende Tarnvorrichtung zu entwickeln. Mit ihr wären Objekte für das menschliche Auge nicht mehr sichtbar.
Der Weg bis zu einer tatsächlich funktionierenden Tarnvorrichtung ist jedoch noch weit. In North Carolina an der Duke University in Durham hat ein Team um Liu es geschafft einen weiteren Schritt auf dem Weg dorthin zu machen. Damit wird zumindest konkreter vorstellbar, wie eine solche Tarnvorrichtung funktionieren könnte.
Ziel ist es, die elektromagnetischen Wellen des sichtbaren Lichts so um Objekte herumzuleiten, dass der Eindruck entsteht, dass Objekt sei nicht vorhanden. Schon in der Vergangenheit wiesen erste Entwicklungen auf die Realisierungsmöglichkeit des Projekts hin. Verwendung finden hierbei sogennante Metamaterialien. Sie haben physikalische Eigenschaften, die sich nicht einfach aus dem Material, sondern aus der Struktur des Materials ergeben. [...mehr]
Mohamed El Naschie hat offensichtlich über lange Zeit einen Teil der wissenschaftlichen Community an der Nase herumgeführt. Seine Zeitschrift Chaos, Solitons and Fractals jedenfalls ist wohl wissenschaftlich nicht sonderlich ernst zu nehmen.
Immer wieder gibt es Berichte über Menschen, denen es gelingt mit betrügerischen Mitteln einen gewissen Status innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft zu erlangen. Doktorgrade gehören hier noch zu den harmloseren Sachen. Fragwürdige Publikationen in Zeitschriften sind da schon bemerkenswerter. Zeitschriften sollten schließlich darum bemüht sein eine gewisse Qualitätssicherung zu betreiben. Dennoch gelang es Betrügern falsche Erkenntnisse in seriösen Publikationen unterzubringen. [...mehr]
In der Bioethik ist es sehr umstritten, wie mit aktuellen technischen Möglichkeiten umgegangen werden soll. In Großbritannien ist nun ein weiteres Kind zur Welt gekommen, das gezielt aufgrund seiner Erbinformationen ausgewählt worden ist.
Bei künstlichen Befruchtungen ist es möglich, die befruchtete Eizelle nach einigen Tagen zu untersuchen. Typischerweise geschieht dies bei der Präimplantationsdiagnostik nach drei Tagen. Dann besteht der Embryo aus 6-8 Zellen. Von diesen Zellen wird eine entnommen und auf genetische Merkmale untersucht. In Deutschland ist die Präimplantationsdiagnostik verboten.
In Großbritannien sind die Gesetzte lockerer. Schon seit einiger Zeit darf die Präimplantationsdiagnostik dazu eingesetzt werden, um Gene zu identifizieren, die mit Sicherheit eine Krankheit auslösen. Nun sind die Gesezte jedoch so gelockert worden, dass auch Gene identifiziert werden dürfen, die nur mit großer Wahrscheinlichkeit Krankheiten auslösen. Die Neuigkeit des erwähnten Kindes ist es, dass es das erste ist, dass aus 10 unterschiedlichen Embryonen ausgewählt worden ist, dass kein Gen hat, dass wahrscheinlich zu Brustkrebs führen wird. [...mehr]
Jerry Burger von der Santa Clara Universität in Kalifornien hat eine berühmtes Experiment wiederholt: das Milgram Experiment. Es soll zeigen, dass die Teilnehmer unkritisch Anweisungen von Autoritäten folgen.
Der Versuchsaufbau ist wie folgt: die Teilnehmer sollen mit elektrischen Stromstößen Fehler von anderen Teilnehmern bestrafen. Die anderen Teilnehmer sind teil des Experiments und somit nicht echte Teilnehmer. Die Stromstöße sind ebenfalls nicht echt. Die falschen Teilnehmer sollen sich Begriffspaare merken und werden anschließend abgefragt. Sie befinden sich in einem Nebenraum, so dass die echten Teilnehmer sie nicht sehen können. Sie können sie aber hören. Wenn sie eine falsche Antwort geben, erhalten sie einen Stromstoß, der durch die richtigen Teilnehmer ausgeklöst wird. Bei jeder weiteren falschen Antwort wird die Spannung des Stroms erhöht. [...mehr]
Das Fort Douaumont war ein hart umkämpfter Schauplatz der Schlacht von Verdun. Die Verteidigungsanlage steht noch immer als stummer Zeuge des sinnlosen Krieges.
Neben der Schlacht an der Somme ist die “Knochenmühle” von Verdun eine der verlustreichsten Schlachten des Ersten Weltkrieges. Im sich fast ein Jahr hinziehenden Stellungskrieg starben etwa 300.000 getöteten Soldaten in den Gräben auf sowohl der deutschen als auch der französischen Seite, ohne dass sich die Front veränderte oder sich strategische und militärische Ergebnisse erzielen ließen.









