Beiträge vom: Juli, 2009


Autor: Richert

Die Symptome und Anzeichen von Lungenkrebs sind kaum von denen anderer Erkrankungen des Bronchialraums zu unterscheiden, vor allem weil kleinere Karzinome zumeist keine oder kaum Beschwerden verursachen. Häufig wird zunächst von einer Bronchitis oder einer Lungenentzündung ausgegangen, bevor an Krebs gedacht wird.

Lungenkrebs im engeren Sinne bezeichnet Tumorerkrankungen der Bronchien, die nicht als Metastasen anderer Tumoren auftreten, sondern eben dort als Bronchialkarzinom zuerst aufgetreten sind. Diese Krebserkrankung unterscheidet sich sowohl bezüglich des Gewebetyps als auch der Behandlung.

Lungenkrebs, Symptome, Anzeichnen, Erkennung, Brustschmerzen, Husten

Obwohl an der Diagnostik auch kleinerer Tumoren gearbeitet wird, werden noch heute kleinere Lungentumoren meist bei anderen Untersuchungen, beispielsweise Röntgenaufnahmen, en passant entdeckt, was aber sehr selten passiert.

Mögliche Anzeichen und Symptome

Erste Anzeichen von Lungenkrebs können ein einsetzender, nicht mehr verschwindender Husten oder die Verschlechterung eines bereits entwickelten, chronischen Hustens sein, häufig begleitet von schleimigem und/ oder blutigem Auswurf und Atemnot. Auch (starke) Brustschmerzen können als Symptom auf Lungen-Krebs zurück gehen.

Andere Symptome können die auch von anderen Lungenerkrankungen bekannten Beschwerden wie Gewichtsverlust, Fieberschübe, Appetitlosigkeit, Schmerzen oder Abgeschlagenheit umfassen, die man als erste Warnzeichen ernst nehmen sollte. Der Arzt kann dann in den meisten Fällen von Lungenkrebs Veränderungen des Blutbildes erkennen, die auf hormonartige, vom Karzinom abgegebene Substanzen zurück zu führen sind.

Vorbeugung von Lungenkrebs

Statt einer breit angelegten Diagnostik bleibt als Vorsichtsmaßnahme und Vorbeugung von Lungenkrebs also das Vermeiden von Risikofaktoren. Da mehr als 80 Prozent der Lungenkrebserkrankungen auf das Rauchen zurück gehen (bei Männern sogar mehr als 90 Prozent), kann durch das Aufhören das Risiko, an einem Bronchialkarzinom zu erkranken, erheblich reduziert werden.    [...mehr]



Autor: Richert

Chromatographie – in der neuen Rechtschreibung mit f geschrieben, also Chromatografie – bezeichnet ein Verfahren zum Auftrennen von Stoffgemischen. Zugrunde liegt dem Verfahren, das vor rund 100 Jahren von einem Russen namens Tswett entdeckt wurde, ein einfaches physikalisches Prinzip.

Eingesetzt wird die Chromatographie vor allem in der Chemie und Medizin, um die Zusammensetzung von Stoffgemischen zu analysieren oder um verunreinigte Stoffe von Fremdstoffen zu trennen und sie so zu reinigen.

Bei der Chromatographie wird das Gemisch zunächst auf eine Trägersubstanz aufgetragen, normalerweise eine Flüssigkeit oder ein Gas. Diese Substanz wiederum, die bei einer einfachen Version des chromatographischen Verfahrens als Flüssigkeit auf einen Papierstreifen aufgetragen wurde, transportiert die einzelnen Bestandteile der zu trennenden Probe unterschiedlich schnell bzw. weit.

Hinter dieser Bewegung steckt – wie im obigen Fall – die Kapillarkraft. Bei anderen Verfahren kann diese Bewegung aber auch durch Druck oder eine elektrische Spannung erreicht werden. Wer sich etwas intensiver mit der Chromatographie beschäftigen möchte, findet hier Einiges an Informationen.

Mittlerweile wurden zahlreiche unterschiedliche Formen der Chromatographie entwickelt, das Prinzip ist allerdings bei allen gleich, ob als sogenannte „stationäre Phase“ nun ein Papierstreifen oder eine Säule und als „mobile Phase“ eine Flüssigkeit, ein Gel oder ein Gas verwendet wird.
Aus den modernen Naturwissenschaften wie auch aus der Medizin ist die Chromatographie aber in jedem Fall nicht mehr weg zu denken.    [...mehr]



Autor: Richert

Der Body Mass Index (BMI) ist der Quotient aus Körpergewicht in Kilogramm und der Körpergröße in Metern zum Quadrat. Die Formel BMI = Gewicht in kg / Größe in m² soll einen Richtwert zur Beurteilung des Körpergewichts liefern. Die möglichen BMI-Werte sind in 8 Kategorien unterteilt, die eine grobe Vergleichbarkeit zum angenommenen Idealkörpergewicht ermöglichen sollen. Entwickelt wurde der BMI bereits im 19. Jahrhundert.

Wie andere Quotienten –  z.B. der Intelligenzquotient (IQ) –  ist auch der BMI ein zunächst einmal willkürlich festgelegter Wert. Während sich beispielsweise der Normalwert von 100 beim IQ am Durchschnitt orientiert, liegt beim BMI das geschätzte Normal- bzw. Idealgewicht der Tabelle zugrunde. Heutzutage scheint der BMI und das Körpergewicht durchaus eines der zentralen Themen für die Gesellschaft zu sein.

Aber auch Geschlecht und Alter werden bei der Berechnung des Idealgewichts berücksichtigt, da bei Männern und Frauen von verschiedenen     [...mehr]



Autor: Richert

Formaldehyd ist bei normaler Raumtemperatur eine gasförmige Chemikalie, die zu der Stoffgruppe der Aldehyde gehört. Er ist sehr gut löslich in Wasser und Alkohol. Die wässrige Lösung von Formaldehyd ist unter dem Namen Formalin ein wichtiges Handelsprodukt und wird für Desinfektionsmittel oder als Basis für andere Werkstoffe im täglichen Leben genutzt.

Für Formaldehyd war bereits eine Verbotsverordnung wegen des Verdachts auf Krebserzeugung fertig ausgearbeitet, deswegen ist der Einsatz dieses Stoffen eher kritisch zu betrachten. Die Verbotsverordnung wurde damals im letzten Moment wegen der großen wirtschaftlichen Bedeutung der chemischen Zusammensetzung für die Industrie verhindert.

Der Belastungsfaktor als Desinfektionsmittel, in Textilprobukten oder sogar Süßungsmitteln ist  eher gering doch nicht von der Hand zu weisen. Gerade in der Verarbeitung von zum Beispiel Holzwerkstoffen wie Spanplatten wird Klebstoff auf Basis von Formaldehyd verwendet. Die Dämpfe kann man deutlich riechen und sollte deswegen eine ausreichend lange Belüftung der Räume nach einer Bauphase unbedingt beachten.

Formaldehyd – Gefährlich für den Menschen

Üblicherweise wird Formaldehyd im Körper zu Ameisensäure oxidiert. Bei einem Teil der Formaldehydgeschädigten ist diese Reaktion offensichtlich blockiert. Bei ihnen wird das Formaldehyd in Methanol umgewandelt, so daß eine Methanolvergiftung entsteht. Folgen können weitreichende Nervenschäden sein.

Einsatzgebiet von Formaldehydbelastung

Formaldehyd wird in erster Linie für die Herstellung von Desinfektionsmitteln verwendet. Andere Produkte auf Formaldehyd-Basis sind zum Beispiel Süßstoffe, Bindemittel, Klebstoffe, Textilhilfsmittel, Düngemittel, Konservierungsmittel, Selbstbräuner und viele andere Produkte aus unserem Alltag.    [...mehr]



Autor: Richert

Wasserstoffperoxid (H2O2) ist vielen Menschen wohl als Bleichmittel im Zusammenhang mit dem Friseur bekannt. Dort wird es vor dem Blondieren von Haaren zum Entfärben eingesetzt, damit der eigentliche blonde Farbstoff überhaupt zur Geltung kommt. Dabei wird Wasserstoffperoxid auch in zahlreichen anderen Gebieten eingesetzt, u.a. als Raketentreibstoff!

Bei Raumtemperatur und unter sonstigen normalen Umgebungsbedingungen ist Wasserstoffperoxid – nicht zu verwechseln mit Wasser ( H2O), Wasserstoff (H2) oder Sauerstoff (O2) – eine blass blaue bis farblose Flüssigkeit und ein starkes Oxidationsmittel.

Wasserstoffperoxid, Bleichen, Blondieren, Desinfektion, Sterilisierung, Treibstoff, H20

Bekannteste Anwendungen von Wasserstoffperoxid: Bleichen in verschiedenen Bereichen

Beim Friseur eingesetzte Verdünnungen (2-10 %) zerstören die Farbpigmente der Haare, können aber bei zu langer Einwirkzeit oder zu hoher Konzentration die Haare und Kopfhaut oder gar den ganzen Körper nachhaltig schädigen, zumal durch den chemischen Prozess Wärme entsteht. Man sollte also nur geschultes und verantwortungsbewusstes Personal an sich und seine Haare lassen.

Aber Wasserstoffperoxid wird für weit mehr genutzt: in der jeweiligen Anwendung angepassten Konzentrationen ist H2O2 ein zuverlässiges Desinfektions– und Sterilisationsmittel, das seinen Einsatz in der Zahnmedizin (Mundspülungen), Kosmetik- und Lebensmittelindustrie und vielen anderen wissenschaftlichen und industriellen Gebieten findet, so v.a. auch als Bleichmittel von Papier, Zellstoff und Zähnen und zur Bekämpfung von Schimmel.

In konzentrierter Form wurde Wasserstoffperoxid auch als Raketentreibstoff eingesetzt, der weitere Stoffe aus dem Bereich der Chemie zersetzt und so gewaltige Mengen an Energie freisetzt.

Seit kurzem glauben Forscher, dass das Ergrauen der Haare mit zunehmendem Alter mit einem vermehrten Auftreten von Wasserstoffperoxid in den Haaren zu tun haben könnte.    [...mehr]