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Akupunktur als Alternative zur Schulmedizin

Das Wort Akupunktur stammt ursprünglich aus dem chinesischen und leitet sich ab von den Wörtern für „Nadel“ sowie „Stechen“ ab. Die Akupunktur ist ein Teil der traditionellen chinesischen Medizin, welche kurz auch TCM genannt wird.


Was ist Akupunktur?

Akupunktur basiert auf den körperlichen Lebensenergien, welche auf den Längsbahnen, sogenannten Merdianen, im menschlichen Körper zirkulieren. Ist ein solcher Energiefluss gestört, wird das als Auslöser für Krankheiten gesehen und durch die Stiche in entsprechende Akupunkturpunkte soll dies wieder ausgeglichen werden. Eine Wirksamkeit der Akupunktur beweisen klinische Studien bei Schmerzen, die beispielsweise von Kniegelenkarthrose verursacht werden. Auch bei chronischen Rückenschmerzen oder als Vorbeugung von Migräneanfällen wird es als wirksam anerkannt. Scheinakupunktur, wenn ohne Rücksicht auf die eigentlichen Punkte einfach irgendwohin gestochen wird, ist allerdings in den Versuchen als genauso wirksam wie die traditionelle Akupunktur erwiesen worden. Auch wenn es keine anerkannte Heilmethode ist, wird Akupunktur bei zahlreichen Beschwerden als Behandlung angeboten und genutzt.

Wie läuft eine Behandlung ab?

Etwa 20 bis 30 Minuten dauert eine solche Sitzung. Während dieser Zeit sitzt oder liegt der Patient so, wie es für ihn am angenehmsten ist. Wichtig ist, dass er entspannt ist und keine Nebengeräusche vorhanden sind. Bevor die Nadel in die Haut gestochen wird, werden die konkrete zu akupunktierende Stelle sowie das unmittelbare Gewebe darum herum leicht massiert. Pro Sitzung wird versucht, so wenig Punkte wie möglich gleichzeitig zu akupunktieren. Als eine allgemeine Maximalzahl werden 16 Nadeln gehandhabt, Einzelfälle können aber auch darüber liegen. Angewandt wird Akupunktur bei verschiedenen Erkrankungen, wie beispielsweise der der Atemwege, bei Magengeschwüren, aber auch Schlafstörungen oder allgemeinen Schwangerschaftsbeschwerden. Nebenwirkungen treten zwar sehr selten auf, in Einzelfällen kann es aber zu leichten Beschwerden wie der Bildung eines Hämatoms oder Blutstropfen an der Einstichstelle kommen. Bei nicht sterilisierten Nadeln können viele weitere Nebenwirkungen oder gar Krankheiten auftreten.Auch bei Dauernadeln kommt es hin und wieder zu Entzündungen. Es gibt auch Menschen, bei denen generell von Akupunktur abgeraten wird. Dazu gehören Erkrankungen wie die der Haut an den zu akupunktierenden Stellen oder Nervenkrankheiten. Aber auch Menschen mit Epilepsie sowie ansteckenden oder psychischen Krankheiten wie Schizophrenie sollten diese Behandlungsmethode meiden.

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