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Allergisch gegen Duft – Wie geht das?

Allergisch gegen Duft – Wie geht das?

Manche Menschen reagieren auf Gräser, andere auf Tierhaare, wieder andere auf Hausstaub – Allergien gibt es zuhauf. Wie die Experten vom Umweltbundesamt (UBA) in Berlin wissen, gibt es auch zahlreiche Fälle von Duftallergien. Die Betroffenen leiden dann unter allergischen Symptomen, wenn sie im Alltag mit Duftstoffen konfrontiert werden.

So äußert sich eine Duft-Unverträglichkeit

Diese Duft-Unverträglichkeit erschwert den Alltag. Duftstoffe finden in Kosmetika, Putzmitteln und Raumsprays Verwendung. Besonders an Orten mit großem Menschenaufkommen haben es die Betroffenen nicht leicht. Ob in Bussen, öffentlichen Toiletten, dem Fitnessstudio oder dem Supermarkt – überall lauern Duftschwaden, die verschiedenste Beschwerden auslösen können, beispielsweise Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Augenbrennen, Nasennebenhöhlenentzündung, Hautentzündungen, Durchfall, Atemnot, Schwindelanfälle.

Kommen Duftstoffe in Kosmetika und Waschmitteln vor, besteht ein direkter Hautkontakt, der die Reizungen verursachen kann. Doch selbst, wenn die Duftstoffe in der Luft gelöst sind, können sie sich auf der Haut niederschlagen – etwa auf Händen und Gesicht, die nicht mit Kleidung bedeckt sind. Die einzige Schutzmöglichkeit lautet dann: die beduftete Umgebungen meiden. Das Inhalieren von Duftstoffen ist für die Betroffenen in der Regel ungefährlich.

So gehen Fachleute mit der Allergie um

Häufig wird dieses Beschwerdebild der „multiplen Chemikalienunverträglichkeit“ zugeordnet. Die unterschiedlichen Reaktionen treten bei Kontakt mit Chemikalien in Luft, Wasser oder Lebensmitteln auf. In anderen Fällen ordnen Fachleute die Duft-Allergie einer psychischen Störung zu. Seelische Krankheiten wie Depressionen sind meist jedoch nicht Ursache, sondern Folge des Problems. Aus Angst vor Düften und möglichen Nebenwirkungen, ziehen sich die Betroffenen immer weiter zurück und leiden schließlich unter der Isolation.

Andere Patienten haben ganz eigene Strategien entwickelt, um im Alltag möglichst beschwerdefrei zurechtzukommen. Sie gehen nur im Biomarkt einkaufen, vereinbaren den Friseurtermin früh morgens als erster Kunde, meiden öffentliche Verkehrsmittel.

Unter einer tatsächlichen Duftstoff-Allergie leiden laut Deutschem Allergie- und Asthmabund (DAAB) etwa zwölf Prozent der Deutschen. Bei ihnen rufen Duftstoffe Kontaktekzeme hervor. Die Rötungen, Schuppungen, Schwellungen oder Bläschen auf der Haut entstehen durch eine Überreaktion der körpereigenen Abwehrkräfte auf eigentlich harmlose Substanzen.

Dabei sind es nicht immer nur synthetische Stoffe, die Allergien auslösen. Auch viele natürliche Substanzen wirken bei manchen Menschen höchst allergen. Wer die genaue Bezeichnung kennt, kann etwa die Produktverpackungen von Pflegeprodukten und Hausmitteln studieren, um sich zu schützen.

Bildquelle: Thinkstock, 177805178, iStock, JanMika

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