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Alltagshelden gesucht

Mehr als 31 Millionen Bundesbürger tun es: Sie nehmen sich Zeit für andere und engagieren sich in sportlichen, sozialen, kulturellen oder ökologischen Projekten. Gut 43 Prozent der Bevölkerung über 14 Jahren sind ehrenamtlich tätig, hat die Freiwilligenstudie des Bundesfamilienministeriums ergeben. Das bedeutet gleichzeitig eine kontinuierliche Steigerung über die vergangenen Jahre hinweg. Die Erfahrung zeigt, dass das Ehrenamt ein Gewinn für alle ist: für diejenigen, die von der Unterstützung profitieren, aber auch für die freiwilligen Helfer selbst – allein schon durch das gute Gefühl, für andere da zu sein und positive Veränderungen zu bewirken.

Helfende Hände in der Nachbarschaft

Diese Bestätigung dürfte auch Johann Peschke immer wieder motivieren: Der Rosenheimer Rentner hat vor einiger Zeit eine kostenlose Fahrradwerkstatt eröffnet. Ob Flüchtlinge, Schüler oder Senioren, die Nachbarschaftshilfe ist für alle da, vor allem für diejenigen, die sich eine professionelle Reparatur kaum leisten könnten. Nach diesem Prinzip arbeiten viele der sogenannten Quartiersprojekte: Muskelkraft und Zeit machen so einiges möglich, was sonst nicht bezahlbar wäre, beispielsweise beim Verein „tatkräftig – helfende Hände für Hamburg“. Die Initiative vermittelt bereits seit 2012 jährlich mehr als 1.000 junge Freiwillige kostenlos an über 50 Organisationen für ehrenamtliche Aufträge. Immer zeitlich befristet auf einen Tag, zum Beispiel wenn ein Pflanzprojekt ansteht oder ein Sandkasten angelegt werden soll.

Hilfe, die direkt wirkt

Unkompliziert und effizient helfen, das macht das Ehrenamt in der Nachbarschaft so wertvoll – für Kinder und Senioren ebenso wie für behinderte und kranke Menschen. Die Deutsche Fernsehlotterie unterstützt diese ehrenamtliche Arbeit seit Jahrzehnten mit einem großen Teil ihrer Spielerträge, viele Projektbeispiele und mehr Informationen dazu gibt es auf du-bist-ein-gewinn.de. Alle, die selbst aktiv werden möchten, dürften hier zahlreiche Anregungen finden. Beispielsweise mit dem Projekt „Balu und Du“. Entstanden aus einem Forschungsvorhaben der Universität Osnabrück, gibt es dieses Angebot inzwischen an über 90 Standorten. Die Idee dahinter: Junge Erwachsene unterstützen als Mentor Kinder in schwierigen Situationen. Der Name ist dabei Programm: Die Helfer gaben sich den Namen „Balu“ nach dem freundlichen Bären, der einem Waisenkind im „Dschungelbuch“ wertvolle Lehren fürs Leben gibt.(djd).

Foto: djd/Deutsche Fernsehlotterie

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