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Alt und neu vereinen

Die Monumente vergangener Zeit können inspirierend sein, mitunter aber auch hinderlich für die Weiterentwicklung. Gerade die Architektur kennt dieses Problem – vor allem dann, wenn es darum geht, ein historisches Gebäude zu sanieren oder einen Neubau in historischem Umfeld zu errichten. Da viele dieser geschichtsträchtigen Prunkbauten der staatlichen Obhut unterliegen, spielen oft auch politische Erwägungen eine Rolle.

Berlin baut auf die Zukunft

Bei der Planung eines neuen Probebühnenzentrums war der Berliner Senat neuen Ideen gegenüber glücklicherweise aufgeschlossen und brachte mit 9,9 Millionen Euro auch das nötige Kapital ein, um die Pläne Wirklichkeit werden zu lassen. Um sicherzustellen, dass das beste Konzept in die Tat umgesetzt wird, wurde ein internationaler Architekturwettbewerb veranstaltet. Den ersten Platz belegte das Hamburger Architekturbüro „gmp“ (Gerkan, Marg und Partner). Grundsteinlegung für das Probebühnenzentrum war am 3. Dezember 2013. Der Neubau wird sich allerdings nur in Sachen Äußerlichkeit an seine direkten Nachbarn – die Deutsche Oper und das Tieranatomische Theater – richten. Im Inneren wirkt ein modernes Energiekonzept, das nicht nur durch die Nutzung von Fernwärme, sondern auch schlicht durch eine optimale Ausnutzung der Räumlichkeiten den Energieverbrauch schmälert. So werden die an der Außenwand befindlichen Zimmer zur Lagerung genutzt, wohingegen das Zentrum des Gebäudes der eigentlichen Arbeitsausübung vorbehalten bleibt – so wird effektiv Energie gespart. Mitunter sind es solch simple Konzepte, die überzeugen – sie wurden schon von Baumeistern vergangener Jahrhunderte mit größtem Selbstverständnis angewandt und heute von modernen Architekten wiederentdeckt.


Inhaber des Bildes: Ferenc Szelepcsenyi – Fotolia

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