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Die Frage, wie viele Züge man braucht, um den Rubik-Würfel von einer beliebigen Ausgangsposition in die Grundstellung zu bringen, treibt nicht nur Puzzler, sondern auch Mathematiker um – bisher ohne Lösung.
Wer in den 80ern schon alt genug gewesen ist, dürfte ihn auf jeden Fall kennen: den Rubik-Würfel, Rubik-Cube oder “Zauberwürfel”. Ihn aus einer der zahllosen bunt gewürfelten Zustände wie in den Ursprungszustand mit gleichfarbigen Seitenflächen zu drehen, hat viele den Verstand gekostet. Vielleicht ein Grund dafür, dass der Trend wieder verschwunden ist. Kein Grund kann sein, dass jemand die schnellste Lösung gefunden hat, denn ein Beweis für diese steht noch aus.
Der Würfel hat sechs Seiten mit je neun Feldern. Daraus ergeben sich 43 Trillionen unterschiedliche mögliche Stellungen. Zählt man Positionen nicht doppelt, die durch Drehung des gesamten Würfels oder Spiegelungen ineinander überführt werden können, dann bleiben noch 901 Billiarden Stellungen. Das sind immer noch viele, sehr viele:Um bei einer einzigen Stellung einen Computer berechnen zu lassen, wieviele Drehungen minimal notwendig sind, um die Grundstellung zu erreichen, braucht es 15 Minuten. Das heißt, dass für alle Stellungen fünf Millionen Computer fünf Millionen Jahre rechnen müssten. Das erinnert ein wenig an “Per Anhalter durch die Galaxis” und ist wohl nicht durchführbar.
Im Laufe der Zeit gelang es Mathematikern jedoch der Zahl ein wenig näher zu kommen. 1980 fand man heraus, dass mindestens 18 Züge benötigt werden, 1982, dass maximal 52 benötigt werden. Damit ergab sich eine Spanne von 18-52 Zügen – noch sehr unbefriedigend. Bis 2007 gelang es, die Zahl auf 20-26 einzugrenzen.
Nun ist es dem Mathematiker Tomas Rokicki gelungen, den Beweis zu erbringen, dass maximal 23 Züge benötigt werden. Hierzu hat er eine Gruppe von 200.000 Stellungen ausgewählt, von der sich Beweisen lässt, dass sie aus jeder Stellung in drei Zügen erreichbar sind. Für diese 200.000 Stellungen hat er nun einen Computer 7,8 Jahre berechnen lassen, wie viele Züge für sie notwendig sind, das Ergebnis war 20. Das bedeutet, dass aus jeder Stellung in 23 Zügen die Grundstellung erreicht werden kann. Damit wird die gesuchte Zahl auf 20-23 eingegrenzt und man vermutet, dass sie bei 20 liegen wird.
Nicht so interessant wie die Frage nach dem Sinn des Lebens, die dem Supercomputer in “Per Anhalter durch die Galaxis” gestellt wurde, aber vielleicht eine Frage, die Einigen die Mathematik und ihre Anwendung etwas näher bringt.
Sportlicher Ehrgeiz, Durchhaltevermögen und ein großes Talent – alles Attribute, die nicht nur ein Sportler an den Tag legen muss, um hohe Leistungen zu erzielen. Gerade auch in den verschiedenen, oftmals körperlich harten Handwerksberufen, z.B. dem des Fleischers, sind sie meistens unabdingbar. Und so findet zur Überpüfung einmal im Jahr das statt, was im Sport gang und gäbe ist, für den Normalbürger auf den ersten Blick allerdings etwas befremdlich anmutet:
Die deutsche Fleischer-Meisterschaft.
Dabei sind Meisterschaften in einer Vielzahl von Handwerksverbänden und Branchen schon seit vielen Jahrzehnten oder Jahrhunderten Tradition, um den eigenen Nachwuchs zu küren. Bei der deutschen Fleischer-Meisterschaft nehmen demzufolge 16 Jungfleischer teil, allesamt bereits als Landesmeister ihres jeweiligen Bundeslandes gekürt.
Die Meisterschaft selbst stellt sich für alle Teilnehmer als eine allumfassende Prüfung ihrer vielen in den Lehrjahren erworbenen Fähigkeiten dar. Unter den Augen einer fachkundigen Jury, größtenteils mit erfahreren Fleischermeistern besetzt, müssen die Prüflinge in verschiedenen Disziplinen zeigen, dass sie ihr Handwerk in Theorie wie Praxis beherrschen. Egal, ob eine fachmännische Zerlegung des Schlachttieres auf Zeit gemessen oder der korrekte und qualitativ hochwertige Aufschnitt des Selbigen bewertet wird – in jeder Prüfung und Disziplin sind sowohl Kraft und Geschicklichkeit als auch das Auge des Prüflings für das Tier gefragt, welches es zu bearbeiten gilt. Fragerunden und ähnliche theoretische Prüfungen runden den Gesamtprüfungstag ab.
Am Ende der Meisterschaft kann er dann endlich gekürt werden: Der deutsche Bundessieger und somit der beste Jungfleischer seines Jahrgangs. Eine Auszeichnung, die nicht nur dem Sieger der Fleischer-Meisterschaft, sondern meist auch schon allen Teilnehmern des hoch angesehenen Wettbewerbs, eine gute und sichere Zukunft in ihrem Handwerk ebnet. [...mehr]

