» Gesellschaft


Autor: Richert

Viele Menschen wünschen sich, dass sie in bestimmten Situationen anders reagieren könnten oder vom Verhalten gar eine Andere wären: der Eine hält sich für zu impulsiv, der Nächste für zu lethargisch. Ein Dritter kann sich beim besten Willen partout nicht konzentrieren. Medikamente, die bisher hauptsächlich in der Therapierung Kranker eingesetzt wurden, versprechen Lösungen in den verschiedensten Fällen. Aber ist dieses Mind Design auch ethisch vertretbar?

Bewusstsein, Mind, Mind Design, Ethik, Neurologie

Mit der Möglichkeit, Medikamente auch als gesunder Mensch zu erwerben und so z.B. seiner selbstverschuldeten Faulheit endlich den Garaus zu machen, wächst die Anzahl der ethischen Probleme und Fragen in     [...mehr]



Autor: Richert

„Made in Germany“ gibt nicht nur Auskunft über die Herkunft eines Produkts, sondern hat sich als Qualitätssiegel etabliert. Bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts im Umlauf, setzen erfolgreiche Unternehmen wie der Finanzinvestor Cresces noch immer auf dieses Siegel.

Bereits Ende des 19. Jahrhunderts wurden viele Waren mit „Made in Germany“ gekennzeichnet. Porzellan, Besteck, aber auch Waffen und Orden verrieten neben dem aufgedruckten Herstellernamen so auch ihre Herkunft. Industrienationen strebten auf, der Import und internationale Handelsverflechtungen nahmen zu und in der Folge sah sich Großbritannien als erstes Land Europas dazu genötigt, ausländische und insbesondere deutsche Waren zu kennzeichnen.    [...mehr]



Autor: Martin

Die meisten werden denken, dass die Philosohie aus dem heutigen Griechenland kommt und Namen wie Sokrates, Platon oder Aristoteles im Kopf haben. Dies ist jedoch nicht richtig, zumindest nicht ganz.

(c) gnu Galilea Büste von Phytagoras

(c) gnu Galilea Büste von Phytagoras

Die Philosophie hat sich tatsächlich in Griechenland entwickelt. Dieses bestand damals jedoch nicht so wie heute in einem einheitlichen Staat. Vielmehr gab es verschiedene Gruppen, die auch gar nicht auf dem heutigen Gebiet Griechelands gelebt haben.

Entwickelt hat sich die Philosophie ungefähr 600 v. Chr. Zentrale Städte waren hierfür Milet und Elea. Milet lag an der heutigen Westküste der Türkei und Elea lag im südlichen Italien. In Milet lebten die Ionier und in Elea Griechen, die vor den Persern geflohen waren.    [...mehr]



Autor: Richert

Kryptographie klingt nach verschlüsselten Botschaften und Geheimwissen. Tatsächlich hat sie auch mit all dem zu tun. Die Kryptographie hat eine lange Geschichte vom Altertum bis in die heutige Zeit. Die berühmteste kryptographische Maschine ist sicherlich die “Enigma”.

Bereits die alten Ägypter und Hebräear kryptographierten, was das Zeug hielt. Auch in allen weiteren Epochen spielten verschlüsselte Botschaften eine große Rolle. Zu allen Zeiten also gab es ein bestimmtes Wissen, das vor dem Zugriff anderen geschützt werden sollte.

Die Gründe sind vielfältig und waren u.a. die Geheimhaltung diplomatischer Botschaften, wissenschaftlicher Erkenntnisse oder militärischer Planung.

Die klassische Kryptographie basierte rein auf Buchstaben. Die simpelste Verschlüsselungstechnik ist die “Verschiebechiffre“, die viele schon als Kind ausprobiert haben.

Die moderne Kryptographie ist untrennbar mit dem Namen Claude Shannon (1916 – 2001) verbunden. Seit den 40er Jahren ist die Kryptographie durch seine Entwicklungen vorallem auch eine mathematische Wissenschaft. Funktionierte die Verschlüsselung zuvor auf Geheimhaltung des Verfahrens, so war Kryptographie seitdem eine geradezu öffentlich diskutierte Disziplin.

Weltweit bekannt wurde die Kryptographie durch die ENIGMA. Sie ist eine Rotor-Schlüsselmaschine, die im Zweiten Weltkrieg im Nachrichtenverkehr des deutschen Militärs, der Polizei, der Geheimdienste, der SS und der Reichsbahn eingesetzt wurde. „Enigma“ (αίνιγμα) ist ein griechisches Wort und bedeutet Rätsel.

Um die Entschlüsselung dieses Rätsel spinnt sich eine der spannendsten Spionage-Geschichten des 20. Jahrhunderts. Wer mehr darüber eifahren will und auch als guten Einstieg in die Thematik empfiehlt sich der gleichnamige Spiel-Film.    [...mehr]



Autor: Richert

Der zweite Weltkrieg, der Fall der Berliner Mauer und die Wahl Barack Obamas zum Präsidenten der USA haben eines gemeinsam – sie gelten als Ereignisse der Zeitgeschichte.

Der Begriff “Zeitgeschichte” ist noch gar nicht so alt. Er wurde geprägt durch das 1949 gegründete “Deutsche Institut für Geschichte der nationalsozialistischen Zeit”, welches 1952 schließlich zu seinem heutigen Namen kam.

East-Side-Gallery in Berlin © flickr/Juvprondz

Definition von “Zeitgeschichte”

Im Internet kursiert erstaunlicherweise nur eine Definition von “Zeitgeschichte”, passenderweise in der Wikipedia, worauf sich dann auch weitere Autoren beziehen.

Um die klassische Definition des Begründers der Zeitgeschichte als wissenschaftlicher Disziplin, Hans Rothfels, zu finden, muss man schon lange suchen.

Rothfels charakterisierte die Zeitgeschichte als “Epoche der Mitlebenden und ihre wissenschaftliche Behandlung”. Da Zeitgeschichte somit niemals eine feste Epoche bezeichnen kann, wie etwa das Mittelalter oder die Frühe Neuzeit, ist sie etwas sehr dynamisches und stellt in der Forschung dadurch einen Sonderfall dar.

Die Berliner Zeitung fand einmal den schönen Vergleich der Zeitgeschichte mit einer Wanderdüne.

Zeitgeschichte und Politik

Zeitgeschichte betrifft aufgrund ihrer notorischen Aktualität immer eine Gesellschaft als ganze. Zeitgeschichte und Politik bilden eine unauflösliche Einheit. Daher ist sie stets auch ein Politikum. Für uns heute ist die Zeit inbesondere nach 1945, der Kalte Krieg und der Zusammenbruch der zwei Systemblöcke in Ost und West von unmittelbarer Bedeutung.

Zeitgeschichte wirkt also auch immer direkt in den Alltag der Menschen. Und wie sehr wir von der Zeitgeschichte bewegt werden, zeigen die zwanzig Jahre, die seit dem Fall der Mauer vergangen sind und in denen es immer wieder diesbezüglich hoch her geht in der Politik.

Wenn man auf den Seiten des Zentrums für Zeithistorische Forschung stöbert, dann bekommt man auch einen Eindruck davon, dass Zeitgeschichte vor allem einen europäischen Fokus hat. Von Europa auf Europa. Andererseits hat die Forschung damit ja auch genug Stoff für Zeiten sogar weit über die eigene Zeitgeschichte hinaus…

Bücher zur Zeitgeschichte

  • Gabriele Metzler: Einführung in das Studium der Zeitgeschichte, UTB
  • Matthias u. Kerstin von Hellfeld: Das Wichtigste über Geschichte & Zeitgeschichte: Einfach wissen, dtv
  • Martin Sabrow (Hrsg.): Zeitgeschichte als Streitgeschichte: Große Kontroversen seit 1945, Beck’sche Reihe



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Autor: Richert

Kokosnüsse kennt wohl jeder, die meisten sicher als Geschmacksrichtung in Getränken oder in materieller Art und Weise als Fußmatte und Brennmaterial.

Dabei kann diese Frucht der pazifischen Inseln auch zu mehr genutzt werden, da sie als nachwachsender Rohstoff der Umwelt nicht schadet.

Nun griffen Forscher einer texanischen Universität bei ihren Überlegungen auf die Natur zurück, einzig das Ziel verfolgend, den rund elf Millionen Kokos-Bauern dieser Welt zu helfen und für die vielen Kokosnüsse weitere Anwendungsmöglichkeiten zu finden.Kokosnuss © Flickr by Kochtopf

Eine Idee wurde schnell gefunden; die Fasern der Kokosnüssen könne mann wunderbar zur Innenverkleidung von Autos benutzen.

So könnte zum Beispiel in Zukunft die Kofferraumauskleidung, die Autotüren, der Autohimmel und  auch die Bodenabdeckungen mit den Fasern der südlichen Früchte ausgekleidet sein.

Für die Kokos-Bauern dürfte diese Art der Erfindung ganz neue Möglichkeiten aufwerfen und den Markt gänzlich vorantreiben. Denn momentan erwirtschaften sie nur rund 500 $ pro Kopf im Jahr.

Das Hauptaugenmerk liegt allerdings darauf, einen existenzfähigen Markt zu schaffen um den Kokos-Bauern ein besseren Lebenstandard zu ermöglichen, welcher sich in erster Linie durch eine bessere, finanzielle Ausgangssituation realisieren lässt.

Ebenso lässt sich mit der Umsetzung von Kokos-Autos der Marktwert der Kokosnüsse erheblich steigern. Experten rechen damit, dass der Preis pro Nuss um etwa 30 $ Cent steigen wird.

Ein weiterer Vorteil ist es natürlich, dass die Kokosfasern – im Vergleich mit den herkömmlichen, synthetischen Fasern – günstiger sind und umweltfreundlich sind. Zudem wurden die Schalen sonst immer unverbraucht weggeworfen und landeten im Abfall.

Da Kokosfasern so nicht gut brennen, können sie auch nur in geringem Massen giftige Dämpfe in die Luft pusten, wobei das sicher nur ein kleines Problem in der gesamten Thematik darstellen dürfe.

Im Moment arbeiten die Forscher mit Hochdruck daran, die Autos für die herkömmlichen Sicherheitstest zu verbessern, denn wenn die Sicherheitsansprüche erfüllt sind, dann steht dem Kokos-Autos nichts mehr im Wege und es wäre mit einem Schritt vielen Menschen geholfen.    [...mehr]



Autor: Richert

Mohammed Al Khwarizmi, der Vater des „Buchstaben Rechnens“.

Man weiß nicht viel von ihm, weder seinen Geburtsort, noch wann er geboren oder gestorben ist.
Dennoch gibt es einige Fakten und Thesen, warum ihm der der Name „Vater des Algebras“ zugesprochen wird. In der Schule und der Gesellschaft ist diese Form der Mathematik nicht mehr wegzudenken und sie wird auch heute noch unverändert gelehrt.

Mohammed © Flickr by MissFikrah

Als sich Bagdad noch von Spanien bis zu den Ausläufern des Himalajas erstreckte und dem Kalif Harun-Alrashid regiert wird ( von 786 bis 809) regiert wurde,
entwickelte sich an seinem Hof ein vielfältiges Kulturelles Leben.

Nach einem blutigen Machtkampf wurde  sein jüngerer Sohn Al-Mamun sein Nachfolger.

So entstand dort eine umfassende Bibliothek – in etwa vergleichbar mit der Bibliothek in Alexandria, in welcher bedeutende Werke aus anderen Kulturkreisen ins Arabische übersetzt wurden – darunter auch die der griechischen Philosophen und Mathematiker.

Schnell kam der Name “Hauses der Weisheit” zustande und in ihm lehrten und forschten die Wissenschaftler:
die Brüder Abu Jafar Muhammed (800 – 873),
Ahmed (803 – 873) und
Al-Hasan Ibn Musa Ibn Shakir (810 – 873) sowie
Abu Yusuf Yaqub Ibn Ishaq Al-Sabbah Al-Kindi (801 –873) und der wohl bedeutendste Wissenschaftler bis zur heutigen Zeit:
Mohammed Al-Khwarizmi,

Ihm verdanken wir die Übernahme der indischen Ziffern, die seitdem als arabischindische Ziffern bezeichnet werden.

Er erkannte die Vorteile der Dezimalschreibweise – insbesondere auch die Rolle der Null als Platzhalter für nicht besetzte Stellen im Stellenwertsystem erfasste er in der höheren Mathematik.

Zusammenfassend ist er ein Mensch, von dem man nichts genaues weiß – man aber vermutet das er und seine Familie aus dem persischen kamen – er aber uns bis heute im Gedächtnis geblieben ist in Form der Algebra, auch Buchstaben-Rechnen genannt.    [...mehr]



Autor: Martin

Eckart Voland hat Spiegel Online ein Interview gegeben, in dem er eindrucksvoll und ungewollt den pseudowissenschaftlichen Charakter der Soziobiologie darstellt.

DNA Quelle: Wikipedia public domain

Grundlage der Soziobiologie ist der Versuch soziale Verhaltensweisen mit Hilfe der Evolutionstheorie zu erklären. Hierbei werden jedoch einige Fehler gemacht. Grundsätzlich ist die Erklärungskraft evolutiver Theorie schwach, da sie nur auf die Selektion vorteilhafter Eigenschaften verweist, diese Selektion oft jedoch nur als gegeben annehmen kann und den kausalen Prozess nicht erklären kann. Dennoch kann eine solche Theorie Erklärungskraft haben.

Nun besteht jedoch das weitere Problem, dass versucht wird soziale Verhaltensweisen auf die Gene und deren Evolution zurückzuführen. Luhmann hat mit seiner Systemtheorie immerhin Evolution nur als soziale Selektion von Funktionen gedeutet und kommt völlig ohne Biologie aus in der Erklärung sozialer Entwicklungen. Die Soziobiologen müssen nun jedoch erklären, wie sozial vorteilhafte Verhaltensweisen auf die Selektion funktionaler Gene wirken können. Dies kann, wenn die Evolutionstheorie von Darwin auch nur ein wenig ernst genommen wird, nur dann passieren, wenn es an den Genen hängt, ob funktionale Verhaltensweisen gezeigt werden und dies dann zu einer Selektion führt.    [...mehr]



Autor: Richert

Gestorben beim Eisenbahnspielen, Stromschlag beim Angeln, oder der tote Taucher im Wald. Oft handelt es sich bei diesen Geschichten nur um Mythen, doch hin und wieder passieren solche Dinge wohl tatsächlich.

Eigentlich ist es pietätlos, sich über das dahinscheiden Anderer zu amüsieren. Die meisten Menschen sucht Gevatter Tod im Bett, im Straßenverkehr oder eben im Krankenhaus heim.

Kreuz © flickr / Randy Durrum

Aber manchmal geschehen so kuriose Dinge, dass man Glauben mag, die Evolution will sich an den dümmsten von uns rächen. So viel Pech kann es kaum geben.

So soll zum Beispiel ein Mexikaner, nachdem er 4 Zugunglücke überlebt hatte, beim Spielen mit der Modelleisenbahn seines Sohnes an einem Stromschlag durch dieses Spielzeug gestorben sein.

In Frankreich starb ein Winzer beim Zerstampfen seiner Trauben. Bei der Gärung ist wohl eine mehr als tödliche Dosis Kohlenmonoxid entstanden.

Der Klassiker der Geschichten, der Tote Taucher im Wald, soll tatsächlich wahr sein. So wurde nach einem Waldbrand ein Mann mit Schnorchel und Flossen im Wald gefunden. Der Unglückliche ist wohl in den Behälter des Löschhubschraubers geraten und in großer Höhe abgeworfen worden.

In Buenos Aires stürzte ein Pudel aus dem Fenster und tötete drei Menschen. Einen erschlug er, einer wurde beim Beobachten der Szene vom Bus überfahren und ein dritter erlitt einen Herzinfarkt.

In Kanada versuchte eine Frau ihren Weihnachtsbaum zu retten und wurde dabei von mehrern Autos überfahren. Der Baum fiel ihr auf dem Highway vom Dach und sie beschloss, ihn zu holen.

Es gibt anscheinend tatsächlich Menschen, die Wilhelm Tell wirklich nachspielen. In Kentucky versuchten dies zwei Freunde mit einer Bierdose. Nur einer überlebte diese Dummheit. Nein, es waren keine dummen Teenager, sondern gestandene Männer von 47 Jahren.    [...mehr]



Autor: Martin

Mohamed El Naschie hat offensichtlich über lange Zeit einen Teil der wissenschaftlichen Community an der Nase herumgeführt. Seine Zeitschrift Chaos, Solitons and Fractals jedenfalls ist wohl wissenschaftlich nicht sonderlich ernst zu nehmen.

Chaos-Bewegung Quelle: Wikipedia public domainImmer wieder gibt es Berichte über Menschen, denen es gelingt mit betrügerischen Mitteln einen gewissen Status innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft zu erlangen. Doktorgrade gehören hier noch zu den harmloseren Sachen. Fragwürdige Publikationen in Zeitschriften sind da schon bemerkenswerter. Zeitschriften sollten schließlich darum bemüht sein eine gewisse Qualitätssicherung zu betreiben. Dennoch gelang es Betrügern falsche Erkenntnisse in seriösen Publikationen unterzubringen.    [...mehr]


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