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Dass Eier aus Massentierhaltung ein Problem aufwerfen ist vielen bekannt, dass jedoch die Legehennenzucht schon eine Stufe vorher ein Problem darstellt, soll hier erläutert werden.

Irgendwo müssen die Hühner ja her kommen, die die Eier legen sollen. Hierzu gibt es spezielle Zuchtbetriebe. Diese züchten jedoch nur weibliche Hühner und keine männlichen, denn diese legen keine Eier und sind auch für die Fleischproduktion nicht brauchbar. Naturgemäß schlüpfen aus den Eiern 50% weibliche und 50% männliche Hühner. Was nun also machen mit den männlichen Kücken? [...mehr]
Wenn mehrere Parteien zu einer Wahl antreten und die Parteien entsprechend ihres Stimmanteils im Gremium repräsentiert sein sollen, bedarf es eines Wahlverfahrens, dass dies ermöglicht.
Wie kommt es überhaupt zu einem Problem? Hierzu ein kleines mathematisches Beispiel: Es treten drei Parteien (A, B, und C) zu einer Wahl an. 1000 Leute stimmen ab. Partei A erhält 416 Stimmen, also 41,6%. Partei B erhält 338 Stimmen, also 33,8% und Partei C 246 Stimmen, also 24,6%. Wenn nun 10 Sitze zur Verfügung stehen, die verteilt werden sollen, ergäbe sich nach dem Stimmverhältnis: Partei A 4,16 Sitze, Partei B 3,38 Sitze und Partei C 2,46 Sitze. Wie sollen nun die Sitze verteilt werden? Einfach abrunden ergäbe für A 4 Sitze, für B 3 Sitze und für C 2 Sitze. Dann müsste noch ein Sitz verteilt werden und es bliebe unklar, wer ihn erhalten soll.
Thomas Jefferson, der dritte Präsident der USA, hatte hierzu eine Idee. Er teilte die Stimmanzahl einer Partei erst durch 1, dann durch 2, dann durch 3 usw. Die Partei mit den meisten Stimmen nach Division erhält einen Sitz. Danach die nächste Partei mit den meisten Stimmen usw. 416 Stimmen der Partei A durch 1 geteilt würde den ersten Sitz erhalten, 338 Stimmen der Partei B durch 1 den zweiten Sitz, 246 Stimmen der Partei C durch 1 den dritten Sitz. Nun ist die nächsthöchste Zahl 416 (A) durch 2, also 208, dann 338 (B) durch 2, also 169 und dann 416 (A) durch 3 also 138,7, dann 246 (C) durch 2, also 123 usw. [...mehr]
Fundamentalistische Christen, die sich aller wissenschaftlichen Erkenntnis versperren, scheinen auf den ersten Blick nicht sehr lustige Zeitgenossen zu sein. Nun wollen sie jedoch einen Themenpark in Heidelberg eröffnen.
Wer glaubt, dass die weltfremden Kreationisten, die nur die biblische Doktrin und nicht aktuellen Kenntnisse der Menschheit an Schulen lehren wollen, allein an amerikanisches Massenphänomen seinen, hat sich geirrt. Auch in Deutschland scheint es nicht wenige zu geben, die meinen, man müsse der Evolutionstheorie abschwören. Dies scheint nicht nur von einsamen, zwischen irgendwelchen Berggipfeln Bayerns festsitzenden älteren Menschen vertreten zu werden, sondern auch von Finanzstarken Investoren.
Gian Luca Carigiet, der Vorsitzenden des Vereins ProGenesis und Anhänger der Schöpfungsgeschichte, möchte seine Weltsicht gerne ein wenig mehr verbreiten. Hierzu hat er die Genesi-Land AG gegründet und will mit ihr in der nähe von Heidelberg etwas ganz besonderes realisieren. Er will die Arche Noah nachbauen. Würde er sie eigenhändig bauen, wäre er zumindest beschäftigt und würde nicht andere Leute belästigen, doch er will sie bauen lassen. Und wo er schon gleich dabei ist, noch einen ganzen biblischen Themenpark dazu.
Damit wäre endlich mal ein Ort geschaffen, an dem man entspannt mit Gott zusammen abhängen kann, in der Achterbahn dem Himmel näher kommt oder in der Geisterbahn schon jetzt einmal das Fegefeuer kennen lernen kann. Das alles mag sich zwar nach einer nicht sehr schlauen Idee anhören, doch immerhin stecken hinter der Idee 80 Millionen Euro. Der ganze “Spaß” soll dann 600.000 Besucher jährlich anlocken. Nunja, man kann sich mit vielen Dingen verblöden lassen, die Spaß machen. Warum dann nicht ein fundamentalistischer Vergnügungspark… [...mehr]
Wissenschaftlern ist es gelungen durch menschliche Stammzellen Mäuse zu heilen, denen ein bestimmter Stoff fehlt, der ebenfalls bei Multipler Sklerose fehlt.
Bei der Multiplen Sklerose (MS) treten im Marklager von Gehirn und Rückenmark Entzündungen auf, die durch körpereigene Abwehrzellen bekämpft werden. Diese Körperzellen greifen hierzu die Myelinscheiden an. Myelin ist eine lipidreiche Biomembran, die Teile der Nerven (die Axone) umgibt. Hierdurch werden diese elektrisch isoliert. Dadurch funktioniert die interne elektrische Impulsweitergabe deutlich besser und Störungen von außen werden verhindert.
Das Myelin wird von den Oligodendrozyten gebildet. Die Forscher haben nun aus Stammzellen Vorläufer dieser Oligodendrozyten gewonnen. Diese haben die dann den Mäusen injiziert, denen das Schützende Myelin fehlt. Die Zellen haben sich dann im Gehirn und im Rückenmark ausgebreitet und das fehlende Myelin hergestellt. Dieses hat sich dann um die Axone abgelagert und die schützende Myelinschicht gebildet. Daraufhin hat die elektrische Leitung des Stroms wieder mit normaler Geschwindigkeit funktioniert.
Diese Untersuchungen geben zumindest Hoffnung, dass die unheilbare Krankheit MS in Zukunft heilbar sein wird. Hierzu bedarf es jedoch noch viel Forschung. Schließlich muss dies nicht nur bei Mäusen sondern auch bei Menschen funktionieren können. Vor diesem Hintergrund scheinen manchen Debatten, die um die Nutzung von Stammzellen zur Forschung geführt werden, absurd. Viele Krankheiten könnten geheilt werden, wenn die entsprechenden Forschungen erlaubt sind. Natürlich soll das nicht heißen, dass alles mit Stammzellen gemacht werden darf, doch es muss zumindest eine gewisse Offenheit für Forschung bestehen. Dies gilt nicht, weil es um nationalistische Interessen und den Standort Deutschland geht, sondern weil Menschen mit Krankheiten geholfen werden könnte. [...mehr]
In der Vorentscheidung zu den US Wahlen auf demokratischer Seite führt zur Zeit Barack Obama. Hilary Clinton liegt 183 Stimmen zurück. Die letzten 3 Staaten, in denen gewählt wird, sind Puerto Rico, South Dakota und Montana. In denen kann ein Kandidat maximal 86 Stimmen abgreifen.
Eine klare Sache also? Noch nicht ganz. Denn um zu gewinnen, benötigt jeder der Kandidaten mindestens 2026 Delegierte. Weder für Obama mit aktuell 1963 noch für Clinton mit 1780 Delegierten reichen die 86, um diese Grenze zu überschreiten.
Somit hängt der Ausgang der Wahl nicht an den Demokraten, die sich bereits knapp für Obama entschieden hat, sondern an den “demokratischeren” Demokraten, den sogenannten Superdelegierten. Die setzen sich aus Parteifreunden, Funktioniären und verdienten Politikern der demokratischen Partei zusammen.
Deren Stimme wird unabhängig von der Vergabe der restlichen Delegierten geregelt, diese werden in den einzelnen Staaten über Verhältniswahlrecht geregelt. (dazu: Das Wahlverfahren in den USA) Ingesamt gibt es 797 Superdelegierte, von denen 587 sich bereits für eine der beiden Seiten entschieden haben. Es verbleiben also gut 200. Um diese 200 Superdelegierten wird bis zum Wahlausgang heftig gebuhlt werden. Clinton dürfte bei ihnen die besseren Chancen haben, weil sie aus einer traditionell mit der politischen Oberschicht verwachsenen Familie hat.
Auf der anderen Seite hat Obama schon jetzt mehr Superdelegierte auf seiner Seite als seine Widersacherin und einen Vorsprung von 183. Ich denke, Obama wird das Rennen machen, aber solche Prognosen sind in der Politik bekanntermaßen nicht sonderlich verlässlich. [...mehr]
Das Internet erscheint immer als freies Medium, an dem alle in gleicher Art und Weise teilhaben könnten. Dies ist jedoch nicht so.
So wie Eigentum in der nicht-virtuellen Welt die Verwendungsrechte anderer Beschränkt, ist dies auch im Internet der Fall. Dies gilt jedoch nicht nur für Rechte innerhalb des Internets. Oft wird vergessen, dass das Internet ja auch irgenwo her kommen muss. Hierzu Bedarf es einiges an Kommunikation.
Die Kommunikation findet über Kupferkabel, Glasfaserkabel, Datenverteilungsknoten usw. statt. Diese sind oft im Eigentum der Telekommunikationsunternehmen. Ob man einen Internetanschluss erhält und wie dieser dann aussieht, entscheiden die Anbieter. So wird die Uploadgeschwindigkeit absichtlich begrenzt, um ein asymetrisches Netz zu erschaffen, in dem weniger Anbieter als Konsumenten vorhanden sind.
Die Anbieter könnten außerdem die Downloadgeschwindigkeit für unerwünschte Downloads in peer to peer Netzwerken reduzieren. Hierum gab es in den USA große Debatten. Es handelt sich hierbei um die Frage der Netzneutralität. Ist das Netz neutral und behandelt z.B. alle Downloads gleich oder beschränkt sie der Provider. Die Beschränkung konnte in den USA bisher knapp verhindert werden.
Aber auch im Internet gibt es natürlich Eigentum. Die Browser mit denen wir am Computer surfen, die Orte an denen wir Sachen verkaufen und kaufen (z.B. Ebay) oder die sozialen Netzwerke die wir knüpfen (z.B. Myspace oder StudiVZ): sie alle gehören privaten Unternehmen. Wollen wir diese Sachen nutzen, müssen wir den Geschäftsbedingungen zustimmen. Gerade für soziale Orte bedeutet das, dass unser Leben rechtlich reguliert wird - nicht jedoch durch demokratische Verfahren, sondern durch willkürliche Festlegungen der Eigentümer.
Welche Daten wir publizieren dürfen, was mit den Daten passiert, in was für Gruppen wir uns treffen und organisieren wollen, das alles wird durch den Eigentümer des entsprechenden sozialen Netzwerkes kontrolliert, ohne dass es eine demokratische Kontrolle gäbe. Man kann höchstens das Netzwerk verlassen, um den Preis seine Freunde, Informationsquellen oder Nebenverdienste aufzugeben.
Zukünftige Kämpfe werden sicherlich darum geführt werden, wie stark das Internet unter der Kontrolle der Eigentümer stehen wird und wie frei die Nutzer sein werden. Flankiert wird dies von den rechtlichen Entscheidungen des Staates. So gibt es die Möglichkeit mit Rechtsverordnungen die Kontrolle der Wirtschaft zu stärken oder abzuschwächen. Dabei ist jedoch nicht zu vergessen, dass auch der Staat ein Interesse an Kontrolle hat (siehe Schäuble und Stasi 2.0), weshalb eine staatliche Kooperation mit der Wirtschaft nicht unwahrscheinlich ist. Dann bliebe allerdings noch die Frage, ob das Internet überhaupt kontrollierbar ist. Es bleibt zu hoffen das es das nicht ist… [...mehr]
Man mag es kaum glauben, doch in Deutschland wird an umweltverträglichen Sprengstoffen geforscht.
In München wird an der Ludwig-Maximilians-Universität an Sprengstoffen geforscht. Es handelt sich dabei um das einzige Hochschulchemielabor Deutschlands in dem an Wehrtechnik geforscht wird. Thomas Klapötke leitet das Institut. Er bot dem Militär freiwillig seine Kooperation an. Dieses ließ sich nicht lange bitten.
Warum er das tut, dazu fallen ihm nur so einfache wie absurde Sachen ein. Die Welt sei schließlich nicht gut und wenn Freunde von ihm angegriffen würden, dann wolle er sie halt verteidigen. Unklar bleibt was für “Freunde” er verteidigen möchte. Menschen töten ja, Natur und Umwelt verschmutzen nein. Wenn das keine deutsche Tugend ist. Leider sei der erste Teil davon durch den zweiten Weltkrieg in einigen Kreisen Deutschlands etwas in Verruf geraten. Klapötke möchte aber nicht mehr Menschen töten als nötig. Umweltverschmutzung könne schließlich Spätfolgen für Unbeteiligte haben. Krieg geht für Klapötke so: der Tyrann wird entfernt (mit Öko-Bomben) und der Rest lebt glücklich und befreit weiter. Dass in Kriegen zwar auf westlicher Seite recht wenig Menschen sterben, bei den angegriffen Ländern jedoch sehr viele, scheint er nicht zu sehen (wollen).
So forscht Klapötke also an Halogen-Aziden, die besonderns umweltschonend Menschen töten sollen. Wichtig sei dabei ein hoher Stickstoffanteil, da die Bombe dann weitestgehend rückstandsfrei detoniere. Dabei sei es gelungen den Stickstoffanteil von 35% auf 80% zu erhöhen. Wer würde nicht durch eine solche Bombe sterben wollen? Die USA scheinen das auch zu verstehen und wollen den Spregstoff auch haben. Dort hat man Angst um Regressforderungen wegen der Umweltbelastung. Es kann ja schließlich auch nicht angehen, dass nach dem Hinmorden von Tausenden von Leuten sich die Armee wieder zurückzieht und den ganzen Müll da lässt. Ob es bald auch Ökosiegel für Bomben gibt oder Ökotest für Bomben? Diese Bombe hat im Ökotest mit 1,3 Sehr Gut abgeschlossen…ich weiß ja nicht. [...mehr]
Die Debatten werden schon seit Jahrhunderten geführt: Besitzen wir einen freien Willen oder nicht. Hume meinte wir seinen Determiniert aber das sei auch nicht schlimm für den freien Willen, Descartes sah das anders. Aber was sagt die moderne Neurophysiologie dazu.
Zunächst wird oft in der Neurobiologie der Fehler gemacht, dass unser Gehirn einfach als gegeben angenommen wird. Als Ursache für Hinrprozesse fällt den Feulletonisten gerade noch so unsere genetische Veranlagung ein. Fast alles was für unsere Entscheidungen relevant ist, ist jedoch auch durch Gesellschaft beeinflusst.
Dennoch bleiben einige knifflige Fragen bestehen. Der Neurophysiologe Benjamin Libet hat z.B. Experimente gemacht, bei denen er die Teilnehmer aufgefordert hat einen Knopf zu drücken. Dabei haben sie auf eine Uhr geschaut und sollten sich den Zeitpunkt merken, wann sie sich entschlossen haben den Knopf zu drücken. Bei dem Expiriment wurden die Gehirnströme gemessen. Nun konnte Libet anhand der Hirnströme eine charakteristische Hinraktivität 0,3 Sekunden vor dem Zeitpunkt der Bewegung messen. Es ist, als ob sich unser Körper bzw. unser Gehirn unabhängig von unserem Bewußtsein zu bestimmten Handlungen entscheidet und unserem Bewußtsein die Information dann nur noch mitteilt. Wir haben dann die Illusion uns bewußt entschieden zu haben.
Haynes hat nun die Versuchsergebnisse von Libet nochmal bestätigt und radikalisiert. Er konnte z.T. sogar 10 Sekunden bevor eine Entscheidung getroffen worden ist, die charakteristischen Hirnströme messen.
Dennoch ist dies alles kein Argument gegen Willensfreiheit. Zum einen können wir das Unbewußte als Teil unseres Willens deuten und zum anderen kommt es sowieso eher auf langfristige Entscheidugen an wie Lebensentscheidungen. Die Unbewußten Prozesse können dabei bewußt gemacht werden und in die Überlegungen eingebunden werden. [...mehr]
Mittlerweile spielen es sehr viele in Deutschland. Ich musste dahingegen schon vor dem Poker-Boom feststellen: so einfach ist das alles nicht.
Poker wird zwar nicht nur in privaten Gesellschaften gespielt, sondern auch in machen Casinos, es deshalb einfach als Glücksspiel abzutun wäre falsch. Für Spiele wie Roulette mag das gelten, auch wenn einige Mathematiker immer mal wieder versucht haben, ein System zu entwickeln, mit dem man die Wahrscheinlichkeit betrügen kann. Bei Spielen wie Black Jack ist dies zumindest Kartenzählern gelungen. Diese haben die Wahrscheinlichkeiten für Kartenkombinationen berechnet und sind damit reich geworden, bis die Casinos Gegenmaßnahmen ergriffen oder die Profispieler rausschmeissen.
Bei Poker sieht das anders aus. Da darf und muss man die Wahrscheinlichkeiten berechen. Auch wenn man ein noch so guter Bluffer ist, wird man sonst untergehen. Bei einzelnen Spielen mag man Glück haben, doch auf Dauer muss man wissen was man da tut. Bei der Texas Hold’em Varinate lassen sich so einige Berechnungen anstellen. Zunächst kennt man ja seine eigenen Zwei Karten und weiß, welche Karten sonst noch im Spiel sind. Aufgrund dieser zwei Karten am Anfang lässt sich die Wahrscheinlichkeit berechnen, dass man gewinnt. Entsprechend dieser Wahrscheinlichkeit sollte man nun mit seinem Einsatz wetten. Dann werden im River drei Karten aufgedeckt. Hier weiß man schon, wie gut man gewettet hat und kann die Wahrscheinlichkeit für den eigenen Sieg aktualisieren. Waren zwei Asse am Anfang oder ein hohes Pärchen am Anfang noch Garant für den Sieg, kann es nun eine einfarbige Hand oder der fehlende Rest für eine Strasse sein. Entsprechend des Rivers der Hand und der Wahrscheinlichkeit sollte man nun setzen. Mit diesem nüchternen Spiel sollte man gut fahren. Spielt man mit anderen guten Poker-Spielern reicht Mathematik dann vielleicht nicht mehr aus. Ein wenig Menschenkenntnis muss sein, um Vermutungen über das Blatt der anderen anzustellen und auf dieser Grundlage die mathematische Wahrscheinlichkeiten für den eigenen Sieg neu zu berechnen. [...mehr]
Für viele ist schon nicht ganz klar wie der Präsident der USA gewählt wird, wie aber die Präsidentschaftskandidaten gewählt werden, ist oft sehr unklar. Da hilft es auch nur wenig, wenn Zeitungen ganz selbstverständlich von Superdeligierten und ähnlichem reden.
Der Präsident wird von Wahlmännern gewählt, die wiederum direkt von der Bevölkerung gewählt werden. Die Wahl der Kandidaten der einzelnen Parteien ist da schon komplizierter. Was diesen Punkt angeht, sind die USA zumindest demokratischer als Deutschland. Die Kandidaten für das vergleichbare deutsche Amt des Bundeskanzlers werden nicht gewählt. Sie werden einfach durch die Partei bestimmt. In den USA stimmt die Bevölkerung in den Vorwahlen über die Kandidaten der Partei ab.
Dabei werden Wahlmänner in jedem Bundesstaat gewählt, die dann den Präsidentschaftskandidaten wählen. Hierfür gibt es unterschiedliche Verfahren. Bei den open primarys kann jeder für jede Partie einen Kandidaten (bzw. einen Wahlmann, der für einen Kandidaten ist) wählen. Das heißt, Demokraten dürfen z.B. mitbestimmen, wer der Kandidat für die Republikaner wird. Bei den closed primarys können nur diejenigen wählen, die sich zu der Partei bekennen für die sie wählen. Bei den Caucus müssen dahingegen alle die wählen wollen sich zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort befinden, um dort öffentlich für einen Kandidaten zu stimmen. Hierbei wird in recht kleinen Wahlkreisen jeweils für Wahlmänner gestimmt.
Die Wahlmänner werden übrigens mit relativer Mehrheit gewählt, d.h. die Person gewinnt, die die meisten Stimmen hat (winner takes all). Wenn dann all diese Wahlmänner in allen Bundesstaaten gewählt worden sind, dann stimmen sie über den Präsidentschaftskandidaten ab. Hierfür braucht es dann eine absolute Mehrheit. Wird diese nicht erreicht, kommen die sogenannten Superdeligierten ins Spiel. Dabei handelt es sich um wichtige Personen der Partei, wie Gouverneure, Senatoren oder Repräsentantenhausabgeordnete. Diese bestimmen dann, wer Kandidat sein soll. Dies wurde eingeführt, um unüberwindbare Konflikte zu vermeiden.
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