Home Allgemeinwissen Cottage Garten: perfekte Nachlässigkeit und ungezähmte Wildheit

Cottage Garten: perfekte Nachlässigkeit und ungezähmte Wildheit

Vor lauter Alltagsstress sehnen sich viele Menschen nach einem Ort, an dem die Uhren langsamer ticken. Ein eigenes Stück Natur bietet der Cottage-Garten. Wilde Blumenpracht und romantische Ecken – Die Experten von Gartenhelden.de geben Ihnen Tipps, wie Sie zuhause Ihren eigenen Cottage-Garten anlegen.

Wo die Zeit stillsteht

Zurück zur Natur: Der Trend zum Landleben hat auch den heimischen Garten erfasst. Unter Cottage-Gärten versteht man eine Gartenbauform, die dem perfekten englischen Garten nostalgische Wildheit entgegensetzt. Dabei geht der Cottage-Garten auf die Gärten englischer Bauernhäuser zurück, die im Gegensatz zu raffinierten Schlossanlagen vorrangig als Nutzgärten angelegt wurden. Daher wurden dort vor allem Gemüse, Obst und Heilpflanzen angebaut. Buchsbaumhecken sorgten für geometrische Klarheit, und da der Platz armer Bauern oft begrenzt war, wurde jeder Fleck bepflanzt. Als zu Beginn des 20. Jahrhunderts immer mehr Leute in Großstädten lebten, trat der Cottage-Garten seinen Siegeszug als Rückzugsort des modernen Menschen an. In einem stilechten Cottage-Garten sorgen daher hohe Hecken und Ziegelsteinmauern für eine intime Stimmung. Säulengänge und Rosenbögen schaffen kleine Lieblingsecken für Tagträumer. Für Schutz vor neugierigen Blicken sorgt auch die dichte Bepflanzung. Dabei mischt man Zier- und Nutzpflanzen: Obstbäume und Beerensträucher, aber auch Gehölze wie Flieder und Jasmin sowie Gemüsebeete sorgen für das Landhausgefühl. Und was wäre der Cottage-Garten ohne Blumen…

Gebrauchsspuren erwünscht – die richtige Deko

Auch wenn alles so einfach aussieht: Ein richtiger Cottage-Garten erfordert Planung und Mühe, etwa bei der Pflege der Wege und Hecken. Mit den passenden Materialien kommt jedoch auch im heimischen Grün romantische Stimmung auf. Bei Zäunen und Mauern sollte man auf naturnahe Stoffe wie Holz, Weidengeflecht und Stein setzen. Kleine Details wie eine alte Leiter erinnern an die Kindheit in Omas Garten. Mit altmodischen Keramiktöpfen, Gießkannen und Zinngefäßen macht das Blumengießen noch mehr Spaß. Und was wäre ein Cottage-Garten ohne eine Sonnenuhr, um dem Lauf der Stunden zuzusehen?

Romantische Wildnis – aber richtig

Traditionelle Blumensorten, dekoratives Gemüse und duftende Kräuter – Wer vom eigenen Cottage-Garten träumt, sollte Botanikbücher und Omas Rezeptsammlung wälzen. Ewig Gestresste verleihen ihrem Garten mit nostalgischen Accessoires ein wenig Landhausstimmung. Im Cottage-Garten gilt: Mehr ist mehr – am besten mit Patina!

photo: 14ktgold – Fotolia

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