Home Naturwissenschaften Der kälteste Ort der Welt: klirrende Kälte, Nacht und Kopfschmerzen

Der kälteste Ort der Welt: klirrende Kälte, Nacht und Kopfschmerzen

Im Herbst und Winter ist man wieder drauf und dran, sich ob der fröstelnden Temperaturen zu beschweren, aber man könnte es auch noch schlimmer haben, denn mit was für Temperaturen sich Menschen am kältesten Ort der Welt herum schlagen müssen, ist kein Pappenstiel.

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Die Antarktis ist nicht ohne Grund einer der mysteriösesten Orte der Welt, denn das Wetter dort ist teilweise so lebensfeindlich, dass sich kaum jemand hinaus wagt. Eigentlich buhlen zwei russische Orte um den kältesten Ort der Welt, eine Forschungsstation schlägt sie alle.

Oymyakon und Verkhoyansk in Russland

Diese beiden Städte im Nordosten Russlands sind beide in der Gruppe der Pole of Cold Ortschaften, an denen die tiefsten Temperaturen der Welt gemessen wurden. Verkhyansk ist dabei noch faszinierender als Oymyakon, weil dort auch die höchsten Temperaturschwankungen stattfinden (über 100Grad Celsius von Januar zu Juli). Das Besondere an diesen beiden Orten: Hier wohnen Menschen. Zwar je Ort nur einige Hundert, aber unter solchen Bedingungen überhaupt sesshaft zu werden, ist mehr als beeindruckend.

Die Antarktis – kältester Ort der Welt

In der russischen Research Station Vostok wurden die niedrigsten Temperaturen der Welt gemessen, das heißt natürlich nicht, dass es keine kälteren Orte gibt, aber hier wurden die wissenschaftlich belegbaren Messungen vorgenommen. So soll es hier bis zu -89,2 Grad Celsius kalt werden. Am 21. Juli 1983 wurde diese Temperatur gemessen, man geht davon aus, dass sie 1997 sogar unterboten wurde, aber Bestätigung dafür gibt es leider nicht.

Gemessen werden kann dort nicht immer, weil die Lebensbedingungen schlimmer nicht sein könnten. Mit rund 3500 Metern Entfernung vom Meeresspiegel ist die Luft dünn in Volstok, zudem ist sie trocken und harte Winde prägen das Wetter. Die wärmste Temperatur die dort jemals gemessen wurde, betrug -12,2 Grad Celsius. Hinzu kommt, dass die Polarnächte da einen Rekord von bis zu 80 Tagen am Stück erreichen, so lange ohne einen richtigen Sonnenaufgang erträgt kein menschliches Gemüt. Nicht nur das, wenn man länger als ein paar Wochen unter diesen Konditionen leben muss, kann man sich auf Kopfschmerzen, Nasenbluten, Ohrenschmerzen, hohen Blutdruck, Schlafmangel, Muskelschmerzen und Erstickungsgefühle gefasst machen.

Da doch lieber das wohlig warme Berlin im Winter, die paar Minusgrade ertragen wir im Vergleich mit Volstok ohne mit der Wimper zu zucken.

Übrigens haben Wissenschaftler vor einigen Jahren erst künstlich Tiefsttemperaturen von bis zu -459.67°F (-237 Grad Celsius) erreicht, aber mehr als Experimente sollten aus dieser Entdeckung bitte nicht werden.

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