Home Geisteswissenschaften Literatur „Der Knochenjäger (Die Assistentin)“ von Jeffery Deaver – Kurzweilig, spannend, doch leider häufig an den Haaren herbeigezogen

„Der Knochenjäger (Die Assistentin)“ von Jeffery Deaver – Kurzweilig, spannend, doch leider häufig an den Haaren herbeigezogen

Ja, „Der Knochenjäger“ von Jeffery Deaver ist eines der Bücher, von denen man nicht genau weiß, was man von ihnen halten soll. So ging es mit jedenfalls. Den Leuten, die jetzt die Verfilmung mit Angelina Jolie und Denzel Washington im Kopf haben, sei aber gesagt, dass das Buch jedenfalls um Längen besser ist als der Film.

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Eigentlich hieß das Werk im Deutschen ursprünglich „Die Assistentin“ wurde aber, nach dem doch recht erfolgreichen Film, nach dem Titel des selbigen in „Der Knochenjäger“ umbenannt. Allein das ist schon irgendwie komisch und sorgt bei den Lesern ein wenig für Verwirrung. Und ähnlich gestaltet sich das Buch auch selbst.

Lincoln Rhyme ist ein gutaussehender und brillanter Cop und die Korrifäe auf dem Gebiet der Spurensuche. Doch nach einem Unfall ist er querschnittsgelähmt und er verliert das, was bisher sein Lebensinhalt war, seinen Job. Folglich sieht er auch nicht mehr viel Sinn darin an sein Bett gefesselt weiterzuleben. Doch als er endlich eine Organisation und einen Arzt gefunden hat, die ihn von seinen Leiden erlösen wollen, bitten ihn seine Kollegen um Hilfe.

In New York geht ein höchst intelligenter Serienmörder um, der nach der Vorlage eines Buches tötet und am Tatort jeweils Hinweise auf den nächsten Mord hinterlässt. Doch Rhymes Kollegen können die Hinweise und Spuren nicht deuten.

Die junge Streifenpolizistin Amelia Sachs findet eines der Opfer und Rhymes entdeckt in ihr ein ausgezeichnetes Gespür für Spuren und Anhalstpunkte. Trotz einiger Alleingänge ihrerseits, mag Rhymes ihre unkonventionell und gründliche Art und beschließt mit ihr als Assistentin noch einmal in den Fall einzusteigen…

Das Setting des Buches hat mir schon ganz gut gefallen und auch die Grundidee von einem gelähmten Superhirn, der jemand anderen an seiner Stelle lenkt um den Fall zu lösen, ist durchaus kein schlechter Ansatz. Doch irgendwie waren mir die Personen zu unwirklich. Sie wirken etwas zu sehr konstruiert und hölzern. Und vor allem Rhymes als omnipräsentes Superhirn, der jeden Kniff immer gleich löst, geht einem irgendwann ein wenig auf die Nerven. Auch Amelias „Talent“ und die Art und Weise wie sie eingesetzt wird, wirkt unrealistisch.

Auf der anderen Seite ist das Buch wirklich spannend und in diesem Fall angenehm kurzweilig. Wer aber den Film mochte, wird das Buch lieben, denn eine wichtige Figur 😉 , die im Film vorkommt existiert im Buch gar nicht und auch das Ende ist komplett anders und überraschender.

Mir hat der Film nicht so gut gefallen und so fand ich das Buch zwar besser, aber nicht wirklich großartig. Wie gesagt, kann man lesen, muss man aber nicht…

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