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Der lange Weg zur Freiheit

Nelson Mandela – Der lange Weg zur Freiheit. Ein Buch über Südafrikas Geschichte im 20. Jahrhundert. Von niederländischer Kolonialherrschaft und Unterdrückung der schwarzen Bevölkerung hin zu einem nichtrassischtem, geeinten Südafrika. Autobiographisch erzählt vom ersten schwarzen Präsidenten des Landes – Nelson Mandela.

Kurzbiographie Nelson Mandelas

Nelson Rolihlahla Mandela wurde am 18. Juli 1918 in Mvezo, im Südosten Südafrikas geboren. Sein zweiter Vorname bedeutet umgangssprachlich soviel wie „Unruhestifter“.

Neben Martin Luther King und Malcolm X zählt er zu den bedeutensten Persönlichkeiten im Kampf gegen Apartheid und Unterdrückung von Farbigen.

Bevor Nelson Mandela 1994 erster schwarzer Präsident Südafrikas wurde, verbrachte er knapp 30 Jahre im Gefängnis. Ihm wurde 1993 der Friedensnobelpreis verliehen.

Der Lange Weg zur Freiheit

Frühe Kindheitserfahrungen prägten den jungen Nelson Mandela in seinem Werden nachhaltig. Seinem Vater wurde durch die weiße Regierung das Amt eins örtlichen Lokalpolitikers, sowie sein gesamtes Hab und Gut entzogen.

Bereits ende der 1930er Jahre, während seines Jurastudiums, begann Nelson Mandela politisch aktiv zu werden. 1942 trat er dem African National Congress (ANC) bei. Bis 1960 eine Gruppe von friedlichen Demonstranten erschossen wurde, war er ein Verfechter des gewaltlosen Widerstandes.

1961 wurde er Anführer des bewaffneten Arms des ANC. Für Anschläge und Sabotageakte wurden er und weitere Weggefährten 1964 zu lebenslanger Haft verurteilt. Im Gefängnis blieb Nelson Mandela einer der treibenden Kräfte gegen die Apartheid und wurde zur Symbolfigur des Widerstandes.

1990 wurde er auf Druck des ANC und der Öffentlichkeit aus der Haft entlassen. Seither warb er für eine Politik der Versöhnung, für ein nichtrassistisches, geeintes und demokratisches Südafrika.

Kritik zum Buch

Dem Leser werden tiefe Einblicke sowohl in die persönliche Entwicklung eines Mannes, als auch die politische Entwicklung eines Landes gewährt.

Nelson Mandela erzählt von prägenden Kindheitserfahrungen, Traditionen der südafrikanischen Stammeskultur, Familiengeschichten, menschlicher und politischer Unterdrückung, der Einsamkeit seiner Gefängniszelle, unverwüstlichem Willen und Glaube an eine bessere Zukunft, Gewalt, Frauen und seiner Präsidentschaft.

Subjektiv und emotional berichtet Nelson Mandela über sein Leben. Teilweise unreflektiert über eigene Gewaltakte, kritisiert er die weiße Vormachtstellung in seinem Land. Auch Konflikte mit seinen insgesamt drei Ehefrauen und seinen Kindern, für die er wenig Zeit hatte, kehrt er an der ein oder anderen Stelle unter den Teppich.

Eine mitreißende, aufwühlende, spannend erzählte, vielschichtige Autobiographie über einen der größten Freiheitskämpfer des 20. Jahrhunderts. Sehr empfehlenswert!

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