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Der neue Biosprit Super E10

Der neue Biosprit E10 ist ab nächstes Jahr an den Tankstellen erhältlich und wer in Erwägung zieht, sich einen neuen PKW mit niedrigem Schadstoffausstoß anzuschaffen, sollte darauf achten, dass das zukünftige Gefährt den biologischen Kraftstoff E10 problemlos verträgt. In der Regel ist dies bei den meisten Neuwagen der Fall, jedoch sieht es bei gebrauchten Automobilen anders aus. Aber die jeweiligen Werkstätten können im Zweifelsfall darüber Auskunft geben.

Das mit 10% Bioethanol angereicherte Super E10 sollte bereits im Jahr 2008 auf den Markt kommen. Dafür sollte das bis dahin erhältliche E5 nicht mehr angeboten werden, was jedoch aufgrund einiger Widerstände unterschiedlicher Verbände (z.B. ADAC) scheiterte. Demnach hätten viele Kfz-Besitzer auf das weitaus teurere Super Plus umsteigen müssen, da viele Fahrzeuge den Biosprit Super E10 nicht vertragen.

Mittlerweile haben sich die Zuständigen geeinigt, und Super E5 soll weiterhin auf dem Markt bleiben. Jedoch kann an dieser Stelle vermutet werden, dass das altbekannte Normalbenzin stattdessen vom Markt genommen wird, das sich mittlerweile auf der preislichen Ebene von Super befindet.

Der Tankstellenkonzern Aral hat bereits angekündigt, dass er Normalbenzin nur noch bis zum Jahresende im Angebot haben wird. Dafür soll das Angebot an Flüssiggas (LPG) vergrößert werden. Dieser Umstand dürfte für alle Besitzer eines Gebrauchtwagens sehr interessant sein.

Warnung vor Biosprit Super E10

Der ADAC warnt davor, dass viele Fahrzeuge den neuen Biosprit nicht vertragen und dass bei Fahrzeugen, die trotzdem mit dem Biosprit betankt werden, mit Motorschäden zu rechnen sei. So vertragen VW-Motoren der ersten FSI-Generation, die bis 2006 produziert wurden, den Biosprit Super E10 nicht. Diese Motoren wurden auch in den Modellen Lupo, Golf, Touran und Polo eingebaut.

Neben den Motorschäden sei aber nach Ansicht des ADAC auch mit indirekten Preiserhöhungen zu rechnen, da es möglich ist, dass der Preis des herkömmlichen Super E5 angehoben wird, um die Autofahrer dazu zu bewegen, auf das neue Super E10 umzusteigen.

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4 Kommentare

  1. Super E10

    14. Januar 2011 at 11:44

    Was viele nicht wissen: Schon bisher sind im Super Benzin bis zu 5 Prozent an Bioethanol enthalten. Bei Super E10 wurde dieser Anteil nur verdoppelt.

  2. Frank

    15. Januar 2011 at 23:51

    Gesamt betrachtet macht die Einführung von E 10 das Autofahren teurer. Nach den Angaben vom ADAC droht ein Preisanstieg. Benzin auf Erdölbasis kostet weniger herzustellen als die Produktion von Biokraftstoff. So muss auch weiterhin E 5 bereitstehen, was den Mineralölgesellschaften Kosten verursacht, die sie natürlich umlegen werden. Persönlich finde ich es ja gut, dass durch das Beimischen von E 10 mehr die Umwelt geschont wird.

  3. Robert

    26. Februar 2011 at 00:28

    Am schlimmsten finde ich, dass die Tankstellenbetreiber erstens die Sorten nicht klar bezeichnen (wollen oder können) und zweitens das bisherige Super aus dem Angebot nehmen, um mit Super Plus Kasse im Schatten von E10 zu machen.

  4. Tomm

    12. März 2011 at 23:58

    In der Tat gibt es an den meisten Tankstellen nur noch Super Plus als Alternative zum E10. Wenn man auch noch den Mehrverbrauch von 2-3% durch den geringeren Wirkungsgrad berücksichtigt insgesamt eine teuere Angelegenheit. Der positive Effekt für Klima und Umwelt ist dabei ebenfalls fraglich.

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