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Der Pferdeflüsterer von Nicholas Evans

Heute gibt es in diesem Blog einen absoluten MädchenMädchen-Beitrag: Ich offenbare euch mein „Geheimnis“ und stelle euch mein absolutes Lieblingsbuch vor: Der Pferdeflüsterer!

Ja, auch ich bin manchmal so ein richtiges Mädchen und demnach lautet mein Lieblingsbuch „Der Pferdeflüsterer“ vom Autoren Nicholas Evans. Ich finde nämlich, dass dieser Roman zu Unrecht naserümpfend verschmäht und mit einem lapidaren Achselzucken abgetan wird und möchte mit dem gängigen Kitschklischee aufräumen, das leider auf diesem wunderbaren „Klassiker“ lastet.

Die Geschichte kennt ihr wohl alle: Grace, ein junger Teenager, liebt das Reiten und ihr Pferd Pilgrim. Bei einem Winterausritt passiert jedoch ein tragischer Unfall und das Mädchen verliert nicht nur ihr Bein, sondern auch jegliches Selbstwertgefühl und wird von ihrer Wut innerlich zerfressen. Ihrem Pferd geht es ebenso: Schwer verletzt und mit schrecklichen Narben versäht,  ist der wunderschöne Morgen nicht mehr das, was er mal gewesen ist. Er hat jedes Vertrauen zu dem Menschen vertrauen, ist schwer enttäuscht und ein hochgradig aggressives Tier, das jeder nur noch einschläfern möchte. Doch Graces Mutter erkennt die Verbindung zwischen dem Tier und ihrer plötzlich so introvertierten Tochter und unternimmt das große und waghalsige Abenteuer, mit Kind und Pferd nach Montana zu reisen, wo ein bekannter Pferdeflüsterer sich der kranken Seelen annehmen soll.

Nicholas Evans hat die Geschichte unglaublich dicht beschrieben, die Atmosphäre ist immer greifbar, das Geschehen bleibt zu jedem Zeitpunkt authentisch und lebendig. Die Figuren besitzen psychologischen Tiefgang und genau das darf der Leser auch von ihren Beziehungen zueinander erwarten. In dem Roman steckt eine wichtige Botschaft über das Leben, über die Möglichkeit, über alle Grenzen hinweg über sich selbst hinaus zu wachsen und berichtet darüber hinaus ohne jeden Schnörkel von einem schlimmen Traumata, das einer Welt gleicht, die jeder Mensch als dunklen Abgrund in sich selbst ahnen oder vielleicht sogar spüren kann. Darüber hinaus hat der Autor eine wunderschöne Schreibe und setzt den Leser in einen rostigen PickUp, mit dem er über die Landstraße des Romans tuckert, um selbst die atemberaubende Kulisse von Montana erleben zu dürfen. Ich sag euch: Der Film ist nichts, aber auch rein gar nichts gegen dieses Buch!

Und jetzt mein kleines Mädchengeheimnis 😉 : Ich lese seinen Roman jeden Herbst neu, die Seiten meines Exemplares sind abgegriffen und schon ergilbt. Und jedes Mal ist es ein neues Abenteuer und Erlebnis! Allerdings fand ich den Film auch gar nicht mal sooo schlecht. Neugierig? Hier gibt´s den Trailer.

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