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Die „zeitgenössische Architektur“

Zeitgenössische Architektur – was ist das eigentlich. Als zeitgenössische Architektur werden Bauwerke und auch Entwürfe aus der Architektur bezeichnet welche, ganz simpel, von Zeitgenossen erstellt wurden. Wenn nicht deutlich eine zurückliegende Zeit angesprochen wird, dann ist immer die sogenannte Gegenwart oder Gegenwartsarchitektur gemeint. Diese Art der Architektur wird auch oft als Moderne Architektur bezeichnet, was in der Fachwelt aber gerne vermieden wird.

Der Begriff zeitgenössische Architektur deutet nicht auf eine bestimmte Baukonstruktion und nicht auf einen bestimmten Architekturstil hin. Trends sind absolut nicht abgrenzbar, weder räumlich noch zeitlich. Jedoch gibt es diverse Strömungen welche im Folgenden erläutert werden.

Blob-Architektur und Supermodernismus

Die Blob-Architektur wird auch des öfteren Freiform-Architektur oder Nicht-Standard-Architektur genannt. Damit werden Gebäude bezeichnet, die biomorphe, gerundete und komplex ineinander fließende Formen zeigen. Diese Form der Architektur wurde erst durch die moderne Entwurfssoftware der Architekten in den 90er Jahren möglich.
Bekannte Bauwerke sind beispielsweise das Kunsthaus Graz (UNESCO-Welterbe), ein Birminghamer Kaufhaus mit dem Namen „Selfridges Kaufhaus“ oder aber auch die Philologische Bibliothek der Freien Universität Berlin.

Der Supermodernismus bezeichnet globalisierte Architektur. Hier wird im Gegensatz zur postmodernen Architektur nicht sonderlich auf Zeichen und Symbole geachtet, sondern vielmehr auf Lichtstimmung und das richtige Material. Häufig wird die holländische Architektur der 90er als supermodernistische Architektur bezeichnet, aber auch überall auf der Welt und besonders in Japan findet diese Form der Architektur seit 1990 Verwendung.

Ökologisches Bauen, Minimalismus und Postmoderne Architektur

Unter ökologischem, oder aber auch grünem Bauen genannt, versteht man das Einbeziehen der Umwelt in die Architektur. Es geht darum, die Natur bei dem Errichten von Bauwerken nicht zu schädigen. Dazu gehört, dass man einen ökologisch geeigneten Standpunkt findet, umweltverträgliche Baustoffe verwendet, die Sonnenenergie oder andere regenerative Energien nutzt oder eine effiziente Wärmedämmung beim Hausbau einplant.
Minimalismus in der Architektur bezeichnet einen Stil, welcher sich im Grunde durch absolute „Einfachheit“ auszeichnet. Auf Dekorationen wird so gut es nur geht verzichtet. Die Ursprünge bildeten sich in den 20er Jahren heraus und sind noch heute ein gerne verwendeter Stil.
Die Postmoderne Architektur dagegen entstand in den USA und zwar in den 60er Jahren. Hierbei geht es weniger um geometrische Abstraktheit und Technik, sondern vielmehr um die Rücksichtnahme auf regionale Gegebenheiten. Es geht darum sich anzupassen, aber dabei nicht an strenge Regeln oder Muster zu halten.

Zeitgenössische Architektur entdecken

Die Zeitgenössische Architektur bietet ein breites Spektrum an Stilen. Es lohnt sich allemal auf die verschiedenen Kunstwerke der Architektur ein wenig mehr zu achten. Mit ein bisschen Erfahrung und Übung lässt sich so manches bisher Übersehenes entdecken.

Img.: coco1974 – Fotolia

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