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Die Zukunft des Holzes

Holz als Baustoff liegt wieder im Trend. Heute steht neben der Praktikabilität auch die Umwelt im Fokus! Hier einige der visionärsten Holzbauprojekte unserer Zeit.








Holzschule

Derzeit entsteht nahe Paris ein Ökokomplex mit 1.200 Wohnungen. Hier war der Bau zusätzlicher Bildungseinrichtungen dringend erforderlich –  diese sollten denn auch ökologisch korrekt sein. Das war allerdings nicht der einzige Grund, warum man sich beim  Bau von Schulen und Kitas für Holz entschied:  Ein Steinbau ließ sich unmöglich in einem Zeitrahmen von zwölf Monaten realisieren. Damit auf der Fläche von nur einem Hektar fünf Bildungseinrichtungen Platz fanden, entschieden sich die Architekten dafür,  die vier Meter Höhenunterschied des Geländes auszunutzen und die Dächer der tiefer gelegenen Gebäude als Schulhöfe zu nutzen.

Holz in Bewegung

Ebenfalls in Frankreich findet man den sogenannten Meteorosensitiven Pavillon. Ein baulich eigentlich nutzloses Objekt, das für den zukünftigen Gebäudebau aber eine entscheidende Rolle spielen kann: Die wetterbedingte Veränderung des Holzes, so das Verziehen und Aufquellen, soll bald baulich eingesetzt werden. Die Verformung des Holzes könnte beispielsweise auf natürliche Weise Fenster öffnen und schließen. So sollen Gebäude eigenständig ihr Klima regulieren – ohne menschliches Zutun und ohne den Verbrauch von Strom.

Holzhotel

Seit Juni 2012 findet man im Weimarer Stadtkern ein Familienhotel, das komplett aus Holz erbaut wurde. Jörg Weber, Architekt aus Weimar, entwarf das aus Holz und Lehm bestehende Gebäude. Die insgesamt drei Etagen zuzüglich Dachgeschoss  bestehen komplett aus Massivholz. Die Optik setzt sich im Inneren fort. Die komplette Inneneinrichtung wurde von Tischlern gebaut, die Holzwände sorgen für eine gesunde Klimatisierung.

Der Sonne entgegen

Ein wahrhaft ungewöhnlicher Anblick ist das Soft House in Hamburg. Das Gebäude ist recht simpel strukturiert. Das Besondere an diesem Gebäude sind die Membrane, mit denen das Bauwerk bestückt wurde. Dabei  handelt es sich um verformbare Bretter mit Photovoltaik-Anlagen, die sich dem Lauf der Sonne anpassen und somit die maximale Sonnenstrahlung einfangen. Gleichzeitig dienen diese flexiblen Bretter als wirksamer Sonnenschutz.

Doch nicht nur für die hier beschriebenen Vorzeigeprojekte ist Holz ein gutes Baumaterial. Da es für fast jeden erschwinglich ist und keine Folgekosten für Verputz bzw. Verkleidung entstehen, ist es auch für den privaten Gebrauch mit Sicherheit eine gute Alternative zu herkömmlichen Baumaterialien.

Bild gestellt von: Jason – Fotolia

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