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Dirk Bernemann – ich hab die Unschuld kotzen sehen

„Was liest der Serienmörder vor dem Einschlafen? Welches Handbuch für Psychopathen gehört in die Bibliothek jeder forensischen Klinik? Die Antwort könnte dieses Buch sein. […] Ich konnte es nicht ertragen“, so die „Gothic“ zum ersten Buch Dirk Bernemanns.

Er ist einer meiner absoluten Lieblingsautoren bzw. Bücher. Dirk Bernemann. Bei dem Titel dachte ich zuerst an ein Buch über eine Essgestörte. Doch ich sollte enttäuscht bzw. mega-überrascht werden!

Der Klappentext gibt einem schon einen guten Eindruck über das Buch
„Guten Tag, die Welt liegt in Trümmern. Ich sammle sie auf. Errichte daraus neue Gebäude. Konstruiere neue Städte. Kann man wohnen drin. Oder weiträumig umfahren.“ So begrüßt einen dieses Stück Literatur, bevor es einen hinabreißt in die Abgründe einer Welt, die in uns etwas zum Klingen bringt, denn sie ist uns sehr vertraut. Es ist unsere Welt! Wenn man Bernemanns Buch liest, kommt es einem vor, als hätte man uns endlich die rosa Brille abgenommen, ja vom Kopf geprügelt. In einer poetischen Klarheit zelebriert er ein Massaker des Leben, dass fasziniert, um gleichzeitig abzustoßen.“

Ich hab die Unschuld kotzen sehen
Es geht es um verschiedene Menschen und die Geschichten die sich in ihrem Leben abspielen. Das besondere daran: Alle sind irgendwie auf dramatische Weise miteinander verstrickt. Manchmal treffen sie sich. Mal bewusst, mal unbewusst. Aber sie gehören alle zusammen. Man hat zwischen den einzelnen Schicksalen kaum Zeit zum durchatmen. Bernemanns Stil ist schnell, unverblümt und mitten zwischen die Augen.  Die Geschichten scheinen wie aus dem Leben gegriffen. Und trotzdem erzählt Bernemann sie wie ein Beobachter, teils wie selbst erlebt. Die Geschichten die er in „Ich hab die Unschuld kotzen sehen“ und in seinen beide Folgebüchern beschreibt und erzählt sind Geschichten wie einem selbst oder dem Nachbarn passieren können und wohl auch tun. Es sind Geschichten die überall, zu jeder Zeit passieren, aber über die stets geschwiegen wird. Mit einer manchmal grausamen Erzählweise schockiert Bernemann und provoziert, sind es doch Erlebnisse die wir ausblenden- Tag für Tag, unser ganzes Leben. Kann uns ja nicht passieren ist die Devise.
Doch wer das denkt liegt falsch- und genau darauf scheint Bernemann irgentwie hinweisen zu wollen.

 Dirk Bernemann – ich hab die Unschuld kotzen sehen

  • Verlag: Ubooks
  • Kostet 9,95 Euro
  • ISBN-10: 3937536590 / ISBN-13: 978-3937536590
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