Home Allgemeinwissen Doppelt soviel erneuerbare Energien bis 2030?

Doppelt soviel erneuerbare Energien bis 2030?

Die Internationale Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) sieht gute Chancen für eine rasche, weltweite Energiewende. Das gab die Organisation auf einem Treffen in Abu Dhabi bekannt. Laut der Studie würden die wirtschaftlichen Vorteile die Kosten für den Ausbau aufwiegen.


Globale Studie: 30 % regenerative Energie bis 2030 erreichbar

Auf der 4. Versammlung der IRENA setzten sich rund eintausend Vertreter aus 140 Ländern mit den Potenzialen von Cleantech auseinander. Als Diskussionsgrundlage legte die Organisation eine Studie vor, in der die Autoren den Ausbau der erneuerbaren Energien in 26 Staaten analysieren. Diese umfassen etwa 75 % des internationalen Energieverbrauchs, sodass die Untersuchung aussagekräftige Ergebnisse zeigte. Die Verantwortlichen kommen zum Fazit, dass bei entsprechenden politischen Anstrengungen der Anteil regenerativer Energien in diesen Staaten bis 2030 verdoppelt werden könnte. Momentan liegt er dort bei rund 15 %. Die Autoren bieten auch Lösungswege, wie Politik und Unternehmen dieses Ziel erreichen können. Einen Schwerpunkt legen sie auf die Wärmeerzeugung und den Transportsektor, sie widmen sich aber auch der Stromproduktion. Durch den Beitritt Chinas zu IRENA können alle Anhänger der Energiewende die Hoffnung schöpfen, dass sich die aufgezeigten Potenziale realisieren lassen: In Abu Dhabi haben Vertreter der aufstrebenden Wirtschaftsnation zugesagt, die Ziele der Organisation unterstützen.

Kostenneutraler Ausbau möglich

Die erst 2009 auf deutschen Vorschlag gegründete Agentur wächst rasend schnell, viele Staaten interessieren sich für den Ausbau der erneuerbaren Energien. Dieser Trend erklärt sich dadurch, dass die Energiewende nicht nur Ausgaben verursacht. Auf der anderen Seite beschert sie wirtschaftliche Dynamik und Einnahmen für Unternehmen und den Staat. Nach Berechnungen in der Studie würde die angestrebte Verdoppelung des Erneuerbaren-Energien-Anteils gesamtwirtschaftlich zu keinen zusätzlichen Belastungen führen. Den notwendigen Ausgaben für die Infrastruktur stehen laut den Autoren positive Effekte gegenüber:

  • Momentan arbeiten international fünf bis sechs Millionen Menschen in diesem Cleantech-Sektor. Durch einen zügigen Ausbau könnte sich die Anzahl verdreifachen.
  • Die Energieerzeugung mit fossilen Brennstoffen kostet Geld, insbesondere durch ökologische Zerstörung und gesundheitliche Schäden bei Menschen. Mit der Energiewende lassen sich diese Ausgaben senken.

Organisation geht von hohem Potenzial bei alternativen Energien aus

Vertreter von IRENA zeigen sich zuversichtlich, dass sich der Anteil regenerativer Energien bis 2030 verdoppeln lässt. Die breite Beteiligung am Treffen in Abu Dhabi, an dem über 70 Energieminister teilnahmen, beweist das politische Interesse an einer sauberen Stromproduktion. Viele Staaten erhoffen sich von der Energiewende ökologische und wirtschaftliche Vorzüge. Auch auf dem ThomasLloyd Cleantech Congress Europe 2014 wurden diese wichtigen Themen besprochen.

Bild: monsterdruck.de – Fotolia

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