Home Allgemeinwissen Fortschritt – immer zwei Seiten der Medaille

Fortschritt – immer zwei Seiten der Medaille

Der Fortschritt – zum Beispiel auf dem Gebiet der Naturwissenschaften und vor allem auch der Medizin- hat sehr oft zwei Seiten, eine unumstritten positive und häufig auch eine sehr negative, für viele Menschen sogar Furcht einflößende. Die immer neuen Entdeckungen, wie sie etwa aus dem Bereich der Genforschung fast ständig berichtet werden, können einen schon erschrecken. Diese rasanten Entwicklungen in hoch sensiblen Bereichen werden uns in Zukunft immer mehr vor die Herausforderung stellen, immer wieder Neu zwischen richtig und falsch entscheiden zu müssen. Doch wo hat die Ethik ihre Grenzen, und wo darf die Effizienz oder ganz allgemein der Nutzen eines neuen Verfahrens über sie gestellt werden. Diese Fragen wird es immer wieder neu zu diskutieren gelten, so dass es dringend von Nöten ist, genau dafür Forum zu schaffen – in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.

Das Problem der Nachvollziehbarkeit

Für den Laien sind neueste Entwicklungen aus sensiblen Bereichen wie Gentechnologie häufig schwer nachvollziehbar. Wer sich nur wenig mit der Materie auskennt, der ist immer auf die Ehrlichkeit und Transparenz der Forschung Treibenden angewiesen. Hier ist auf jeden Fall die Politik gefragt, um der Gesellschaft die Möglichkeit zu geben, in diesen Bereichen soweit Schritt zu halten, dass sich überhaupt eine öffentliche Meinung bilden kann.

Im Großen und Ganzen haben viele Menschen ja ganz grundsätzlich eher eine Furcht vor so ungeheuerlich klingenden Vorgängen wie sie zum Beispiel in der Stammzellenforschung mittlerweile von statten gehen. Hier sollte aber immer differenziert werden, worum es sich genau handelt und wie und wozu die Ergebnisse der Forschung eingesetzt werden. Durch die Differenziertheit der Anwendungsgebiete ist es schwer, Forschung auf heiklen Gebieten gänzlich abzulehnen. Man denke an die Spannbreite der Akzeptanz eines Forschungsbereiches, das genmanipulierte Lebensmittel aber auch Heilung für Krebspatienten hervorbringen kann.

Reizwörter

Im Laufe der letzten Jahre haben sich schon einige Reizwörter entwickelt, die beim Laien ungemütliche bis düstere Assoziationen hervorrufen. Beispielsweise das Wort „genmanipuliert“ ist keinesfalls positiv besetzt, und hier ist es zuerst einmal egal in welchem Kontext es fällt. Ist von lebendigen Organismen geredet, mit denen gearbeitet wird, so kann auch dies eher beunruhigend klingen. Muss es aber nicht sein, wenn man zum Beispiel an die Energiegewinnung durch neue Technologien im Segment der Bioreaktoren denkt. Eine absolut positive Sache, die keinesfalls mit unethischer Genmanipulation zu tun hat, doch auf den ersten Blick könnte es einen in die Irre führen, wenn man als Laie hört, dass lebendige Organismen genutzt werden. In diesem Fall handelt es sich dabei nur um die Wärme, die beim Kompostieren durch die Bakterien bzw. Mikroorganismen entsteht und wiederum zur Energiegewinnung genutzt werden kann. An diesem Beispiel kann man sehen, wie wichtig es ist, hier bei Konsumenten oder Patienten oder in welche Rolle auch immer der Einzelne einer Gesellschaft hier kommen kann, für Aufklärung zu sorgen und es bei all dem Fortschritt nicht zu versäumen, auch die einzelnen Menschen Schritt halten zu lassen.

Quelle des Bildes: Darren Baker – Fotolia

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