Home Allgemeinwissen Frühaufsteher vs. Langschläfer: Der frühe Vogel fängt den Wurm!?

Frühaufsteher vs. Langschläfer: Der frühe Vogel fängt den Wurm!?

Frühaufsteher und Langschläfer werden sich wohl nie gegenseitig verstehen und ebenso wenig einig werden, wessen Methode, den Tag zu beginnen, nun die bessere ist.

Doch haben Frühaufsteher gegenüber Langschläfern vielleicht doch einen Vorteil? Immerhin gibt es es so bekannte Sprichwörter wie „Der frühe Vogel fängt den Wurm“, „Morgenstund‘ hat Gold im Mund“ oder „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“. Ist da etwas dran? Oder stammen diese Weisheiten nur von Menschen, die Langschläfern ein schlechtes Gewissen einreden oder sie dazu bringen wollen, das wärmende Bett endlich einmal früher zu verlassen? Spricht da der reine Neid aus ihnen oder ist tatsächlich sinnvoller, seinen Tag zeitig zu beginnen?

Frühaufsteher vs. Langschläfer: Die Vorteile im Alltag

Der größte Vorteil des Frühaufstehers ist der offensichtlichste: Sie haben mehr vom Tag. Wer morgens länger schläft, verpasst je nach Jahreszeit ein paar mehr oder wenige der Sonnenstunden, die gerade im Herbst und Winter doch so rar gesät und damit umso kostbarer sind. Wer früher mit der Arbeit beginnt, kann außerdem eher in den Feierabend gehen und sich bereits auf ein gemütliches Bierchen mit Freunden treffen, während Andere noch im Büro über ihren Akten sitzen.

Andererseits gehen Frühaufsteher meist auch eher schlafen, mit langen Partynächten läuft nach einem früh begonnenen Arbeitstag nicht unbedingt mehr so viel wie bei Jemandem, der sich gründlich ausschlafen konnte – Ein wichtiger Pluspunkt für viele Langschläfer. Sehr viel eindrucksvoller mag jedoch die Einschätzung vieler Mediziner sein, dass gerade einmal bis knapp 10 Prozent der Deutschen vor 9 Uhr morgens überhaupt voll leistungsfähig sind. Der absolute Großteil der Bevölkerung steht demnach umsonst früh auf, wirklich konzentriert arbeiten können Viele erst im Laufe des Vormittags.

Leben Langschläfer gesünder als Frühaufsteher?

Nach dieser Beobachtung leben die meisten Deutschen entgegen ihrem natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus und tun ihrem Körper damit auf Dauer Unrecht. Vor allem Diejenigen, die nicht früh genug ins Bett gehen, um trotz zeitigem Weckerklingeln auf eine gesunde Schlafzeit zu kommen, leben höchst ungesund, mahnen Mediziner. Schlafmangel führt gemeinhin zu Stress, und der kann schwerwiegende Folgen haben: Er hemmt die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit, kann unter Umständen Bluthochdruck, Übergewicht oder Depressionen hervorrufen und im schlimmsten Fall – so meinen Ärzte – sogar Herzinfarkte, Unfruchtbarkeit oder andere schwerwiegende Gesundheitsschädigungen zur Folge haben.

Aber: Chronische Langschläfer sind deswegen nicht automatisch besser dran. Zu viel Schlaf ist ebenso ungesund wie zu wenig. Wer Tag für Tag mehr als acht Stunden schläft, verkürzt dadurch seine durchschnittliche Lebensdauer und erhöht zum Beispiel das Risiko, ebenfalls einen Herzinfarkt zu erleiden oder aber an Diabetes zu erkranken. Die ideale Schlafzeit richtet sich vor allem nach dem Alter: Während Säuglinge rund 16 Stunden und Jugendliche noch 9 Stunden Schlaf brauchen, gilt für den durchschnittlichen Erwachsenen eine Dauer von 6 bis 8 Stunden als ideal. Im Alter sinkt das Schlafbedürfnis dann weiter auf bis zu unter 6 Stunden.

Weder zu viel, noch zu wenig Schlaf ist also gesund, und beide Gewohnheiten haben ihre Vor- und Nachteile. Im Kampf Frühaufsteher gegen Langschläfer heißt es daher einmal mehr: Die goldene Mitte wäre der hier richtige Weg.

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