Schon vor einiger Zeit habe ich über Nanoröhrchen berichtet. Nun gibt es ein weiteres vielversprechendes Einsatzgebiet für sie: sie dienen als Klebstoff.

Die Idee kommt von der Untersuchung von Geckos. Diesen gelingt es mit einer relative geringen Fläche an ihren Füßen an Wänden zu “kleben”. Dies können sie ähnlich wie Insekten. Nur ist es bei ihnen noch erstaunlicher, da sie einiges mehr wiegen. Das hat einige Forscher dazu gebracht dem Geheimnis dieser Klebekraft auf die Spur kommen zu wollen. Dies gelang auch schon vor einiger Zeit.

Gecko GNU-Lizenz für freie Dokumentation

An den Füßen der Geckos sind kleine Haare. Diese sind am Ende noch einmal gespalten, wodurch sich die Oberfläche nochmals vergrößert. Die Größe der Haare bewegt sich dabei in Dimensionen von ungefähr 200 Nanometern. Durch diese Technik gelingt es eine große Menge von van-der-Waals-Kräften auf kleinem Raum zu entfalten. Zwar entfaltet sich an jedem Haar nur eine kleine Kraft aber durch die vielen Haare erreicht der Gecko eine Klebekraft von bis zu 250 Newton.

Am Georgia Institute of Technology  haben Forscher um Zhong Lin Wang diese Technik nun nachgebildet. Hierzu haben sie sich Nanoröhrchen bedient. Diese sind ebenfalls sehr klein. An eine regelmäßige Anordnung von Nanoröhrchen werden weitere wellenartige Röhrchen angebracht. Durch diese Anordnung wird ein ähnlicher Effekt wie bei den Geckofüßen erreicht.

Die Klebkraft dieses Stoffes ist dabei sogar noch höher als bei den Haaren der Geckos. So ergibt sich eine Tragekraft von bis zu 100 Newton pro Quadratzentimeter Klebefläche. Der Kleber hat denselben Vorteil wie die Füße der Geckos: er lässt sich leicht wieder entfernen und dann wieder neu verwenden. Die Herstellung ist jedoch noch sehr aufwendig und teuer. Bis ein marktreifes Produkt zu erwarten sein wird, dürfte noch einiges an Zeit vergehen.Similar Posts:

 

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