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Geo-Engineering: Was steckt dahinter?

Auch wenn niemand es gerne hören möchte, der Klimawandel ist eine wissenschaftliche Tatsache, die bereits jetzt Einfluss hat auf unser Leben hat. Schreitet die Veränderung des Klimas weiter voran, wird sich die Erde innerhalb der nächsten 100 Jahre drastisch verändern. Welche Möglichkeiten gibt es, die verhindert, unseren Kinder und Enkelkindern solch ein Erbe zu hinterlassen? Geo-Engineering könnte die Antwort auf diese Frage sein.

Warum wir die Umwelt verschmutzen müssen

Traditionelles Denken führt zu dem Schluss, dass der Kohlendioxidausstoß gesenkt werden muss, wenn der Klimawandel gestoppt werden soll. Dafür wäre es nötig, dass keine Energie mehr aus fossilen Brennstoffen gewonnen wird. Aber ist es realistisch, dass sich die Menschheit von heute auf morgen besinnt und keine fossilen Brennstoffe mehr verbraucht, die die Umwelt zerstören? Und selbst wenn sie es wollte, könnte sie es? Tatsache ist, dass ohne die Energie, die uns von den fossilen Brennstoffen zur Verfügung gestellt wird, heutzutage keine Gesellschaft funktionieren kann. Der Straßenverkehr, der Anbau und die Verteilung von Nahrung, medizinische Versorgung, die Herstellung von Produkten des alltäglichen Gebrauchs, das alles funktioniert derzeit nur, weil wir fossile Energien haben. Die erneuerbaren Energien können die Rolle der fossilen Energie jetzt und in absehbarer Zeit noch nicht übernehmen. Im besten Fall werden noch Jahrzehnte vergehen, bis sie ausreichend ausgebaut sind, und auch das ist unwahrscheinlich. Daher muss die Menschheit weiterhin Unmengen an Kohlendioxid ausstoßen, wenn die Welt, wie wir sie kennen, nicht zusammenbrechen soll. Aber was ist, wenn man nicht weiter in traditionellen Bahnen denkt und neue Wege sucht, um die Umwelt zu retten?

Was ist Geo-Engineering?

Stellen Sie sich folgendes Bild vor: Ein riesiges Schiff, das beladen ist mit 100 Tonnen Eisenpartikeln, verlässt sang und klanglos einen Hafen, fährt ein paar Tage über die offene See und kippt dann den riesigen Schrottberg in den pazifischen Ozean. Was erscheint wie Umweltverschmutzung, könnte jedoch genau das Gegenteil sein: Die Eisenpartikel sollen nämlich das Algenwachstum im Meer drastisch beschleunigen. Wenn dies gelänge, könnte der Klimawandel gestoppt werden, da Algen das Treibhausgas Kohlendioxid, das verantwortlich ist für den Anstieg der Temperatur, in hohen Mengen absorbieren. Je mehr Algen im Meer umher schwimmen, desto weniger wird die Luft mit Kohlendioxid verschmutzt. Der Grundgedanken von Geo-Engineering ist ebenso simpel wie genial: Mit Technologie, die in manchen Fällen fast schon wie Science-Fiction erscheint, soll die Umwelt zu unseren Gunsten verändert werden.

Und was kommt zum Schluss?

Die Idee klingt verlockend. Es wäre fantastisch, könnte der Mensch die Umwelt nach Belieben beeinflussen. Nicht nur, dass dadurch der Klimawandel verhindert werden könnte, beispielsweise könnte auch eine Wüste, die nur aus Sand und Hitze besteht, umgewandelt werden in fruchtbares Ackerland. Nahrung könnte angebaut werden, die dazu beiträgt, den Hunger auf der Welt abzuschaffen. Leider hat die Sache mit dem Geo-Engineering einen gravierenden Haken: Bis jetzt weiß noch niemand, welche Folgen die Eingriffe in die Natur haben werden. Wenn es gelingt, ist alles wunderbar, und wenn nicht, dann steht die Menschheit vielleicht noch vor viel größeren Problemen.

BIld: Ewe Degiampietro – Fotolia

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