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Kein einfacher Typ: Porträt Jörg Schmadtke

Der ehemalige Bundesliga-Torhüter Jörg Schmadtke arbeitet seit 1998 abwechselnd als Trainer und sportlicher Leiter bei namhaften Vereinen. Bei seinen Tätigkeiten verbuchte er einige Erfolge. Doch mehrfach kam es zu Streitigkeiten zwischen ihm und Verantwortlichen.






Ende als Sportdirektor in Hannover: zwischenmenschliche Probleme

2009 übernahm Jörg Schmadtke die Position des sportlichen Leiters beim Bundesligisten Hannover 96. 2013 endete die Zusammenarbeit auf Wunsch Schmadtkes, im gegenseitigen Einvernehmen lösten er und der Verein den Vertrag auf. Unbeteiligte Beobachter waren damals überrascht, dass der ehemalige Keeper diesen Job aufgab. Als Sportchef konnte er auf große Erfolge zurückblicken. Zwei Mal erreichte Hannover 96 die Qualifikation für die Europa League. Für die Niedersachsen, die lange zwischen der ersten und zweiten Liga pendelten, stellten das eindrucksvolle Ergebnisse dar; auch prominente Fans wie Carsten Maschmeyer und Nicolas Kiefer waren hellauf begeistert. Doch Schmadtke wollte sein Engagement nicht fortsetzen. Schon Monate lag er im persönlichen Clinch mit dem Trainer Mirko Slomka. Obwohl Trainer und Sportchef eng kooperieren müssen, vermieden sie den direkten Kontakt. Sie tauschten sich fast ausschließlich per E-Mail aus. Vermittlungsversuche des Präsidenten Martin Kind führten nicht zum gewünschten Ziel.

Turbulenzen um mögliches Engagement beim HSV

Antipathien zwischen zwei Personen können vorkommen. Doch bei Schmadtke zeigt sich ein Muster. Nach seinem Abgang in Hannover bewarb er sich auf den Posten des Sportschefs beim HSV. In einem Casting begutachtete der Aufsichtsrat verschiedene Kandidaten. Statt eines Engagements folgte ein öffentlicher Streit. Aufsichtsrat Jürgen Hunke kritisierte den Auftritt Schmadtkes. Er soll während des Termins keinerlei Interesse gezeigt und kein Gespräch mit den Aufsichtsratsmitgliedern gesucht haben. Schmadtke antwortete scharf: Er warf Hunke mangelnde Beteiligung bei der Fragerunde vor und kam grundsätzlich zum Ergebnis, dass der Hamburger SV über keine professionellen Strukturen verfüge.
Lange zuvor endete Schmadtkes siebenjährige Tätigkeit in Aachen 2008 unschön. Zu Saisonbeginn hatte sich Schmadtke mit dem Klub auf eine Vertragsauflösung zum Ende der Spielzeit geeinigt. Entgegen der Absprache veröffentlichte er dies, der Verein entließ ihn sofort.

Schwierige Persönlichkeit kostet Schmadtke Sympathien

Wer Schmadtkes Karriere als Verantwortlicher außerhalb des Fußballplatzes verfolgt, stellt fest: Zwischenmenschliche Beziehungen scheinen nicht seine Stärke zu sein. Häufig entstehen zwischen ihm und anderen Konflikte, die wie in Hannover auch ein Schlichter nicht lösen kann.

Artikelfoto: Starpress

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