Home Allgemeinwissen Kinder in der Pubertät – schrecklich?

Kinder in der Pubertät – schrecklich?

Eltern gruseln sich ja in der Regel kollektiv vor der Zeit, in der ihr Sprössling in die Pubertät kommt.

Dass Junior sich körperlich weiter entwickelt und beginnt, ist dabei für Mütter und Väter sicher auch ein Thema, die Hauptsorge gilt allerdings doch dem Verhältnis untereinander. Plötzlich hat das Kind Geheimnisse, ist frech und zieht komische Klamotten an. Ständig gibt es Probleme und es wird gestritten. Hat das Kind denn überhaupt kein Gefühl mehr für Anstand und Taktgefühl? Warum benimmt er / sie sich so unmöglich? Und was will Junior mit zwölf schon mit einem Freund / einer Freundin? Viel zu früh!

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Eltern haben es jetzt natürlich nicht leicht. Aber schon mal dran gedacht, dass auch der Teenager alles andere als eine einfache Zeit durchmacht? Nicht nur, dass man sich plötzlich auf nicht immer angenehme Art und Weise mit seinem eigenen Körper und fremdartigen neuen Funktionen und Bedürfnissen von selbigem konfrontiert sieht – nein, zusätzlich sind auch alle zwischenmenschlichen Kontakte plötzlich viel schwieriger. Vor Allem zu Hause.

Einblick in das Thema Teenager und Alkohol.

Jugendliche erleben in ihrer Pubertät auf psychischer Ebene so Einiges. Zum Einen werden sie sich ihrer Individualität bewusst, wollen mehr „ich“ sein und weniger „das Kind“. Außerdem sehnen sie sich nach der Zugehörigkeit in Gruppen von Gleichaltrigen. Wenn man das berücksichtigt, ist es doch klar, dass „Junior“ plötzlich so auf kontra geht. Man kann nun mal nicht mehr „ich“ sein, wenn man immer nur auf das hört, was Mama und Papa einem vorschreiben. Es beginnt eine Zeit, in der die Jugendlichen sich ihre eigene Meinung zu Dingen bilden und nicht mehr nur auf die Erfahrung der Eltern zurückgreifen wollen. Und diese Meinungsbildung muss man seinem Kind an der Stelle auch lassen. Mit allem was dazu gehört, gerade auch mit Fehlern, die passieren.

Besonders wichtig ist es, keine Herablassung oder Besserwisserei an den Tag zu legen. Natürlich wissen Sie es als Elternteil besser, Sie sind ja auch um Einiges älter! Aber man lernt eben nur etwas über das Leben, indem man lebt. Also – entspannen Sie sich, Ihr Sprössling meint es bei Weitem nicht so böse, wie es manchmal rüberkommt. Er will Ihren Rat einfach nicht oder Ihre Vorschriften, denn er prüft jetzt ganz genau, was er selbst denkt und richtig findet. Und eine eigene Meinung ist doch unterstützenswert? Ihr „Kind“ ist nicht mehr klein, sondern wird erwachsen. Und dass das nicht einfach ist, wissen Sie ja vielleicht auch noch. Also machen Sie aus Kleinigkeiten kein Drama und lassen Sie Ihr gekränktes Ego eben auch mal beiseite.

Das heißt natürlich nicht, dass man seinen Teenager ins Verderben rennen lassen soll. Bei Drogenproblemen und anderen kriminellen Dingen bitte entsprechende Beratungsstellen aufsuchen.

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