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Männerhaut aus wissenschaftlicher Sicht

Wer glaubt, dass die Haut von Männern weniger Pflege bräuchte, nur weil sie durch den Bartwuchs weniger empfindlich wirkt, täuscht sich. Das Gegenteil ist der Fall. Die biologischen und hormonellen Unterschiede zwischen Mann und Frau machen sich auch in der Beschaffenheit der Haut bemerkbar, weswegen eine persönliche Hautberatung oder eine Online-Beratung auch für derbe Männerhaut sinnvoll ist.

Der Unterschied zwischen Männern und Frauen: wenige Mikrometer

Männliche Gesichtshaut ist zwar im Durchschnitt ein paar wenige Mikrometer dicker als weibliche, in der Regel produziert sie aber auch mehr Talg und Fett. Das führt zu dem häufigen Trugschluss, sie sei deswegen weniger pflegebedürftig. All diese Faktoren und das mitunter tägliche Rasieren und die genetisch bedingten größeren Poren machen eine besondere Pflege nötig.
Denn die größeren Poren bilden in Zusammenhang mit der erhöhten Talgproduktion einen idealen Rückzugsort für Keime – Akne und Mitesser entstehen, wogegen nur eine entsprechende Reinigung hilft.

Das Geheimnis straffer Haut: der Hydro-Lipid-Film

Umgekehrt sorgt die erhöhte Fett- und Talgproduktion und der hierdurch entstehende Hydrolipidfilm (Wasser-Fett-Film) auf der Epidermis für straffer wirkende Haut. Durch den Film kann in der Dermis, der Lederhaut, die gespeicherte Feuchtigkeit besser erhalten werden – Männerhaut mit Damenpflegeprodukten zu behandeln, kann also am Ziel vorbei schießen, da sie einen ganz anderen Aufbau und Pflegebedarf hat.
Dies zeigt sich auch bei der späteren, dafür aber tieferen, Faltenbildung und dem erhöhten Hautkrebsrisiko, das Männer im Vergleich zu Frauen haben. Wüssten Männer um ihr statistisch deutlich erhöhtes Risiko, würden sie wohl andere UV-Schutzmaßnahmen ergreifen.
Beratungsseiten für Männer wie der Nivea Men Pflegecoach helfen dabei, die passende Pflege und dermatologische Aufklärung für „typische Männersachen“ zu finden.

Und dann die kleinen Haare

Ein besonderes Pflegegebiet des männlichen Gesichts ist die durch das durch Testosteron aktivierte Bartwachstum. Da die männliche Haut auch von mehr Blutgefäßen durchzogen ist als die weibliche, entstehen bei der Rasur leicht Hautreizungen. Rötliche Flecken, sogenannte Erythrosis, trockene Haut und eingewachsene Härchen gehören ebenfalls zum „Problemrepertoire“ der Männerhaut.

Wahre Männer haben Zeit für sich

Letztlich scheuen sich viele Männer vor der Auseinandersetzung mit der eigenen Haut, weil dies Zeit zu beanspruchen scheint, die mann lieber anderweitig investiert. Und weil es als unmännlich gilt, sich mit Kosmetik zu beschäftigen. Dabei sind es gerade die echten Kerle, bei denen das Testosteron seine (teilweise unerwünschte) Wirkung tut, die sich um ihre Haut kümmern sollten. Und zwar, um auch in zehn Jahren noch männlich zu wirken!

photo: Aaron Amat – Fotolia

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