Home Allgemeinwissen Meteorologie – die wissenschaftliche Betrachtung des Wetters

Meteorologie – die wissenschaftliche Betrachtung des Wetters

Dass eine Wissenschaft mit ihren Aufgaben wächst und in ihrem Stellenwert immer weiter zunimmt, kann von der Meteorologie, ursprünglich hervorgegangen aus der Physik, mit Fug und Recht behauptet werden. Denn die Wissenschaft vom Wetter hat nicht nur für Logistikfirmen und Energieunternehmen einen hohen Stellenwert. Exakte Hochwasserwarnungen, ebenfalls Aufgabe der Meteorologie, sind für Flussanwohner oder Schiffe sogar überlebenswichtig.

Verlässliche Wetterprognosen durch Millionen von Daten

Auch im globalen Zusammenhang ist die Erforschung von Wetterphänomenen angesichts des Klimawandels für alle Erdbewohner von zentraler Bedeutung. Die Erkenntnisse der Meteorologie haben auch längst Einzug in moderne Messtechnik gehalten, so ist es heutzutage beispielsweise möglich, Heizanlagen großer Gebäude mit entsprechenden Steuerungsmodulen zur Wettervorhersage auszustatten. Wetterphänomene, Wettervorhersagen und das Sammeln von verschiedenen Wetterdaten waren immer schon Teil der menschlichen Kultur. Auch die heute noch geläufigen Bauernregeln leiteten sich aus der intensiven Beobachtung des Himmels und seiner Wetterextreme ab. Vieles davon ist selbstverständlich heute nicht mehr wissenschaftlich haltbar und längst überholt, wie immer gibt es aber auch bei Volksweisheiten zum Wetter einen wahren Kern. Um Wetter voraussagen zu können, ist eine Unmenge von Daten erforderlich. Mittels des Telegrafen konnte etwa ab Mitte des 19. Jahrhunderts eine beachtliche Datensammlung über das Wetter angelegt werden.

Wetterprognosen für jeden Winkel der Erde

Doch wirklich verlässliche Vorhersagen waren erst mit dem Beginn des Computerzeitalters möglich, als nämlich Wetterdaten von allen Winkeln der Erde zur meteorologischen Auswertung zusammengetragen werden konnten. Heute stehen Wetterstationen zur Datenerfassung überall auf der Welt, auf dem Mount Everest, in der Wüste oder auch am Nordpol werden rund um die Uhr Daten beispielsweise zu Windrichtungen, Temperaturen, Niederschlagsmengen oder Sonnenstunden gemessen und ausgewertet. Als Teilbereich der Physik hat die Meteorologie längst komplexe mathematische Systeme entwickelt, um für jeden Ort auf der Welt verlässliche Wetterprognosen abgeben zu können. Mittlerweile gibt es alleine in der Bundesrepublik Deutschland 14 Lehrstühle für Meteorologie als Wissenschaft der atmosphärischen Physik.

Die zunehmende Wichtigkeit von Wetterprognosen in der Wirtschaft

Wettervorhersage ist auch heute noch trotz der großen vorhandenen Datenmengen ein komplizierter Vorgang, der fundiertes physikalisches und auch mathematisches Wissen voraussetzt. Wetterdienstleister werden auch für die Wirtschaft immer interessanter, Bauvorhaben, die Errichtung von Wind- und Solaranlagen sind an Wetterdaten gekoppelt, ja sogar Versicherungen und Medien verfügen heute über eigene oder gebuchte Meteorologen.

Bildurheber: Wendy Kaveney (Fotolia)

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