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Mord im Gurkenbeet von Alan Bradley

Mord im Gurkenbeet hat sich in Windeseile in den Herzen der Krimifans einen Platz gemacht. Dank einer bezaubernden jungen Ermittlerin und einem unverkennbaren Schreibstil macht das Lesen dieses Buches einfach höllischen Spaß.

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Alan Bradley ist Kanadier, was man seinem Roman kaum anmerkt. Die Geschichte spielt sich im Großbritannien der 1950er Jahre ab und alles dreht sich um die elfjährige Ermittlerin Flavia de Luce, die einen Todesfall aufklären möchte, der sich im heimischen Gurkenbeet ereignet hat.

Mord im Gurkenbeet – Selten Briefmarken und schräge Charaktere

Flavia hat es nicht leicht. Sie wächst als Halbwaise in einem großen Anwesen neben zwei zickigen Schwestern und einem eher scheuen Vater auf, der eines Tages des Mordes an einem rothaarigen Mann bezichtigt wird, dessen Leiche im Gurkenbeet der Familie von Flavia gefunden wird.

Nun stellt sich natürlich die große Frage, wer den Mann auf dem Gewissen hat. Die Antwort auf die mysteriöse Angelegenheit liegt irgendwo zwischen seltenen Briefmarken, toten Schnepfen und ein weit in die Vergangenheit reichendes trauriges Ereignis.

Gewinner des Debut-Dagger Awards

Dieser äußerst humorvolle und gewitzte Roman hat das Unmögliche geschafft. Aufgrund nur eines einzigen Kapitels wurde ihm der Dagger Award in der Kategorie des „besten Werkes eines bisher nicht veröffentlichten Autors“ verliehen. Und man kann nur sagen: zu Recht.

Die junge Flavia dürfte der allseits bekannten Miss Marple gehörig Konkurrenz machen. Der junge Naseweiß ist gewitzt und verfügt über eine außerordentliche Kombinationsgabe, mit der sie das Verbrechen schließlich auflösen kann.

Wer allerdings einen blutigen und spannenden Roman erwartet, wird wohl enttäuscht werden. In dem ganzen Roman fließt kein Tropfen Blut. Aber für alle Freunde anspruchsvoller und humorvoller Krimis dürfte Mord im Gurkenbeet ein gefundenes Fressen sein. Und all denjenigen, die nicht genug von Alan Bradley kriegen sei gesagt, dass es einen Nachfolger gibt, der auf den schönen Namen „Mord ist kein Kinderspiel“ hört.

Fazit: Absolut lesenswert.

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