Home Geisteswissenschaften Literatur Nach einer wahren Begebenheit…Teil 1: „Schauergeschichten“

Nach einer wahren Begebenheit…Teil 1: „Schauergeschichten“

Es heißt nicht umsonst, dass das Leben die besten Geschichten schreibt. Einige der bekanntesten Romane sind zumindest angelehnt an Geschichten, die sich tatsächlich so zugetragen haben. Einige sind rührend, einige dazu angetan, einem Schauer über den Rücken laufen zu lassen.

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Es gibt viele Romane, die mit einer paratextuellen Markierung versehen sind, genauer gesagt mit dem Satz: Nach einer wahren Begebenheit. Trotzdem muss die Geschichte nicht tatsächlich auf einer solchen basieren.

Einige Autoren täuschen diesen Authentizitätsanspruch vor, um das Interesse zu steigern. In den folgenden Fällen allerdings ist ein solches Täuschungsmanöver nicht nötig – diese Geschichten basieren tatsächlich auf einer realen Begebenheit.

Ein realer Schrecken

Wer erinnert sich nicht an einen gewissen Film, in dem die Hauptdarstellerin brutal unter der Dusche ermordet wird – natürlich ist die Rede von Alfred Hitchcocks „Psycho“. Der Kult-Thriller basierte auf dem gleichnamigen Roman von Robert Bloch aus dem Jahr 1959.

Gut, die Ereignisse in Bate’s Motel haben sich so nicht zugetragen, allerdings gab es für die Figur de Norman Bates ein reales Vorbild – den Mörder Ed Gein. Dieser Serienkiller hatte seinerzeit mehrere Frauen ermordet und verstümmelt. Es wurde auch vermutet, dass er kannibalisch veranlagt war.

Auf seinem Grundstück fand man später Leichenteile und Masken aus menschlicher Gesichtshaut. Ein echter Grusel-Fall. Letzteres wurde später zum Beispiel auch für die Darstellung des Serienmörders in „Das Schweigen der Lämmer“ aufgegriffen.

Andrea Maria Schenkel: Tannöd

Die deutsche Autorin schrieb einen Kriminalroman über den sechsfachen Mord auf einem fiktiven abgelegenen Hof mit dem Namen Tannöd. Dabei wurden die Geschehnisse abwechselnd aus der Sicht der Betroffenen, auch aus der des Mörders geschildert.

So entsteht nach und nach ein Gesamtbild der Umstände und der grausigen Tat. Der Roman wurde drei Jahre nach Erscheinen verfilmt.

Der Roman basiert auf einem realen Kriminalfall. 1922 wurden auf einem abgelegenen oberbayrischen Hof die gesamte Familie, sogar zwei Kinder und die neu angestellte Magd ermordet. Der Fall konnte von den Ermittlern nie aufgeklärt werden, was wohl auch der Zeit, in der sich das Verbrechen ereignete, geschuldet ist.

Bei den Ermittlungen stellte sich lediglich heraus, dass der Täter sich schon vor und einige Tage nach dem Mord auf dem Hof versteckt gehalten haben musste. Der Hof existiert heute nicht mehr, allerdings erinnert noch eine Gedenkstätte an das Drama.

Truman Capote Kaltblütig

Wenn man über Authentizität bei Romanen spricht, dann kann man „Kaltblütig“ von Truman Capote nicht unerwähnt lassen, denn es war die Intention des Autors zu zeigen, dass ein Tatsachenbericht genauso spannend sein kann, wie eine rein fiktive Handlung. Damit hatte er Recht. Der Roman erschien erstmals 1965 und war eine echte Sensation.

Capote hatte die Morde an der Farmerfamilie Cuttler aufgearbeitet, die von zwei ehemaligen Häftlingen begangen worden waren und für großes Aufsehen gesorgt hatten.

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