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Naturphänomen Geysir – so entstehen die Springquellen

Artikelgebend ist die Entstehung einer Springquelle.

Geysire sind beeindruckende Naturschauspiele. Die berühmtesten heißen Springquellen der Welt befinden sich in Island und im Norden der Vereinigten Staaten im Yellowstone-Nationalpark. Schon immer faszinierte die Kraft der vulkanischen Wärme die Menschen, doch erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts fand der deutsche Chemiker Robert Bunsen heraus, wie die gewaltigen Fontänen entstehen.

Nicht jede heiße Quelle wird zum Geysir

Der Begriff „Geysir“ kommt aus dem Isländischen und bedeutet so viel wie „wild strömend“ oder „hervorsprudelnd“. Es war vermutlich der isländische Bischof Sveinsson, der die heißen Fontänen, die in Island an mehreren Orten in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen hervorsprudeln, in der Mitte des 17. Jahrhunderts mit diesem Wort bezeichnete. Im engeren Sinne sind Geysire heiße Quellen: In einem langen Kanal sammelt sich Grundwasser, das durch die Hitze des umliegenden Gesteins zum Sieden gebracht wird. Kann der Dampf ungehindert kondensieren, sprudelt eine heiße Quelle. Gibt es auf dem Weg des Dampfes Hindernisse, entsteht ein Geysir. Typisch ist folgende Konstellation: Zwischen dem oberen und unteren Ende des Kanals hat sich ein Wasserreservoir gebildet. Der Druck der Wassermenge führt dazu, dass sich das Wasser im unteren Kanalabschnitt auf über 100 Grad Celsius erhitzt, weil sich der Siedepunkt durch den hohen Druck verschiebt. Ist die Temperatur so hoch, dass Wasserdampf entsteht, läuft der obere Kanal über, der Druck sinkt schlagartig und das überhitzte Wasser wird explosionsartig zu Dampf. Die Säule, die die Touristen staunen lässt, ist also eine Mischung aus Dampf und Wasser.

Ein unvergleichliches Naturspektakel

Damit das Naturschauspiel von vorn beginnen kann, muss das Kanalsystem erst wieder mit Grundwasser gefüllt sein. In der Nähe von Reykjavik befinden sich die berühmten Geysire Strokkur (Butterfass) und der Große Geysir. Sie zählen zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten Islands. Im sogenannten Geothermie-Gebiet Haukadalur sind hohe Temperaturen unter der Erdoberfläche besonders gut zu beobachten. Neben dem Strokkur und dem Großen Geysir fällt den Besuchern hier die Thermalquelle Blesi wegen ihrer tiefblauen Färbung sofort ins Auge.

Eine Reise in die Geschichte

Für Naturliebhaber zählt eine Tour nach Island zu den schönsten Reiseerlebnissen. Nirgendwo lässt sich Erdgeschichte und unberührte Natur so hautnah erleben wie hier. Informieren Sie sich zum Beispiel bei Tui-Wolters über Reisemöglichkeiten nach Island und lassen Sie sich von der Schönheit des Landes verzaubern.


IMG: naten – Fotolia

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