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Ökologischer Landbau: Definition und Entwicklungen

Ökologischer Landbau bezeichnet die Nahrungsmittelherstellung, die auf Grundlage „möglichst naturschonender Produktionsmethoden unter Berücksichtigung von Erkenntnissen der Ökologie und des Umweltschutzes geschehen soll“.

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Im Rahmen des Ökolandbaus wird auf die Verwendung bestimmter Pflanzenschutzmittel, Mineraldünger und Wachstumsförderer verzichtet. Weiterhin bleibt die Gentechnik außen vor. Den so gewonnen Produkte werden keine Farb- und Konservierungsmittel, synthetische Aromen und Geschmacksverstärker zugefügt.

Ökologischer Landbau wird in Verbänden organisiert

Ökolandbau wird in den meisten Fällen in Verbänden organisiert. Dazu gehören unter anderem die bekannten Ökoanbauverbände Demeter und Bioland. Aber auch Naturland, Gäa, Biopark und Ecoland haben sich dem ökologischen Anbau verschrieben.

Im Jahr 2002 wurde von Vertretern der Öko-Verbände, des Handels und der ökologischen Lebensmittelverarbeiter der „Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft“ (BÖLW) gegründet, der heute den Spitzenverband der gesamten Biobranche darstellt. Der BÖLW hat eine Broschüre veröffentlicht, in der die aktuelle Entwicklung innerhalb der Biobranche anhand von Zahlen und Statistiken detailliert dargestellt ist.

Entwicklung im Sektor des ökologischen Landbaus

Im vergangenen Jahr ist der Biosektor weiter angewachsen. Aktuellen Schätzungen zufolge hat sich die ökologisch bewirtschaftete Fläche in Deutschland um etwa 54.000 Hektar vergrößert. Dies entspricht einem Zuwachs von 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Zudem erhöhte sich die Zahl der Betriebe, die ökologischen Landbau betreiben, von ursprünglich 21.047 auf insgesamt etwa 22.000. Somit entsprechen die Zunahmen dem erkennbaren Trend der vergangenen Jahre.

Anwachsen der Nachfrage

Die Zuwächse im ökologischen Landbau sind sehr erfreulich, allerdings bleibt die Menge der erzeugten heimischen Produkte weit hinter der eigentlichen Nachfrage der Kunden zurück, wodurch es zu einem Anstieg der importierten Bioartikel kommt.

Innerhalb der EU ist Deutschland der größte Biomarkt. Im Jahr 2009 hatte Deutschland im Biosektor einen Umsatz in Höhe von 5,8 Milliarden Euro zu verzeichnen. Auf Platz zwei folgt Frankreich mit einem Umsatz von 3,04 Milliarden Euro und Großbritannien landete trotz eines leichten Rückgangs auf Platz drei (2,07 Milliarden Euro).

Die Broschüre des BÖLW können Sie hier einsehen.

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