Home Geisteswissenschaften Literatur Orhan Pamuk: Der Koffer meines Vaters – März 2010

Orhan Pamuk: Der Koffer meines Vaters – März 2010

Orhan Pamuk ist ein leidenschaftlicher Mensch: Er liebt seine Familie, er liebt die Literatur, liebt Istanbul und das Land, in dem ihm einige den Tod wünschen. Diese Leidenschaft findet in seinen Büchern Ausdruck. Der neuste Essayband, den der türkische Nobelpreisträger in den USA fertig stellte, huldigt genau dieser Leidenschaft und erscheint Anfang März unter dem Namen „Der Koffer meines Vaters“ im Hanser Verlag.

Orhan Pamuk’s neuer Essayband: Der Koffer meines Vater

Orhan Pamuk schafft mit seinen Büchern und Texten, wovon andere nur träumen: Er setzt die beiden bedeutendsten und richtungweisenden Emotionen bei seinen Lesern frei. Liebe und Hass. Die einen lieben seine Bildsprache, seinen poetischen Sprachgebrauch und die unermüdlichen Versuche, den Orient mit dem Okzident zu vereinen, so sehr, dass sie ihm 2006 den Literatur Nobelpreis verliehen. Die anderen, damit sind konservative, nationalistische Bürger seines Heimatlandes Türkei gemeint,wollen nicht nur am liebsten seine Bücher verbieten, sondrn gleich den ganzen Autor für immer mundtot machen.

Besonders sein politischer Roman „Schnee“ (türk. „Kar“) löste Kontroversen aus. Seit dem lebt Pamuk mit seiner Familie in den USA, obwohl er viele Jahre lange Reisen mied, weil er sich zu seiner Heimatstadt Istanbul so verbunden fühlte. Hier entstand auch der Essayband „Der Koffer meines Vaters“, der u.a. das Leben in New York beobachtet, sich der kindlichen Sicht seiner Tochter widmet, aber auch weiterhin politisch brisante Themen aufgreift. Mal mit Humor, mal tieftraurig, heiter und gegen den Strich gebürstet, so beschreibt Orhan Pamuk die ganz alltäglichen Besonderheiten des Lebens. Fans von Arundhati Roy, Amos Oz und Paul Auster finden bestimmt auch gefallen an diesem Autor!

Orhan Pamuks Nobelpreis Rede

Der Name der Essaysammlung, die in Deutschland am 8. März 2010 als gebundene Ausgabe im Hanser Verlag erscheint, geht übrigens auf die Rede zurück, die Pamuk als Dank für den Literatur Nobelpreis im Jahr 2006 hielt.

Hier erzählt er von den schriftstellerischen Ambitionen des verstorbene Vaters, der ihm seine Hefte in einem alten Lederkoffer vermacht hat und von der Lebensfreude und Leichtigkeit, mit der dieser lebte, auch wenn das Schreiben alles andere als ein Spaziergang ist. Die Übersetzung dieser Rede findet man hier und ist eine guter Vorgeschmack auf die poetische Reise zwischen türkischer Tradition und westlichen Werten mit viel persönlicher Note, die garantiert auch in „Der Koffer meines Vaters“ Orhan Pamuks Leser erwarten wird.

Orhan Pamuk: Der Koffer meines Vaters – aus dem Leben eines Schriftstellers
368 Seiten, erscheint am 08. März 2010 als gebundene Ausgabe im Hanser Verlag.

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