Home Ratgeber Prominente Studienabbrecher – Kind, was soll aus dir bloß werden?

Prominente Studienabbrecher – Kind, was soll aus dir bloß werden?

Studienabbrecher quält diese Frage oft Ewigkeiten, bis sie sich endlich dazu durchringen das ungeliebte Studium an den Nagel zu hängen. Eltern und Freunde reagieren meist verständnislos oder besorgt. Zu Recht? Stimmt das Klischee vom Studienabbrecher als Loser ohne Karriereperspektive wirklich?

Kind, was soll aus dir bloß werden? – Promi, Mama.

Gründe das Studium abzubrechen gibt es viele: mangelndes Interesse, Geldknappheit, Prüfungsangst, die Neigungen haben sich verändert oder der Stoff wird einfach nur trocken vermittelt. Wie auch immer, die meisten Studenten, die beschließen ihr Studium tatsächlich abzubrechen, machen sich die Entscheidung nicht leicht. Zu präsent ist das Bild vom Versager, der sich mit dem Knick im Lebenslauf die Zukunft verbaut, welches uns die Leistungsgesellschaft nur all zu gerne vermittelt. Dieses Klischee muss aber nicht stimmen. Schema F passt eben nicht auf alle Menschen. Wer aus freien Stücken und überzeugt das tut, was er für richtig hält und seinen wirklichen Neigungen entspricht, der hat meist viel größere Erfolge, als jemand, der sich einem Schicksal ergibt, das andere beschlossen haben. Lebende Beweise kenne wir fast alle, wissen es nur nicht. Das soll sich durch diesen Artikel ändern!

Das Sicherheitsnetz, das einem die Eltern mit dem Hochschulabschluss so sehr wünschen, weicht einem Seiltanzakt in luftiger Höhe, der jedoch auch seinen Kitzel haben kann. Freiheit vs. Sicherheit. Dafür braucht man allerdings auch Mut und von Zeit zu Zeit Nerven aus Stahlseil, gerade direkt nach dem Abbruch, um nicht in Depressionen und Minderwertigkeitsgefühlen zu versinken. Die folgenden Promis sind das beste Beispiel für eine steile Karriere ohne Hochschulabschluss.

Studienabbrecher weit verbreitet unter den Promis

Bill Gates studierte an der Uni in Harvard Mathematik, aber nicht lange. Er schmiss das Studium um das Computer-Imperium Microsoft zu gründen und ist heute einer der reichsten Millionäre der Welt. Michael Dell und der Apple-Gründer Steve Jobs taten es ihm gleich. Für richtige Comedy – Stars scheint so ein Studium einfach zu langweilig zu sein, so kann man eigentlich nur erklären, dass neben Anke Engelke, Bastian Pastewka, Barbara Schöneberger, Oliver Kalkofe und Dieter Nuhr auch Genregrößen wie Otto Waalkes und Jürgen von der Lippe der Uni vorzeitig Lebewohl sagten. Aber auch unter den Musikern gibt es prominente Studienabbrecher. Judith Holofernes, Sängerin der Band „Wir sind Helden“ begründete das Ende ihres Studiums der Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation überzeugend damit, dass sie an der Uni hauptsächlich gelernt habe, was sie im Leben nicht will, nämlich Werbestrategien austüfteln, um Menschen damit zu manipulieren. Vielleicht war ja auch Mick Jagger ihr Vorbild? Der beendete ebenfalls sein Studium der Wirtschaftswissenschaften, um sich seiner Band „The Rolling Stones“ zu widmen. Und noch einer, den wir als seriösen Moderatoren kennen, hat die Uni frühzeitig verlassen: Günther Jauch ging statt zur Vorlesung lieber zum Fernsehen. Weitere prominente Studienabbrecher sind die Regisseure Sönke Wortmann, Wim Wenders, Christoph Schlingensief und Roland Emmerich. Auf der Seite der Darsteller reihen sich Hollywoodstars wie Richard Gere, Gwyneth Paltrow, Heike Makatsch und Till Schweiger ein. Die Liste kann man noch ewig fortsetzen, denn man wird noch unzählige Beispiele aus Sport, Medien, Kunst, Wirtschaft und Politik finden, aber die eigentliche Aussage dürfte auch so klar sein. Studienabbrecher sind nicht einfach klischeebehaftete Verlierertypen. Gute Leistungen erbringen oft eher die, die etwas aus Leidenschaft und Überzeugung tun, nicht weil ein Abschluss sie dazu befähigt.

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2 Kommentare

  1. Familie K

    11. Oktober 2009 at 15:35

    Das sollte unsere Tochter lieber nicht lesen. Sie überlegt auch ob sie ihr studium abbricht. Sie möchte gerne eine eigene Firma gründen.

  2. Sandra

    28. Oktober 2009 at 13:19

    @Familie K
    Klingt interessant. Hat sie schon konkretere Pläne?
    Ich wünsche jedenfalls viel Glück, egal wie sie sich entscheidet. Die Hauptsache ist, es macht ihr Spaß!

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