Home Allgemeinwissen Prügeln, heulen, foulen – italienischer Fußball

Prügeln, heulen, foulen – italienischer Fußball

Die Weltmeisterschaft 2006 hat es bereits gezeigt – den italienischen Fußballer in seiner vollen Pracht.

Er ist sicher kein scheuer Zeitgenosse, der kickende Italiener. Wie sieht er aus, woran erkennt ihn der Laie in freier Wildbahn? Aufgepasst – er ist klein und dunkelhaarig: bei langem Haar ist dieses in der Regel strähnig und wirkt vernachlässigt. Des Weiteren fällt der italienische Fußballer durch seine behaarten Beine auf, die aus seinen Fußballshorts hervorlugen. Seine Knieschoner sind oftmals schmutzig und voll Grasflecken, warum, sehen wir in der Verhaltensbeschreibung dieses possierlichen Tierchens.

Der kickende Italiener ist bei seinen Fußball-Kollegen anderer Länder und deren Fans oft nur wenig beliebt. Dies mag in seinen Verhaltensmustern begründet liegen, die wiefolgt aussehen: Neben dem originellem und oft sehr beeindruckendem Fußball, den der Italiener spielt, ist vor Allem sein Verhalten in spielerischen Konfliktsituationen oder gar brenzligen Spielmomenten zu bemerken. Bewältigungsstrategie Nummer eins: Aggression. Gegnerische Spieler werden rücksichtslos umgerannt, niedergestiefelt oder gefoult. Beschweren sich Schiedsrichter oder der Verletzte, wird vehement abgestritten und darüber gewehklagt, wie unfair diese Verschwörung gegen den italienischen Spieler ist.
Bewältigungsstrategie Nummer zwei: Mitleid heischen. Dies wird durch einen oft spektakulären Stunt zu erreichen versucht, bei dem der Italiener sich gekonnt auf den Boden wirft. Es folgt ein rührendes Schauspiel: Sich ein beliebiges Körperteil haltend und mit schmerzverzerrter Miene bitterlich weinend und fluchend rollt sich unser italienischer Freund teilweise minutenlang auf dem Rasen herum.
Der Erfolg beider Strategien beläuft sich auf 50:50. Die kassierten Antipathien sind allerdings maßlos.

Der italienische Fußballer ist ein begabter Mann, der durchaus etwas kann – aber von seiner Mama nie etwas über faire Konfliktbewältigung gelernt hat und deshalb das Arschlochkind im Sandkasten des internationalen Fußballs darstellt.

(Diese humorvoll angelegte Spielerei mit den gängigsten Klischees um den italienischen Fußballer ist bitte nicht für bare Münze zu nehmen.)

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One Comment

  1. peter

    19. April 2010 at 08:54

    Jaaaa is ganz geil 😀

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