Home Technik Seestern Roboter bewegt sich mit Luft vorwärts und denkt mit

Seestern Roboter bewegt sich mit Luft vorwärts und denkt mit

Ah, die Welt der Roboter, eine Welt der Wunder, des Staunens und des Terrors, wenn man an die Konsequenzen von immer intelligenter werdender Maschinen denkt. Die neuste Erfindung könnte eng verwandt mit einem gewissen Nachbarn von Spongebob sein.

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In Harvard erstellt, ist der sogenannte „Soft Robot“ ein Plastikwesen ohne „Knochen“, bzw. ohne ein inneres Skelett, das ihm Stabilität verleihen würde.

Stattdessen bewegt sich der Soft Robot über eine noch sehr unpraktisch erscheinende Ansammlung an Schläuchen, die ihn mit Luft auffüllen und sie nach Gebrauch wieder heraus saugen, das jeweils in seinen vier Gliedern und einmal im Torso, so dass er sich auch vorwärts bewegen kann.

Der Roboter an sich ist schon sehr beeindruckend, da er sich teilweise selbst versorgt und auch Batterienenergie sinnvoll nutzt, also die fließende Energie seinem Verbrauch anpasst.

Aber zurück zum Skelett-losen Part:

Soft Robot und seine Ideengeber aus dem Meer

Die Idee hinter diesem Roboter ist die, dass er nicht nur durch kleinste Spalten kommt (bis zu 2cm dünn), sondern auch nicht direkt zerstörbar ist, da ja nichts zerbrechen kann. So könnte auch ein Stein, der auf ihn fällt, ihn nicht zerstören. Abgeguckt hat man sich seine Bewegungsart unter Anderem von Seesternen (hallo Patrick!) und anderen Weichtieren am Meeresgrund.

Für das Militär designed?

Ein wenig frösteln kann es einem, wenn man erfährt, dass der Soft Robot zwar in Harvard entwickelt, aber von DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency) finanziert wurde, also einer eher militärisch angehauchten Organisation.

Noch heißt es, dass der Robostern vor allem bei Rettungsmissionen in unzugänglichen Bereichen hilfreich sein kann (etwa bei Erdbeben oder in Minenschächten), aber sicherlich hat DARPA längst Vorteile daran gesehen, eine Miniaturroboter zu haben, der durch alle erdenklichen Spalten schlüpfen kann.

Bleibt nur noch das Problem der Luftschläuche, denn solange der Roboter an diesen hängt, ist er nur leidig praktisch im Außenfeld.

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