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Self-Publishing – ein neuer Trend

Einmal im Leben ein Buch veröffentlichen- der Traum vieler Hobby-Autoren. Aber die renommierten Verlagshäuser sind wählerisch.

Nur selten kommt ein Manuskript zum Druck. Wenn die ersten vier Seiten das Lektorat nicht überzeugen, geht die Arbeit des Schreibers retour.

Unabhängig auf den Buchmarkt

Eine Möglichkeit, doch noch auf den Markt zu kommen ist das Self-Publishing. Der Autor verlegt seine Bücher über Self-Publishing-Verlage wie www.tredition.de. Diese Plattformen bieten den Druck des Buches als Taschenbuch oder Hardcover, aber auch die Veröffentlichung als e-Book an. Die Portale dienen dabei als Mittler zwischen Autor und Online-Händler. Der Autor lädt den Inhalt seines Buches bei dem Internet-Verlag hoch, gestaltet den Umschlag selbst und legt den Preis seines Werkes fest. Der Verlag prüft seinerseits den Inhalt auf kritische Passagen, korrekte Rechtschreibung und Grammatik, nimmt aber keine Korrekturen vor. Um die Vermarktung des Buches müssen sich die Autoren in der Regel selbst kümmern. Das Marketing ist nur bei wenigen Internet-Verlagen im Service enthalten. Hierfür bieten sich soziale Netzwerke, Fachmessen und Zeitschriften an.

Vorteile nach getaner Arbeit

Der Autor hat durch das Self-Publishing die Chance, ohne Bewertung durch ein Verlagslektorat auf den Buchmarkt zu kommen. Der Erfolg des Buches ist dabei nicht nur von der eigenen Vermarktung abhängig, sondern verlangt auch Qualität. Ein perfektes Lektorat, gutes Layout und ein ansprechend gestaltetes Cover sind auch bei der Selbstvermarktung absolutes Muss. Dabei sollte nicht unbedingt auf das Urteil von Freunden vertraut werden. Kritik an der Arbeit muss durchaus zulässig sein und ist im Freundeskreis nicht immer üblich. Dennoch wächst der Markt der Selbstveröffentlichungen, gerade auch wegen der Flexibilität des Texters. Er ist nicht an Vorgaben des begehrten Verlags oder an Verlagsprogramme gebunden. Der Autor kann die Absatzwege seines Buches selbst bestimmen, muss keine Vorauslagen tätigen und kann auf eine nationale sowie internationale Verfügbarkeit vertrauen. Inzwischen werden die Werke auch mit Preisen gewürdigt- die Leipziger Buchmesse lobte im März zum ersten Mal einen Preis für Self-Publisher aus.

Ein Trend mit Zukunft

Der Individualismus unserer Gesellschaft scheint grenzenlos. Und so ist es keine Überraschung, dass sich Autoren in kein Genre pressen lassen wollen. Die engen Grenzen, die die großen Verlage setzen, kommen den Self-Publishing-Verlagen zu Gute. Damit hat jeder Hobby-Autor die Möglichkeit, einmal seinen Traum wahr werden zu lassen. Vielleicht kommt dabei ja eine neue Dora Heldt oder Elizabeth George zum Vorschein.

Fotoquelle: dontcut – Fotolia

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