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Self-Publishing – literarisches Potenzial wird entdeckt

Da insbesondere neue Autoren enorme Probleme haben, bei den traditionellen Verlagshäusern überhaupt ein zeitnahes Feedback – geschweige denn einen Vertrag – zu erhalten, entwickeln sich alternative Wege zur Veröffentlichung von literarischen Werken. Längst übernimmt Self-Publishing eine ähnliche Funktion für Literatur wie einst YouTube für Videos.

YouTube – ein Urlaubsvideo war der Anfang

Die Erfolgsgeschichten sind hinlänglich bekannt – oft werden die Initiatoren selbst überrascht. Wurden zum Beispiel bei YouTube zunächst Video-Clips hochgeladen, die eher langweilig waren, werden heutzutage kreative und hochwertige Filme oft viral verbreitet und erfahren dadurch eine solch große Nachfrage, dass ein ganz neues Genre entstanden ist.

Eine ähnliche Entwicklung nimmt das Self-Publishing von literarischen Werken. So konnte mit „50 Shades of Grey“ ein atemberaubender Erfolg eines online publizierten Romans erzielt werden, der sowohl die Verlags- als auch die Film-Branche nachträglich auf den Plan gerufen hat. Um einen Roman selbst zu publizieren, bedarf es nicht viel. Viele verschiedene Dienste stellen flexibel die notwendige Plattform zur Verfügung, um die Datei als eBook oder Book on Demand anzubieten. Tipps zur Veröffentlichung finden Sie zum Beispiel auf www.tredition.de.

Enormes literarisches Potenzial im Internet

Naturgemäß kann nicht jeder online veröffentlichte Roman ein Bestseller werden, aber das Verlags-Gewerbe ist nun gefragt, die ablehnende Haltung gegenüber den selbst initiierten Veröffentlichungen abzulegen. Zu langsam ist die Bearbeitung in den Verlagshäusern, die als wirtschaftliche Unternehmen auf die Risiken achten müssen. Beim Selbstpublizieren entstehen nun einmal kaum Kosten, es geht lediglich um den Zeitaufwand, die Veröffentlichung in Blogs und Foren aktiv zu bewerben. Für Autoren entwickelt sich so eine sehr interessante Möglichkeit, an der schwerfälligen Verlags-Branche vorbei schnell und flexibel die Meinung der Community zum eigenen Werk zu erhalten. Damit werden die Funktionen neu verteilt, denn die sogenannte Crowd fällt die Entscheidung darüber, ob ein Roman im Internet verbreitet wird oder nicht. Dann bleibt den renommierten Verlagen nur noch übrig, wie bei „50 Shades of Grey“ der Entwicklung hinterherzuhinken.

Self-Publishing – die Community entscheidet

Ein literarisches Werk in Internet zu veröffentlichen, erfordert nicht sehr viel Aufwand und geht sehr schnell – es bedarf nur ein wenig Geschick im Marketing, welches Sie inzwischen auch schon in Workshops erlernen können, zum Beispiel auf der Frankfurter Buchmesse. Wird dann die Community ausreichend aktiviert, kann die Veröffentlichung zum Selbstläufer werden, wie einschlägige Beispiele belegen. Verlage könnten sich ein großes literarisches Potenzial eröffnen, wenn sie auf diese Entwicklung eingehen.

Fotoquelle: sax – Fotolia



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