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Sind Siegertypen nette Typen?

Sind Siegertypen nette Typen?

Leistungssportler, Politiker, Manager: Wer ständig über andere triumphiert, ist nicht unbedingt als sensibler Menschenfreund bekannt. Ist das wirklich so?

Die Sympathie liegt beim Loser

Futterneid, Missgunst, Minderwertigkeitsgefühl: Gewinnertypen sind nicht unbedingt die beliebteste Spezies Mensch, und dementsprechende Emotionen und Reaktionen rufen sie oft hervor – besonders dann, wenn Understatement nicht gerade zu ihren herausragenden Tugenden gehört. Verlierer hingegen werden oft die Gewinner der Herzen – umso mehr, wenn sie dabei sympathische, menschliche Züge zeigen. Ist dieses Verhalten gerechtfertigt – oder sind die meisten Menschen schlichtweg nur neidisch? Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte.

Die Ausstrahlung der Alpha-Menschen

Siegertypen lassen andere Mitmenschen schlecht aussehen. Zudem wirkt ihre Überlegenheit auf viele suspekt. Es ist ein bisschen wie bei David und Goliath: Wir Menschen möchten den Schwächeren gewinnen sehen, nicht den auf Erfolg in seinem Fach trainierten Kraftprotz. Erfolgsmenschen wird gern Überheblichkeit unterstellt, oder gar ein schlechter Charakter. Hin und wieder bestätigen sich derlei Vorwürfe. Denn Erfolg stärkt nicht nur das Selbstvertrauen, sondern kann auch zu Größenwahn, Menschenverachtung und dominantem Verhalten führen – in der Politik gibt es Beispiele genug. Die Folge: Alpha-Menschen halten sich dann nicht nur in ihrer Erfolgsdisziplin für überlegen, sondern auch in allen anderen Bereichen. Viele Erfolgstypen begegnen normalen Mitmenschen mit erhöhter emotionaler Distanz und lassen es an Empathie mangeln.

Das Gehirn programmiert Erfahrung und Erfolg

Eine andere Theorie besagt, dass sich das Hirn bei Wettbewerbssituationen gewissermaßen auf Erfolg programmiert: Das ausgeschüttete Testosteron sorgt für eine egoistische und aggressive Haltung gegenüber Gegnern oder Mitbewerbern. Die erhöhte Aktivität von Neuronen im Hirn erzeugt eine erhöhte Einschätzung von Risiken und Chancen beim Versuch, den Kampf oder den Deal zu gewinnen. Führt das Verhalten zum Erfolg, sorgt das Dopamin im Hirn dafür, das er gespeichert wird – ebenso wie das Verhalten und die Strategie, die zum Sieg geführt haben. Eine Theorie, die den wiederholten Erfolg in einem MMA-Kampfkäfig genauso gut erklären könnte wie einem Gewinn im Online-Casino.  Laut dem Betway Insider kommt es laut dieser Theorie im Hirn zur Verknüpfung von Verhalten und Belohnung, die erneutem Erfolg die Freude am Siegen wiederholt triggert.

Artikelfoto: Unsplash, 1064373, rawpixel

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