Home Allgemeinwissen Soziale Netzwerke: jedes zweite deutsche Start-up ist bei Facebook

Soziale Netzwerke: jedes zweite deutsche Start-up ist bei Facebook

Die Unternehmensgründungen in Deutschland steigen seit dem Höhepunkt der Krise wieder stetig an. Mehr als jedes zweite der neuen Start-ups ist seitdem auch in sozialen Netzwerken vertreten, wobei unterschiedliche Gründe als Motivation genannt werden. Damit liegt die Quote bei den Jungunternehmern deutlich höher als bei Firmen, die bereits seit längerer Zeit auf dem Markt aktiv sind.

Der Auftritt dient Präsentation und Marketing, aber auch dem Support

Soziale Netzwerke dienen dabei weniger dem direkten Verkauf oder der Werbung, sondern werden vielmehr für die Eigendarstellung und der Erhöhung des Bekanntheitsgrads genutzt. Dieses sind laut den Inhabern auch die wichtigsten beiden Gründe, warum sich mehr als die Hälfte dazu entschlossen hat, ein eigenes Firmenprofil anzulegen. Doch knapp ein Viertel verwendet Facebook, Google+ und weitere Netzwerke auch dazu, Rückfragen zu ermöglichen oder Kritik vorzubringen. Sie setzen auf eine enge Kundenbindung, die durch solche direkten Kontakte ermöglicht werden soll. Gleichzeitig kann das System auch in einem gewissen Umfang als eine direkte Qualitätskontrolle genutzt werden, die gemessen an den Kosten sehr effizient funktioniert.

Auf dem neuen Markt überdurchschnittlich beliebt

Es ist dabei wenig überraschend, dass es besonders Onlinehändler und Unternehmen der New Economy sind, die auf diesen Weg zurückgreifen. Ein Teil von ihnen verwendet die Netzwerke dabei auch noch offensiver und kombiniert sie mit weiteren Kanälen, z. B. Videos auf Plattformen wie YouTube oder eigenen Blogs. Sie versuchen, durch eine kompetente und objektive Information ihrer Kunden eine hohe Glaubwürdigkeit zu erzielen, die wiederum zu einer noch stärkeren Kundenbindung führt. Der Nachteil bei dieser Strategie ist jedoch, dass sie besonders am Anfang sehr zeit- und kostenintensiv ist, da das meist knappe Personal diese Aufgaben zusätzlich zu dem Alltagsgeschäft übernehmen muss. Dennoch hat sich das Vorgehen gerade bei Käufergruppen bewährt, die selbst sehr internetaffin sind.

Experten sagen einen weiteren Anstieg voraus

Der Trend wird sich laut Meinung von Fachleuten aus Marketing und Investment auch in den nächsten Jahren noch verstärken, um sich schließlich auf einem hohen Niveau einzupendeln. Bisher ist auch die Nachfrage stetig mit dem Angebot gestiegen, immer mehr Kunden geben an, sich über ein Unternehmen auch über soziale Netzwerke zu informieren. Es sei jedoch zu erwarten, dass sich der Zuwachs in diesem Bereich weniger stark entwickelt.

Bild: Thinkstock, iStock, Galina Peshkova

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