» Populärwissenschaft
„Vom Weihnachtsmarkt?“ – Wer so antworten würde, sollte unbedingt den folgenden Artikel lesen! - Die Geschichte von Weihnachten ist in erste Linie eine christliche, obwohl heute auch andere Kulturen und Anhänger anderer Glaubensrichtungen Weihnachten feiern.

Die Geschichte von Weihnachten
Warum wir Weihnachten in Deutschland so feiern, wie wir es tun, setzt sich aus einer kulturgeschichtlichen Entwicklung vieler Bräuche, aber auch dem Einfluss anderer Kulturen und Länder, zusammen. Weihnachten ist neben Ostern und Pfingsten eines der Hauptfeste im Kirchenjahr und der 1. und 2. Weihnachtstag in Deutschland als gesetzliche Feiertage festgelegt. An Weihnachten feiern wir die Geburt von Jesus Christus, den Maria, Frau des Zimmermann Josefs, als Sohn Gottes am 24. Dezember in einem Stall in Bethlehem zur Welt brachte. Da nach dem römischen Kalender der neue Tag nach Einbruch des Sonnenuntergangs begann, wird in einigen Ländern erst am 25. Dezember mit der traditionellen Bescherung gefeiert, nicht wie bei uns am Abend des 24. Dezembers, dem heiligen Abend.
Aber auch viele Familien feiern heute nach den gängigen Bräuchen Weihnachten, ohne der christlichen Religion anzugehören oder überhaupt gläubig zu sein. Traditionen wie das Aufstellen des Weihnachtsbaums, Krippenspiel, Bescherung und der Glaube an den Weihnachtsmann haben sich mehr oder weniger aus verschiedenen, teilweise sogar von der katholischen Kirche in der Vergangenheit missbilligten Bräuchen zusammengesetzt. Viele Menschen in Deutschland nutzen die freie Zeit an den Weihnachtsfeiertagen einfach, um eine besinnliche Zeit mit der Familie zu verbringen, die im Alltag oft zu kurz kommt. [...mehr]
Das Orakel von Delphi ist weltweit wohl das bekannteste Orakel. Heute sind bei uns meist noch witzige Party-Spiele wie das Gummibären-Orakel beliebt. Aber wie kam der Kult um die übersinnliche Hilfe bei Entscheidungsfragen eigentlich zustande?
Das Orakel in Delphi gehört noch heute zu einer der meist besuchtesten Sehenswürdigkeiten in Griechenland. Der antike Tempel am Berghang des Parnass nahe der Stadt Delphi wurde von den Menschen in der Antike besucht, um Hilfe in Form eines göttlichen Rats oder einer Voraussehung zu erhalten, die ihnen bei der Entscheidung sowie wichtigen Fragen helfen sollten. Die eingetroffenen Weissagungen stellen Wissenschaftler verschiedener Fachgebiete noch heute vor ein Rätsel.
Das Orakel von Delphi und seine Weissagungen
Die Antworten wurden über die Pythia, einer Priesterin und Medium, durch das die Götter sprachen, mitgeteilt. Um sich für die Voraussagungen empfänglich zu machen, setzte sie sich vorher durch das Inhalieren von Gasen, die aus einer Erdspalte hinauf stiegen, in einen Trancezustand.
Die Weissagungen wurden von der Pythia in Form von Orakelsprüchen mitgeteilt, die allerdings nicht direkt eine Antwort ergaben, sondern gedeutet und interpretiert werden mussten. Zum Dank machte man dem Orakel ein Opfergeschenk. Individuelle Entscheidungshilfe soll jedoch nur den wohlhabenden Fragestellenden vorbehalten worden sein. Die ärmeren Menschen mussten mit dem Binärorakel, was uns heute noch von Partyspielen bekannt ist, vorlieb nehmen. Das heißt, dass die Fragen nur mit “ja”und “nein” beantwortet wurden. Dafür griff die Pythia in einen Eimer mit verschiedenfarbigen Bohnen, wobei die weißen „ja“ bedeuteten, die schwarzen „nein“.
Das Orakel – ein wissenschaftliches Rätsel?
Heute ist das sagenumwobene Orakel umstritten und stellt die Wissenschaftler vor ein Rätsel. So streitet man z.B., ob aufsteigendes Ethylen den Trance-Zustand der Pythia verursachte oder aber ein Sauerstoffmangel, der durch eine hohe Methan- und Kohlendioxid-Konzentration an der Felsspalte zustande kam, die Halluzinationen auslöste. [...mehr]
Eckart Voland hat Spiegel Online ein Interview gegeben, in dem er eindrucksvoll und ungewollt den pseudowissenschaftlichen Charakter der Soziobiologie darstellt.
Grundlage der Soziobiologie ist der Versuch soziale Verhaltensweisen mit Hilfe der Evolutionstheorie zu erklären. Hierbei werden jedoch einige Fehler gemacht. Grundsätzlich ist die Erklärungskraft evolutiver Theorie schwach, da sie nur auf die Selektion vorteilhafter Eigenschaften verweist, diese Selektion oft jedoch nur als gegeben annehmen kann und den kausalen Prozess nicht erklären kann. Dennoch kann eine solche Theorie Erklärungskraft haben.
Nun besteht jedoch das weitere Problem, dass versucht wird soziale Verhaltensweisen auf die Gene und deren Evolution zurückzuführen. Luhmann hat mit seiner Systemtheorie immerhin Evolution nur als soziale Selektion von Funktionen gedeutet und kommt völlig ohne Biologie aus in der Erklärung sozialer Entwicklungen. Die Soziobiologen müssen nun jedoch erklären, wie sozial vorteilhafte Verhaltensweisen auf die Selektion funktionaler Gene wirken können. Dies kann, wenn die Evolutionstheorie von Darwin auch nur ein wenig ernst genommen wird, nur dann passieren, wenn es an den Genen hängt, ob funktionale Verhaltensweisen gezeigt werden und dies dann zu einer Selektion führt. [...mehr]
Mohamed El Naschie hat offensichtlich über lange Zeit einen Teil der wissenschaftlichen Community an der Nase herumgeführt. Seine Zeitschrift Chaos, Solitons and Fractals jedenfalls ist wohl wissenschaftlich nicht sonderlich ernst zu nehmen.
Immer wieder gibt es Berichte über Menschen, denen es gelingt mit betrügerischen Mitteln einen gewissen Status innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft zu erlangen. Doktorgrade gehören hier noch zu den harmloseren Sachen. Fragwürdige Publikationen in Zeitschriften sind da schon bemerkenswerter. Zeitschriften sollten schließlich darum bemüht sein eine gewisse Qualitätssicherung zu betreiben. Dennoch gelang es Betrügern falsche Erkenntnisse in seriösen Publikationen unterzubringen. [...mehr]
Glaubt man einigen Meldungen zu diesem Thema, gewinnt man den Eindruck, dass der Konsum von Limonade die Knochen tatsächlich weich machen würde. Dass es sich jedoch nur um eine Scheinkorrelation handelt wird nur selten betont.
Bonner Forscher haben heraussgefunden, dass Menschen die häufig Limonaden konsumieren eine schlechtere Knochenstruktur haben. Sie weisen weichere Knochen auf. Dies kann die Gefahr einer Osteoporose im Alter deutlich erhöhen. Dabei stützen sich die Forscher auf die DONALD-Studie, in der schon seit 1985 die Ernährungsgewohnheiten von Jugendlichen und Kindern in Dortmund untersucht werden.
Populärwissenschaftlich ist es, wenn aus dem Umstand einer signifikanten Korrelation zwischen zwei Merkmalen, also dem Limonadenkonsum und den weichen Knochen, eine Erklärung abgeleitet wird. Schon im Grundstudium jeder Wissenschaft, die mit statistischen Mitteln arbeitet, wird einer der grundlegendsten Fehler erklärt, die man machen kann: Die Korrelation wird als erklärend behandelt ohne eine Scheinkorrelation auszuschließen. Eine Scheinkorrelation liegt dann vor, wenn es eine dritte Variable gibt, die erklärend ist und die Einfluss auf die scheinbar erklärende Variable hat. [...mehr]
Entweder schreiben Menschen für Web.de die eine gespaltene Persönlichkeit aufweisen oder aber es wird sehr unseriös mit Pressemitteilungen umgegangen.
Web.de zitiert eine Studie des Berliner Universitätsklinikums Charité, in der Untersuchungen gemacht worden sind, die den Zusammenhang zwischen Dopaminkonzentration und Angstzuständen belegen sollten. In der Ankündigung des populärwissenschaftlichen Artikels heißt es reißerisch: “Angsthase oder Ruhe in Person? Temperament von einem einzigen Botenstoff abhängig. Eine Studie der Berliner Charité ergibt, dass die Menge an Dopamin wohl darüber entscheidet, ob ein Mensch gelassen oder ängstlich ist.” Dies ist als Aussage ersteinmal verwunderlich. Man könnte ja schließlich meinen, dass die gesamte Psyche eines Menschen dafür verantwortlich wäre, ob er ängstlich ist oder nicht. Die Beeinflussung der Botenstoffausschüttung durch die Psyche wird jedoch nichteinmal erwähnt. Dies suggeriert, dass allein eine biologische Veranlagung zr Dopaminproduktion über Ängstlichkeit entscheiden würde. Dies ist klarer Unsinn. [...mehr]
Stephen Hawing dürfte der wohl bekannteste lebende Physiker sein. Nun hat er beschlossen 2009 in den Ruhestand zu gehen.
Damit gibt Hawing einen sehr bedeutenden Lehrstuhl auf. Es handelt sich um den Lucasischer Lehrstuhl für Mathematik. Paul Adrien Maurice Dirac und auch Isaac Newton hatten vor Hawking schon diesen Lehrstuhl inne. Hawking hat den Lehrstuhl seit 1979 inne. Damit wird er diesen 2009 für 30 Jahre inne gehabt haben. Er wird mit 67 Jahren in den Ruhestand gehen. Dies ist so auch vorgesehen. Dennoch wird Hawking der Universität erhalten bleiben. Er hat vor, weiter an ihr zu arbeiten, auch wenn er den Lehrstuhl nicht mehr inne hat. Die Universität wird sich nun um einen Nachfolger für den Lehrstuhl bemühen müsse. [...mehr]
In populärwissenschaftlichen Artikeln wird oft über Dubioses berichtet. Die Zeit berichtet nun über ganz besondere Erkenntnisse im Zusammenhang mit Haarausfall.
Schon vor kurzem habe ich über die Gesellschaft für Rationale Psychologie berichtet und über zweifelhafte wissenschaftliche Erkenntnisse. Neben zweifelhaften “Erkenntnissen” gibt es jedoch auch Erkenntnisse von zweifelhaften Wert. Von solchen ist auch die Zeit nicht frei.
In dem Bericht darüber, dass Wissenschaftler wohl herausgefunden haben, dass auf Chromosom 20 Gene für den Haarausfall bei Männern verantwortlich sein könnten, werden so einige weitere großartige Erkenntnisse vermittelt. [...mehr]
Immer wieder wird man im Fernsehen und den Zeitungen mit kuriosen wissenschaftlichen Erkenntnissen konfrontiert. Oft handelt es sich dabei jedoch um sehr unseriöse Studien, die nicht anders behandelt werden sollten als Horoskope.
Wer kennt nicht Zitate der Art: “Amerikanische Wissenschaftler haben heraussgefunden, dass….”. Und dann kommen seltsame Behauptungen über den Zusammenhang von Kaugummi kauen und der Entwicklung von Intelligenz. Um solche Behauptungen zu finden, muss man den Ozean gar nicht überqueren. Man muss nicht einmal Deutschland verlassen. Der wohl größte deutsche Produzent von wissenschaftlichem Unsinn ist die Gesellschaft für Rationelle Psychologie mit deren Leiter Henner Ertel. Im Grunde genommen erinnert das Institut an Einrichtungen wie das “Institute for Low-tech Space-travel” oder ähnliche Scherzeinrichtungen. Nur Henner Ertel, der irgendwo seinen Professorentitel gewonnen hat (scheinbar aufgrund politischer Seilschaften wie er selber zugibt aber wozu er nichts näheres sagen möchte) erzeugt mit seinem Institut einen Umsatz von 70 Millionen Euro im Jahr. [...mehr]
Immer wieder gibt es die interessantesten, neuen, wissenschaftlichen Erkenntnisse zu vermelden. Wie aussagekräftig diese vermeintlichen “Erkenntnisse” sind, ist jedoch sehr fragwürdig. Das gilt auch für den Zusammenhang zwischen Partnerwahl und Antibabypille.
So stellen es unseriöse Wissenschaftsjournalisten so dar, als ob die Pille schlecht für die Partnerwahl sei. Dies wird im wesentlichen an zwei Punkten “belegt”, die beide dieselbe Ursache hätten. So gebe es einen Zusammenhang zwischen dem Umstand ob eine Frau einen Mann riechen möge und der Pille. Frauen fänden den Geruch von Männern angenehm, die genetisch von ihnen selbst abweichen würden. Diese genetische Varianz spiele eine Rolle für die “Qualität” des Immunsystems vermeintlicher Nachkommen und die Verringerung von Erbkrankheiten. [...mehr]






