» Alltag


Autor: Martin

Indem ein Dynamo am Knie angebracht wird, kann beim Laufen günstiger Strom erzeugt werden, der dann für Handy, GPS, Gelenkprothesen, MP3-Player und ähnliche Geräte genutz werden kann.

Eine Technik dieser Art werden schon länger versucht zu entwickeln. Doch nun ist es einem kanadischen Forschungsteam des Locomotion Laboratory um Max Donelan gelungen, etwas zu entwickeln, das bald auch marktreif sein dürfte. Es handelt sich um einen Generator der an dem Knie angebracht wird. Wenn die Person mit ihm läuft, wird Energie erzeugt. Dies funktioniert physikalisch ähnlich wie bei Hybrid-Autos oder Zügen. Die Abbremsbewegung wird dazu genutz um Energie zurück zu gewinnen. Dies ist beim Laufen nicht viel, aber es werden immerhin ungefähr 2,5 Watt pro Knie erzeugt. Da das Gerät noch relativ schwer ist, es wiegt etwa 1,6 Kilo, erhöht sich natürlich auch der Energieaufwand fürs Laufen. Es wird um ungefähr 20 Prozent mehr Energie verbraucht. Für Personen die eh ein wenig Sport treiben wollen, ist das kein Problem. Wer das aber nicht möchte, kann darauf hoffen, das das Endgerät leichter sein wird und damit auch nicht mehr lästig herumzuschleppen sein wird. Meine Hoffnung wäre ja eher, dass es andere Möglichkeiten der Energieeinsparung oder Erzeugung geben wird. Die Tendenz, dass Geräte immer weniger Energieintensiv sind, lässt sich ja schon beobachten. So lässt sich bei den neuen Prozessoren bald schon ein Laptopprozessor mit nur einem Knie betreiben (also ungefähr 2 Watt). Und wer sich längere Zeit im Niemandsland aufhält, wo sich wirklich keine Steckdose finden lässt, dem würde ich wohl eher noch ein Solarsystem empfehlen, mit dem sich recht bequem Akkus aufladen lassen. Solarzellen haben dabei den Vorteil, dass sie nicht am Knie getragen werden müssen, sondern im Rucksack verstaut werden können und bequem herausgeholt werden können, wenn es nötig ist. Mal sehen, was sich die Wissenschaftler noch alles einfallen lassen, schließlich steigen auch die Gaspreise in nächsten Jahren.    [...mehr]



Autor: Martin

In zwei Jahren müssen Autoscheiben vielleicht nicht mehr vom Frost befreit werden und Scheiben und Spiegel beschlagen nicht mehr.

Wer kennt das Problem nicht: bevor im Winter losgefahren werden kann, muss erst das Eis von der Scheibe abgekratzt werden und im Innenraum darauf gewartet werden, dass die Scheibe nicht mehr beschlägt. Ein recht ähnliches Problem stellt sich auch in Badezimmern. Der Spiegel beschlägt und es ist nicht mehr möglich etwas durch den Beschlag zu sehen. Grund für diesen Beschlag ist, dass die Scheiben deutlich kühler sind als die Luft im Badezimmer oder im Inneren des Autos. Treffen die in der Luft enthaltenen kleinsten Wasserteilchen auf das kühle Glas, kondensieren sie. Es bilden sich kleine Tropfen am Glas, die die Durchsicht verhindern. Mittel dagegen ist es, die Scheiben zu erhitzen. In Autos wird dies schon lange durch die Heckscheibenheizungen gewährleistet. Doch es benötigt einige Zeit, bis die am Glas befestigten Drähte heiß genug geworden sind. Für die vordere Scheibe im Auto sind sie ungeeignet, da sie die Sicht behindern. Wissenschaftlern von der Fraunhofer-Technologie-Entwicklungsgruppe TEG gelang es nun eine Technologie zu entwickeln, die zügig und auf großer Flächig für ungehinderte Sicht sorgt: eine Beschichtung der Scheiben aus Nanomaterial, sehr dünn und für das menschliche Auge nicht sichtbar. Sie besteht aus Carbon Nano Tubes (CNT) – kleinsten Kohlenstoffröhrchen, die gerade mal einen milliardstel Meter lang sind. Diese CNTs haben besondere physikalische Eigenschaften. Sie haben eine sehr gute elektrische Leitfähigkeit. Wird eine Stromquelle an die Scheibe mit der Nanoschicht angeschlossen, so breitet sich der Strom in Form von Wärme in sekundenschnelle über die Fläche, die beschichtet wurde, aus – und das Sichthindernis wird beseitigt. Sogar bei Glasscheiben, die vereist sind, gelang es den Forschern auf diese Art wieder für Durchblick zu sorgen. Wann diese Technik für den Markt einsatzbereit ist, ist noch unklar. Es wird jedoch erwartet, dass in circa zwei Jahren markttaugliche Produkte entwickelt sein werden. Auch in vielen anderen Bereichen sollen die CNT zum Einsatz kommen. So z.B. bei Displays, Transistoren und Speichermedien.




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Autor: Martin

Laser kommen heutzutage an sehr vielen Orten zum Einsatz. Dies wird nur selten wahrgenommen. Wie so ein Laser aber funktioniert, das wissen nur sehr wenige. Grund genug dieser Technik ein wenig mehr Aufmerksamkeit zu widmen.
Laser, Licht, Technik, copyright:flickr.com Laser ist übrigens kein einfacher Eigenname, sondern eine Abkürzung. Sie steht für den englischen Ausdruck Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation (Lichtverstärkung durch Induzierte Emission). Entdeckt wurde die Technik die Laser ermöglicht am 16. Mai 1960. Der amerikanische Physiker Theodore Maiman hat ein Experiment aufgebaut, in dem eine spiralförmige Gasentladungslampe aufblitzt. In ihr befindet sich ein länglicher Rubinkristall, dessen beide Enden verspiegelt worden sind. Das Blitzlicht verursacht in dem Rubin den ersten Laserpuls der Erde. Maiman zeigte schon bald verwunderten Pressevertretern einen verbesserten Rubinlaser, mit dem er kräftige rote Laserblitze vorführen konnte. Heutzutage sind Laser überall im Einsatz. Sie befinden sich in Glasfasernetze der Telekommunikation und ermöglichen ein schnelles Internet. Ohne sie wäre das Daownloaden größerer Musikdateien Videofilmen oder Spielen unmöglich. Mit Laser ließt und beschreibt das CD oder DVD Laufwerk die Silberscheiben. Laserscanner helfen beim Kassieren und lesen Preisschilder ein und Polizeibeamte messen mit Laserpistolen die Geschwindigkeit von Autos. Starke Gaslaser zerschneiden in den Industriebetrieben Bleche und helfen beim Verformen, Biegen und Härten oder Beschichten von verschiedenen Werkstoffen. In der Medizin können Laser die Blutzirkulation messen oder vollführen als Lichtskalpelle blutstillende Schnitte oder behandeln fehlsichtige Augen. Laser können in der Atmosphäre umweltschädliche Gase aufspüren. In größeren Schiffen oder Flugzeugen haben Lasersysteme den Kreiselkompass durch modernere Technik ersetzt. Mit solchen Ringlasern können Geophysiker auch kleinere Änderungen der Erdrotation messen. Aber was ist nun das besondere und bemerkenswerte an diesem Laserlicht: Bei einem Laserlicht haben alle Wellenberge und -täler denselben Abstand. Das heißt, dass alles Licht ganz genau dieselbe Farbe besitzt. Es ist also monochromatisch. Doch das Laserlicht besitzt noch eine weitere Besonderheit. Alle Wellen bewegen sich in die gleiche Richtung auf und ab. Es ist polarisiert. Das ist dann das, was das Laserlicht so besonders macht. Es besteht aus sehr geordneten Wellen, die alle in die gleiche Richtung gehen und genau dieselbe Farbe besitzen. Es ist auch möglich, das Licht als kleine Teilchen aufzufassen. Beim Laser sind diese Teilchen alle gleich und bewegen sich alle in dieselbe Richtung. Weil das Laserlicht diese Eigenschaften besitzt, kann es sehr genau gesteuert und kontrollieren werden und das ist auch der Grund, weshalb es für so viele Dinge eingesetzt werden kann.


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Autor: Richert

Sportlicher Ehrgeiz, Durchhaltevermögen und ein großes Talent – alles Attribute, die nicht nur ein Sportler an den Tag legen muss, um hohe Leistungen zu erzielen. Gerade auch in den verschiedenen, oftmals körperlich harten Handwerksberufen, z.B. dem des Fleischers, sind sie meistens unabdingbar. Und so findet zur Überpüfung einmal im Jahr das statt, was im Sport gang und gäbe ist, für den Normalbürger auf den ersten Blick allerdings etwas befremdlich anmutet:
Die deutsche Fleischer-Meisterschaft.

Happy Kuh © schizophoniaDabei sind Meisterschaften in einer Vielzahl von Handwerksverbänden und Branchen schon seit vielen Jahrzehnten oder Jahrhunderten Tradition, um den eigenen Nachwuchs zu küren. Bei der deutschen Fleischer-Meisterschaft nehmen demzufolge 16 Jungfleischer teil, allesamt bereits als Landesmeister ihres jeweiligen Bundeslandes gekürt.

Die Meisterschaft selbst stellt sich für alle Teilnehmer als eine allumfassende Prüfung ihrer vielen in den Lehrjahren erworbenen Fähigkeiten dar. Unter den Augen einer fachkundigen Jury, größtenteils mit erfahreren Fleischermeistern besetzt, müssen die Prüflinge in verschiedenen Disziplinen zeigen, dass sie ihr Handwerk in Theorie wie Praxis beherrschen. Egal, ob eine fachmännische Zerlegung des Schlachttieres auf Zeit gemessen oder der korrekte und qualitativ hochwertige Aufschnitt des Selbigen bewertet wird – in jeder Prüfung und Disziplin sind sowohl Kraft und Geschicklichkeit als auch das Auge des Prüflings für das Tier gefragt, welches es zu bearbeiten gilt. Fragerunden und ähnliche theoretische Prüfungen runden den Gesamtprüfungstag ab.

Am Ende der Meisterschaft kann er dann endlich gekürt werden: Der deutsche Bundessieger und somit der beste Jungfleischer seines Jahrgangs. Eine Auszeichnung, die nicht nur dem Sieger der Fleischer-Meisterschaft, sondern meist auch schon allen Teilnehmern des hoch angesehenen Wettbewerbs, eine gute und sichere Zukunft in ihrem Handwerk ebnet.    [...mehr]


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