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Autor: Richert

Dass die Haare der Fledermäuse auf den Flügeln zum Steuern dienen, fand jetzt das Forscherteam um Susanne Sterbin-d’Angelo und Cynthia Moss an der University of Maryland heraus. Bis dahin wusste man lange Zeit nicht, welchen Zweck die Haare erfüllen.

Fledermäuse üben einen seltsamen Reiz aus. Da die Tiere nachtaktiv sind und während des Tages kopfüber von der Decke hängend in dunklen Höhlen, in kleinen Nischen und auf Dachböden schlafen, waren und sind sie lange Zeit Inhalt von Mythen und Sagen und darin meist negativ besetzt. Lange Zeit galt die christliche Vorstellung, dass die Haare einer Frau das Böse anziehen und sich Fledermäuse daher in den Haaren von Frauen verfangen. In vielen christlichen Glaubensgemeinschaften mussten Frauen aus diesem Grunde sogar ihre Haare bedecken. In frühen Darstellungen von Satan, Dämonen oder teuflischen Wesen wurden die Figuren mit Fledermausflügeln dargestellt.    [...mehr]



Autor: Richert

Die Qualle Turritopsis nutricula gehört zu der Familie der Nesseltiere. Sie ist relativ klein mit einem Durchmesser von vier bis fünf Millimetern und daher im Wasser kaum zu erkennen, jedoch hat sie die Fähigkeit, ihren Lebenszyklus endlos zu durchlaufen. Somit erfährt sie eine konstante Verjüngungskur und ist praktisch unsterblich.

Qualle Turritopsis nutricula nurpax©Flickr


Die Qualle Turritopsis nutricula wurde zum ersten Mal 1883 im Mittelmeer entdeckt, doch erst seit knapp zehn Jahren weiß man um ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten. Beinahe undenkbar ist auch die Tatsache, dass mehrere DNA-Tests – durchgeführt in Spanien, Italien, Japan, Florida und Panama – absolut identische Gene aufwiesen. Wissenschaftler haben dafür zwei Erklärungen: Entweder kamen sie durch Schiffe in fremde Gewässer oder der Anstieg der Meerestemperatur führte zu einer Erweiterung ihres Lebensraumes.    [...mehr]



Autor: Richert

Der Herbst steht vor der Tür! Es wird immer kälter, die Tage werden kürzer und die Zugvögel machen sich auf ihre Reise in den Süden. Doch woher wissen Vögel überhaupt wann und wohin sie ziehen müssen?

Zugvögel        ©Flickr.com/SMercury98

Warum Zugvögel im Süden überwintern

Warum Zugvögel die lange Reise in südliche Gefilde auf sich nehmen, ist eine evolutionär bedingte Anpassung. Da der Winter im Norden sehr kalt ist, finden die Vögel hier nicht mehr genug Futter, also ziehen sie in in die wärmeren Länder Asiens und Afrikas. Im Frühling kommen sie dann zum Nisten in den Norden zurück, da die Tage hier länger sind, während sie in den südlichen Gebieten meist das ganze Jahr über gleich lang sind. Längere Tage bedeuten mehr Zeit und Helligkeit für die Futtersuche, um den Nachwuchs optimal versorgen zu können.
Wann und wohin die Tiere ziehen, ist genetisch veranlagt. Selbst Vögel, die in wissenschaftlichen Experimenten isoliert von der Natur aufgewachsen sind, zeigen im Frühjahr und Herbst Unruhe und den Drang zu fliegen.    [...mehr]



Autor: Richert

Anfang Januar entdeckten Forscher in Kolumbien Fossilien einer bis dahin unbekannten Gattung der Riesenschlangen. Die Titanoboa erreichte eine Länge von 13 Metern und wog über eine Tonne.

Der wissenschaftliches Name des Ungetüms: Titanoboa cerrejonensis. Was soviel bedeutet wie  „Riesenboa aus Cerrejón“.  Cerrejón ist der Name der Gesteinsformation, in der die Fossilien entdeckt wurden. In einer Kohlenmine legten Forscher einen riesigen, versteinerten Rückenwirbel sowie 184 weitere Wirbel und Rückenknochen von insgesamt 28 Tieren frei.

boa ©flickr / digitalART2

Sie ernährte sich von den Vorfahren der heutigen Krokodile und Riesenschildkröten. Einen Menschen reicht dieses Reptil bis zum Rumpf und hätte ihn ohne Weiteres zum Mittag verspeist. Ihr Rumpf hätte uns bis zur Hüfte gereicht. Heutige Tiere der Gattung Riesenschlangen können bis zu 10 Metern lang werden und erreichen ein Gewicht von bis zu 150 Kilogramm. Recht niedliche Tierchen angesichts der Titanoboa.

Rückschlüsse auf das Klima

Forscher nutzten die neue Entdeckung, um Aussagen über das Klima des Paläozän, vor ca. 65,5 Millionen Jahren zu treffen. Da wechselwarme Tiere solchen Ausmaßes hohe Umgebungstemperaturen benötigten, ermittelten die Forscher anhand der geschätzten Länge eine durchschnittliche Jahrestemperatur von 30 bis 35 °C für deren Lebensraum.

Neue Erkenntnisse über das Klima im Paläozän dank der Titanoboa

Damit lieferte der Fund Hinweise auf deutlich höhere Temperaturen der Region zu dieser Zeit als bisher angenommen wurde. Die Äquatorgegend konnte demnach sogar Durchschnittswerte von 38 – 40 °C erreichen, was vermutlich zu weitflächigem Hitzetod vieler Lebewesen geführt hat. Die sogenannte Thermostat-Hypothese, nach der in Wärmeperioden wie dem Paleozän der Äquator relativ kühl bleibt, steht demnach im Widerspruch zu diesen neuen Erkenntnissn.    [...mehr]



Autor: Richert

Noch heute streitet man darüber, ob der Begriff Sozialdarwinismus überhaupt eine legitime Weiterentwicklung oder Ableitung des Darwinismus, der weitgehend synonym mit der Überzeugung verwendet wird, dass Darwins Evolutionstheorie anderen vorzuziehen ist, ist.

Seit der Evolutionsbiologe und Gründervater der modernen Biologie Charles Darwin 1859 mit seinem revolutionären Werk „Über die Entstehung der Arten“ seinen Namen schlagartig bekannt gemacht hat, wurde über seine Theorie, die die Mechanismen der Evolution beschreibt und erklärt, debattiert.

Entstehung, Arten, Origin, Spezies, Darwin, Charles, 1859

Während die Einen schnell von ihrer Richtigkeit überzeugt waren, sträubten sich     [...mehr]



Autor: Martin

Eckart Voland hat Spiegel Online ein Interview gegeben, in dem er eindrucksvoll und ungewollt den pseudowissenschaftlichen Charakter der Soziobiologie darstellt.

DNA Quelle: Wikipedia public domain

Grundlage der Soziobiologie ist der Versuch soziale Verhaltensweisen mit Hilfe der Evolutionstheorie zu erklären. Hierbei werden jedoch einige Fehler gemacht. Grundsätzlich ist die Erklärungskraft evolutiver Theorie schwach, da sie nur auf die Selektion vorteilhafter Eigenschaften verweist, diese Selektion oft jedoch nur als gegeben annehmen kann und den kausalen Prozess nicht erklären kann. Dennoch kann eine solche Theorie Erklärungskraft haben.

Nun besteht jedoch das weitere Problem, dass versucht wird soziale Verhaltensweisen auf die Gene und deren Evolution zurückzuführen. Luhmann hat mit seiner Systemtheorie immerhin Evolution nur als soziale Selektion von Funktionen gedeutet und kommt völlig ohne Biologie aus in der Erklärung sozialer Entwicklungen. Die Soziobiologen müssen nun jedoch erklären, wie sozial vorteilhafte Verhaltensweisen auf die Selektion funktionaler Gene wirken können. Dies kann, wenn die Evolutionstheorie von Darwin auch nur ein wenig ernst genommen wird, nur dann passieren, wenn es an den Genen hängt, ob funktionale Verhaltensweisen gezeigt werden und dies dann zu einer Selektion führt.    [...mehr]



Autor: Martin

In der Bioethik ist es sehr umstritten, wie mit aktuellen technischen Möglichkeiten umgegangen werden soll. In Großbritannien ist nun ein weiteres Kind zur Welt gekommen, das gezielt aufgrund seiner Erbinformationen ausgewählt worden ist.

Embryo 5 Tage Quelle: Wikipedia GNU-Lizenz für freie Dokumentation

Bei künstlichen Befruchtungen ist es möglich, die befruchtete Eizelle nach einigen Tagen zu untersuchen. Typischerweise geschieht dies bei der Präimplantationsdiagnostik nach drei Tagen. Dann besteht der Embryo aus 6-8 Zellen. Von diesen Zellen wird eine entnommen und auf genetische Merkmale untersucht. In Deutschland ist die Präimplantationsdiagnostik verboten.

In Großbritannien sind die Gesetzte lockerer. Schon seit einiger Zeit darf die Präimplantationsdiagnostik dazu eingesetzt werden, um Gene zu identifizieren, die mit Sicherheit eine Krankheit auslösen. Nun sind die Gesezte jedoch so gelockert worden, dass auch Gene identifiziert werden dürfen, die nur mit großer Wahrscheinlichkeit Krankheiten auslösen. Die Neuigkeit des erwähnten Kindes ist es, dass es das erste ist, dass aus 10 unterschiedlichen Embryonen ausgewählt worden ist, dass kein Gen hat, dass wahrscheinlich zu Brustkrebs führen wird.    [...mehr]



Autor: Martin

In London gibt es bald Werbung für Atheismus. Dies soll eine Gegenkampagne zur christlichen Werbung sein.

Atheismus in Europa Quelle: WIkipedia GNU-Lizenz für freie Dokumentation

Menschen sind oft leicht beeinflussbar. Zu den möglichen Arten wie sie durch Werbung beeinflusst werden können, zählt nicht nur die Anregung zu einem bestimmten Produktkauf. Auch Weltanschauungen können durch Werbung vermittelt werden. Besonders hervor tun sich christliche Verbände. Dies ist kein Wunder, da sich die christlichen Organisationen schließlich wesentlich auch über die Gelder ihrer Mitglieder finanzieren müssen. Während jedoch ein Produktkauf relative neutral ist und für z.B. ethische Positionen kaum Bedeutung hat, ist dies beim Konsum von Religion schon anders.    [...mehr]



Autor: Martin

Trichoplax ist ein Lebewesen, dass nicht nur eine Zelle hat, sondern mehrere verschiedene. Dabei ist dieser Vielzeller jedoch sehr simpel aufgebaut. Es könnte sich um einen der ersten Vielzeller der Evolution handeln.

Trichoplax beim Essen public domain

Trichoplax hat keine Nerven und Organe. Er besteht nur aus vier unterschiedlichen Zellen. Das Genom besteht aus 98 Millionen Basenpaaren und gut 11 000 Genen. Damit handelt es sich um das kleinste bekannte Genom eines Vielzellers. Obwohl er nur so wenige Gene besitzt, geben diese dennoch einige Rätsel auf. So besitzt er Gene, die Informationen für den Sehfarbstoff Opsin beinhalten. Man fragt sich wozu ein Lebewesen ohne Auge dies benötigt. Außerdem besitzt Trichoplax Gene, die bei höheren Tieren festlegen wo der Kopf hin soll und wo die Beine. Es wird damit die Körperachse festgelegt. Bei Trichoplax lässt sich eine solche Unterscheidung nicht machen. Es lässt sich weder vorne und hinten, noch oben und unten Unterscheiden.     [...mehr]



Autor: Martin

Bärtierchen haben eine erstaunliche Überlebensfähigkeit. Dies wurde nach Tests mit ihnen im Weltraum herausgefunden.

Bärtierchen  Creative Commons Attribution ShareAlike RPGCHBärtierchen gehören zu den Häutungstieren und sind äußerst klein. Sie sind nur wenige Milimeter groß und haben acht Beine. Sie sind an recht unterschiedlichen Orten vertreten. So findet man sie im Meer als auch im Süßwasser und an Land in eher nassen Gegenden. So bevorzugen sie an Land nassen Sand oder Moospolster. Sie können sich von Pflanzenzellen als auch von kleinsten Tieren ernähren.    [...mehr]


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