» Mensch
Wer schon mal einen Western-Film gesehen hat, weiß, dass die Indianer ihre Feinde skalpiert haben. Doch stimmt das wirklich oder haben das die europäischen Einwanderer erfunden?
Wer hier wen in der Pilger-Zeit der USA skalpiert hat wird heftig diskutiert. Die einen können ihre Theorie beweisen, die anderen wiederum das Gegenteil. Ist es ein Irrtum der Geschichte?
Aber alles mal der Reihe nach. Bereits die antiken Griechen kannten die Skalpierung als Teil der Trophäen-Jagd und das schon 440 Jahr vor Christi-Geburt. Die Europäer kannten dieses Verfahren also längst, bevor sie die Neue Welt entdeckten.
Aber auch einige Stämme der Ureinwohner Nordamerikas sollen das Skalpieren als Trophäe ausgeübt haben. Aber bei weitem nicht jeder Stamm und nur bei den Feinden, die im Kampf gefallen waren. Aber diese Idee kam den Einwandern gelegen, bewies es doch die vermeintliche Unmenschlichkeit der Ureinwohner und legitimierte gleichsam deren Ausrottung.

Das Indianer die weißen skalpierten haben wurde als Propaganda genutzt.
Der General Philip Sheridan der während des amerikanischen Bürgerkrieges (1861-1865) seinen Dienst versah, prägte das Zitat: “Nur ein toter Indianer ist ein guter Indianer” – dies passte zu dem damaligen Verhältnis zwischen Einwanderern und Ureinwohnern, das purer Rassismus war – von Ethik keine Spur.
Bekannt ist außerdem dass damalige Regierungen Prämien aussetzen für das Töten der Einheimischen – wenn auch nur die Männer. Um den Beweis für die Tötung zu erbringen, wurden diese skalpiert. Da aber dem Skalp nicht anzusehen war, ob es Mann war, wurden ganze Dörfer ausgelöscht – samt Frauen und Kindern. [...mehr]
Der Bau der ersten deutschen Autobahnen wird durch Adolf Hitler veranlasst.
1932 wird die erste deutsche Autobahn eröffnet. Sie führt von Köln nach Bonn und heißt heute „A 555“. Im Gegensatz zu Adolf Hitler, der hiermit wenig zu schaffen hat, ist der damalige Oberbürgermeister von Köln, Konrad Adenauer, an diesem Projekt beteiligt. Die Überlegung, den Autobahnbau zur Arbeitsbeschaffung zu nutzen, entsteht auch bereits in den zwanziger Jahren. Während des Nationalsozialismus wird der Bau der Autobahnen erweitert und von den Befehlshabern zu propagandistischen Zwecken missbraucht. Dass Hitler der erste Mensch ist, der Autobahnen baut, ist ein populärer Irrtum der Geschichte.
Mit dem Jahr Null beginnt die Zeitrechnung.
Die Römer kennen die Zahl Null nicht. Da der römische Mönch Dionysius Exiguus die christliche Zeitrechnung begründet, beginnt er seine Zählung mit Eins, anstatt mit Null. Den Zeitpunkt für die Geburt Christi berechnet er für ein Jahr nach der angeblichen Gründung der Stadt Rom im Jahr 753. Es gibt das Jahr 1 vor Christus und 1 nach Christus, aber kein Jahr Null. Deshalb wäre die Bezeichnung der Jahreszahl als Ordinalzahl (Ordnungszahl) korrekter, diese gibt die Position eines Elements in einer Folge an (Erstes, zweites, drittes…Element).
Charles Lindbergh überfliegt als erster den Atlantik.
Der heute berühmte Charles Lindbergh entwickelt sich mit seinem Atlantikflug 1927 zum Medienstar. Er schafft es tatsächlich als erster, den Atlantik im Alleingang und die längere Strecke von 6000 Kilometern ab New York nach Paris zu überfliegen. Vor ihm überquerten allerdings den Atlantik per Flugzeug John Alcock und Arthur Whitten Brown als erste Piloten schon 1919. Sie flogen die 3000 Kilometer lange Strecke von Neufundland nach Clifden in Irland. Zweifelsohne ist Lindbergh der bekannteste Atlantikflieger, wird aber zu Unrecht für den ersten gehalten. [...mehr]
Washington stellt mit seinem politischen Status ein gesellschaftliche Einzigartigkeit dar. Weltweit ist Washington die einzige Hauptstadt eines demokratischen Landes, dass die eigene Legislative nicht wählen darf.
Washington wurde 1800 gegründet und sollte der Regierungssitz der USA werden. Um sie der Kontrolle der damals mächtigen Bundesstaaten zu entziehen sollte sie der direkten Kontrolle des amerikanischen Kongresses unterstehen. 1800 lebten ungefähr 8000 Menschen in Washington, die zu einem großen Anteil Regierungsbeamte waren. Damals wurden die Wahlen über die Bundesstaaten geregelt und Washington gehörte zu keinem Bundesstaat. Damit durften die Bürgerinnen und Bürger Washingtons nicht wählen. Das war insofern kein Problem, als dass es auch im Sinne der Gewaltenteilung war, wenn Regierungsbeamte nicht wählen konnten. [...mehr]
Ein japanischer Forscher bemüht sich darum eine Technik zu entwickeln mit der man in gewisser Weise Organe ausdrucken könnte.
Viele Menschen benötigen eine Organspende. Auf diese Spende muss oft lange gewartet werden oder sie kommt gar nicht. Deshalb sind viele Biologen auf der Suche nach einer Methode Organe künstlich herzustellen. Der japanische Forscher Makoto Nakamura hat an der Toyama University nun einen ganz neuen Weg eingeschlagen.
Die Grundidee ist es dreidimensionale biologische Objekte mit einer Art Drucker herzustellen. Tintenstrahldrucker können seht exakt Tintentropfen an einer Stelle positionieren. Zellen sind sehr klein und können ebenso durch eine Düse über einen speziellen Drucker an einer Stelle angebracht werden. [...mehr]
Entweder schreiben Menschen für Web.de die eine gespaltene Persönlichkeit aufweisen oder aber es wird sehr unseriös mit Pressemitteilungen umgegangen.
Web.de zitiert eine Studie des Berliner Universitätsklinikums Charité, in der Untersuchungen gemacht worden sind, die den Zusammenhang zwischen Dopaminkonzentration und Angstzuständen belegen sollten. In der Ankündigung des populärwissenschaftlichen Artikels heißt es reißerisch: “Angsthase oder Ruhe in Person? Temperament von einem einzigen Botenstoff abhängig. Eine Studie der Berliner Charité ergibt, dass die Menge an Dopamin wohl darüber entscheidet, ob ein Mensch gelassen oder ängstlich ist.” Dies ist als Aussage ersteinmal verwunderlich. Man könnte ja schließlich meinen, dass die gesamte Psyche eines Menschen dafür verantwortlich wäre, ob er ängstlich ist oder nicht. Die Beeinflussung der Botenstoffausschüttung durch die Psyche wird jedoch nichteinmal erwähnt. Dies suggeriert, dass allein eine biologische Veranlagung zr Dopaminproduktion über Ängstlichkeit entscheiden würde. Dies ist klarer Unsinn. [...mehr]
Stephen Hawing dürfte der wohl bekannteste lebende Physiker sein. Nun hat er beschlossen 2009 in den Ruhestand zu gehen.
Damit gibt Hawing einen sehr bedeutenden Lehrstuhl auf. Es handelt sich um den Lucasischer Lehrstuhl für Mathematik. Paul Adrien Maurice Dirac und auch Isaac Newton hatten vor Hawking schon diesen Lehrstuhl inne. Hawking hat den Lehrstuhl seit 1979 inne. Damit wird er diesen 2009 für 30 Jahre inne gehabt haben. Er wird mit 67 Jahren in den Ruhestand gehen. Dies ist so auch vorgesehen. Dennoch wird Hawking der Universität erhalten bleiben. Er hat vor, weiter an ihr zu arbeiten, auch wenn er den Lehrstuhl nicht mehr inne hat. Die Universität wird sich nun um einen Nachfolger für den Lehrstuhl bemühen müsse. [...mehr]
Aufgrund von ethischen Erwägungen war es bisher immer ein Problem embryonale Stammzellen für wissenschaftliche Forschung einzusetzen. Mittlerweile gibt es jedoch vielversprechende andere Verfahren.
Um nicht auf embryonale Stammzellen zurückgreifen zu müssen, wurden Versuche unternommen, aus normalen Körperzellen Stammzellen zu gewinnen. Dies wird mittlerweile auch erfolgreich gemacht. Hierzu werden die normalen Körperzellen in gewisser Weise umprogrammiert. Damit dies gelingt, müssen vier zentrale, ruhende Entwicklungsgene in den Zellen aktiviert werden. Dies führt dann dazu, dass die Zelle in einen ähnlichen Zustand wie den der embryonalen Stammzellen versetzt wird. Diese Zellen heißen dann induzierte pluripotente Stammzellen (iPS). [...mehr]
Seitan wird mittlerweile vielseitig in der vegetarischen Küche eingesetzt. Aber was ist Seitan eigentlich?
Seitan wurde ursprünglich in der chinesischen Küche eingesetzt. Erfunden wurd es von Möchen, die sich vegetarisch ernähren. Im Zuge einer immer größeren Menge von Menschen in Europa, die sich vegetarisch oder vegan ernähren, hat Seitan auch seinen Weg nach Deutschland gefunden. Bei Seitan handelt es sich eigentlich nur um Weizeneiweiß. Diese wird als Gluten bezeichnet. Gluten ist eigentlich der lateinische Ausdruck für Leim. Wiezeneiweiß bildet zusammen mit Wasser eine klebrige Masse. Wird dies gekocht, entsteht eine Gummiartige Masse, die anschließend wie Fleisch verarbeitet werden kann und ähnlich schmeckt. [...mehr]
Die Blutspendebereitschaft sinkt und das bedeutet gerade für seltene Blutgruppen, dass z.B. Krankenhäuser schlecht mit Blutkonserven versorgt werden. Dieses Problem wollten schon viele Wissenschaftler_innen lösen. Nun scheint man der Sache näher auf der Spur.
Wissenschaftler_innen aus den USA scheint es nun gelungen zu sein, aus embryonalen Stammzellen rote Blutkörperchen herzustellen. Wichtig heirbei ist, dass diese wahrscheinlich auch tatsächlich für Bluttransfusionen einsetzbar sind. Die Stammzellen wurden dabei zunächst mit speziellen Nährstoffen und Signalproteinen versorgt, um aus ihnen die Vorläufer von Blutzellen zu züchten. Aus diesen gelang es dann die Blutzellen herzustellen. [...mehr]
Die Entwicklungen in der Medizin bei der Bekämpfung von Krankheiten werden von Sportlern immer sehr genau beobachtet. Die neuen Errungenschaften versprechen schließlich einen einfachen Weg zur sportlichen Höchstleistung. Die neuen Möglichkeiten Gene zu manipulieren stellen eine Herausforderung für die Dopingkontrolle dar.
Werden wir es bald mit genmanipulierten Supersportlern zu tun haben. Mittlerweile ist es schließlich möglich mit Gentherapien Menschen auf genetischer Ebene zu beeinflussen. Besonders interessant für Sportler dürften dabei Fortschritte im Bereich der Behandlung von Blut- und Muskelerkrankungen sein. Mittlerweile ist es schließlich gelungen mittels Gentherapie bei Mäusen auf die Blut- und Muskelbildung Einfluss zu nehmen. [...mehr]




