» Vermehrung
Die Qualle Turritopsis nutricula gehört zu der Familie der Nesseltiere. Sie ist relativ klein mit einem Durchmesser von vier bis fünf Millimetern und daher im Wasser kaum zu erkennen, jedoch hat sie die Fähigkeit, ihren Lebenszyklus endlos zu durchlaufen. Somit erfährt sie eine konstante Verjüngungskur und ist praktisch unsterblich.
Die Qualle Turritopsis nutricula wurde zum ersten Mal 1883 im Mittelmeer entdeckt, doch erst seit knapp zehn Jahren weiß man um ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten. Beinahe undenkbar ist auch die Tatsache, dass mehrere DNA-Tests - durchgeführt in Spanien, Italien, Japan, Florida und Panama - absolut identische Gene aufwiesen. Wissenschaftler haben dafür zwei Erklärungen: Entweder kamen sie durch Schiffe in fremde Gewässer oder der Anstieg der Meerestemperatur führte zu einer Erweiterung ihres Lebensraumes. [...mehr]
Eine neue Ameisenart breitet sich aggressiv in Europa aus. Diese neue Art verdrängt dabei nicht nur die alten Ameisenarten.
Man kennt dieses Phänomen besonders gut aus Australien. Eine neues Tier tritt auf und verbreitet sich rasant. Die Änderung des ökologischen Gleichgewichts kann zum Teil schädliche Wirkungen entfalten. So wurde zum Beispiel in den USA die Rote Feuerameise eingeschleppt. Sie verursacht dort jährlich Schäden in Höhe von 600 Millionen Euro. [...mehr]
Eine wichtige Aufgabe der Biologie ist es, alles was lebt zu sortieren. Hier stellt sich nur die Frage: in was für Kategorien sollen all diese Lebewesen aufgeteilt werden.
Schon in einem früheren Artikel habe ich darauf hingewiesen, dass die Biologie als Wissenschaft ein durcheinander ist. Dies gilt nur eingeschränkt für die Taxonomie. Hier soll schließlich alles schön geordnet sein. Kein Lebewesen darf in der Biologie in zwei Unterschiedliche Kategorien einer Ebene Fallen. Alle Lebewesen müssen in eine Kategorie auf jeder der Hauptebenen fallen. Dennoch gibt es Streit:
So gab zum Beispiel lange Zeit einen Streit darum was für Kategorien als höchste Kategorien existieren. Diese höchste Kategorie hieß Reich. Später hat man durch genetische Untersuchungen jedoch eine neue Kategorisierung gefunden. So ist mittlerweile die Domäne die höchste Kategorie. Doch auch hier gibt es Streit darüber, welche Domänen mit welchen Reichen es gibt. Eine plausible Einteilung ist die folgenden: [...mehr]
Australien hat viele Probleme mit eingeschleppten Tierarten. Eines dieser problematischen Tiere ist die Aga-Kröte.
Australien hat als Insel ein verhältnismäßig abgeschlossenes Ökosystem. Dieses Ökosystem kann leicht aus der Balance gebracht werden. Dies geschieht oft dadurch, dass Tiere, die eigentlich nicht in Australien leben dort eingeschleppt, ausgesetzt oder angesiedelt werden. Ein zentrales Problem ist, dass dann oft keine natürlichen Feinde vorhanden sind und sich die Tiere unkontrolliert vermehren können. [...mehr]
Es gibt Lebewesen, die an extreme Bedingungen angepasst sind. Solche Lebewesen werden Extremophile genannt. Diejenigen, die an extreme Hitze angepasst sind nennt man thermophil.
Menschen bekommen schon relativ leicht bei Hitze Probleme. Umgebungstemperaturen von über 40°C sind nur schwer auszuhalten. Spätestens ab 60°C ist der Mensch nicht lange überlebensfähig. In der Sauna lässt es sich zwar kurz aushalten aber auf Dauer nicht. Die Haut verbrennt bei zu intensiver Sonneneinstrahlung und ein Hitzeschock lässt sich auch nicht mit Sonnemilch bekämpfen. Diese Probleme teilen die meisten Mehrzeller. Einige Proteine denaturieren schon ab 40°C und sind dann nicht mehr brauchbar. [...mehr]
Nicht nur Menschen werden von zu starker Sonneneinstrahlung geplagt. Auch Algen können von zuviel Sonne eine Art Sonnenbrand bekommen.
Für Menschen gibt es verschiedene Arten sich vor der Sonne zu schützen. So ist das Sonnenbad mit Sonnenmilch mit richtigem Lichtschutzfaktor kein großes Problem. Am besten ist es jedoch die pralle Sonne einfach zu meiden. Meeresalgen haben diese Möglichkeit nicht. Sie sind der Sonne ausgeliefert. Das waren sie schon immer und sind deshalb evolutionär auch darauf eingestellt. Immerhin können sie ähnlich wie wir Menschen “braun” werden. Wir produzieren Melanin und die Algen einen ähnlichen Stoff, der die schädliche Wirkung von UV-Strahlung einschränkt. Außerdem können die Proteine, die für die Lichtaufnahme zuständig sind reduziert werden. So wie wir Menschen unsere Grenzen bei der Anpassung haben, haben es die Algen auch. Und ihre Grenze ist erreicht. [...mehr]
Eigentlich sind Viren ja die Verursacher von Krankheiten bei anderen Lebewesen. Wenn man mal wieder eine Vireninfektion sein eigen nett, könnte es jedoch eine gewisse Freude sein zu wissen, dass auch einige Viren von Krankheiten befallen werden.
Viren sind generell nicht dazu in der Lage sich selbst zu reproduzieren. Dies ist oft auch ein Grund sie nicht als “Leben” zu klassifizieren. Viren benötigen eine Wirtszelle, die für sie die Reproduktion übernimmt. Dass die Wirtszellen den Virus produzieren anstatt ihren eigentlichen Funktionen nachzugehen führt oft zu bestimmten Krankheitssymptomen. [...mehr]
Wenn wir schon einmal eine Krankheit gehabt haben, sind wir sehr resistent gegen sie und auch wenn wir geimpft werden, erlangen wir Resistenz. Hierzu muss sich unser Körper an die Krankheit bzw. den Impfstoff erinnern.
Damit sich unser Körper und das Immunsystem gegen Krankheiten zur Wehr setzen kann, muss es diese erstmal erkennen. Diese Funktionen haben Antikörper. Sie können Viren oder Bakterien (an ihren Antigenen) erkennen und sich an sie andocken. Die eigentliche Immunreaktion wird dann von anderen Zellen durchgeführt. Hierbei handelt es sich um T-Lymphozyten und B-Lymphozyten. B-Lymphozyten können Erreger sogar ohne Antikörper erkennen. T-Lymphozyten benötigen Verbindungen aus Antikörper und Erreger. [...mehr]
Dass Eier aus Massentierhaltung ein Problem aufwerfen ist vielen bekannt, dass jedoch die Legehennenzucht schon eine Stufe vorher ein Problem darstellt, soll hier erläutert werden.

Irgendwo müssen die Hühner ja her kommen, die die Eier legen sollen. Hierzu gibt es spezielle Zuchtbetriebe. Diese züchten jedoch nur weibliche Hühner und keine männlichen, denn diese legen keine Eier und sind auch für die Fleischproduktion nicht brauchbar. Naturgemäß schlüpfen aus den Eiern 50% weibliche und 50% männliche Hühner. Was nun also machen mit den männlichen Kücken? [...mehr]
Jeder dürfte sich schoneinmal eine Virusinfektion zugezogen haben. Grippe dürfte dabei eine der verbreitetsten Viruserkrankungen sein. Wie gelingt es jedoch diesen Schädlingen uns zu infizieren?
Viren sind nicht dazu in der Lage sich selbst zu reproduzieren. Hierzu benötigen sie Hilfe und diese Hilfe holen sie sich z.B. von uns Menschen. Wir helfen, allerdings unfreiwillig. Hierbei stellen sich Viren sehr geschickt an. Kommen sie in unseren Körper brauchen sie Körperzellen, um sich zu reproduzieren. Doch wie sollen sie überhaupt in eine Zelle gelangen? Zellen sind schließlich von einer schützenden Membran umgeben. Da ist kein durchkommen. Anstatt es mit roher Gewalt zu versuchen, stellen sich Viren schlauer an. Sie übertölpeln die Zellen. Sie tun so, als seien sie ein erwünschter Gast. Die Zellen müssen ja schließlich versorgt werden. Damit dies gelingt, müssen sie bestimmte Stoffe durch die Membran durchlassen. Der Virus heftet sich nun an die äußere Membran der Zelle an und tut so, als würde er gebraucht. Die Zelle lässt sich austricksen und transportiert freiwillig den Virus in einer Kapsel ins innere.
Damit ist jedoch noch kein Sieg für den Virus erreicht. Die Gefahr besteht, dass er in der Kapsel zur “Verdauung” gebracht wird und in seine Einzelteile zerlegt wird. Er muss also noch aus der Kapsel ausbrechen. Hierzu ändert der Virus seinen ph-Wert und kann aus der Kapsel entkommen. Nun ist er also in der Zelle. Für seine Reproduktion benötigt es jedoch noch mehr.
Viele Viren lassen sich reproduzieren, indem sie der Zelle ihren eigenen genetischen Code unterjubeln. In den Bauplan, nach dem die Zelle Proteine baut, schmuggelt der Virus den eigenen Bauplan. Die Zelle bemerkt es nicht und fängt nun munter an Viren zu produzieren. So viele bis selbst zerstört wird. Ist das passiert suchen sich die Viren eine neue Zelle und das biologische Spiel geht von vorne los.





