» Weltraum
Große Tourismusströme überfluten Jahr für Jahr auch die entlegensten Orte der Erde. Das scheint nicht mehr zu genügen. Wer exclusiven Abenteuerurlaub will, der fliegt ins All.
Die Erde mal aus dem All zu sehen und Schwerelosigkeit zu erleben ist ein Traum vieler Menschen. Bisher war dieses Vergnügen nur Astronauten vorbehalten. Doch hinter den Flügen ins All steckt auch eine rentable Geschäftsmöglichkeit. Die Russen, die 1961 den ersten Menschen ins All geschickt haben (Juri Gagarin), sind als erstes auf diese Geschäftsidee gekommen. So haben sie Dennis Tito zur ISS vom 28. April bis zum 6. Mai 2001 geschickt. Damit dürfte er als erster Weltraumtourist gelten. Diesen Spaß hat er sich 20 Millionen Dollar kosten lassen. Ihm sind noch einige im Sojus-Raumschiff gefolgt. [...mehr]
Lange Zeit hat man geglaubt, dass die Krater auf dem Merkur genauso entstanden sind, wie die Krater auf dem Mond – durch Meteoriten. Dies ist jedoch nur die halbe Wahrheit.
Schon vor einiger Zeit wollte man es genauer wissen. Was hat es eigentlich mit der Oberfläche des Merkur auf sich. Um dies und andere wichtige Informationen über den Mars, ging es, als die Raumsonde Mariner 10 1974 und 1975 dreimal um den Mars geflogen ist. Hierbei sind etliche Bilder entstanden, die einiges an Aufschlüssen brachten. Welche Ursache die Krater haben, brachten sie jedoch nicht ans Tageslicht. [...mehr]
Sterne kennen wir alle. Schließlich lassen sie sich am Nachthimmel beobachten. Eigene Leuchtkraft haben dabei nur Sonnen. Planeten die leuchten, reflektieren nur das Licht, das auf sie fällt. Deshalb lassen sich Planeten des Weltraums nur schwer beobachten. Dies gilt für die Astronomen mit ihren Teleskopen genauso wie für uns. Deshalb ist es immer eine Besonderheit, weit entfernte Planeten beobachten zu können.
Planeten werden dabei häufig nicht direkt beobachtet, sondern indirekt. Das Licht der Sonne um die sie kreisen wird von der Gravitation des Planeten abgelenkt. Dies ist ein Effekt der durch die allgemeine Relativitätstheorie beschrieben wird. Durch die Ablenkung des Lichtes lässt sich indirekt auf die Existenz einer Masse schließen. Diese Masse ist dann der Planet. Dieser Effekt wurde übrigens von Einstein benutzt, um seine allgemeine Relativitätstheorie zu beweisen.
Einem internationalen Team ist es nun gelungen ein besonderes Exemplar zu beobachten. Es handelt sich um den kleinsten Planeten, der je außerhalb unseres Sonnensystems beobachtet wurde. “Klein” ist dabei relativ. Der Planet ist immerhin dreimal größer als die Erde. Er ist 3000 Lichtjahre entfernt. Alles was wir also von ihm sehen, ist schon 3000 Jahre her. Solange braucht das Licht von ihm, bis es uns erreicht. Der Planet befindet sich im Sternbild Schütze.
Leben dürfte auf dem Planeten jedoch nichts. Er besteht nur aus Eis und Gestein. Die Sonne die er umkreist, ist sehr klein und produziert nicht sehr viel Wärme. Dennoch hilft die Beobachtung abzuschätzen, wieviele Planeten im Universum verteilt sind. Daraus lässt sich die Wahrscheinlichkeit besser abschätze, ob es Leben woanders gbene könnte oder nicht. [...mehr]
Schalttage sind den meisten bekannt – Schaltsekunden jedoch nicht. Schaltsekunden werden benötigt, um die Differenz zwischen physikalischer und astronomischer Zeitrechnung auszugleichen.
Die Erde braucht ungefähr 1/4 Tag länger um die Sonne zu umrunden als das Jahr Tage hat. Um dies auszugleichen wird alle vier Jahre ein Schalttag eingeführt – der 29. Februar. Dieses Prinzip ist bekannt. Es gibt jedoch noch ein anderes astronomisches Problem: der Mond bremst die Erde. Durch die Gezeiten, die vom Mond ausgelöst werden, wird die Erdrotation verlangsamt. Zwar nur ein kleines bißchen, aber immerhin: die Tage werden im Laufe der Zeit immer wieder um ein paar Millisekunden länger. Das bedeutet aber auch, dass die astronomische Sekunde, die schließlich als 1/86400 eines Tages definiert ist, ebenfalls länger wird.
Die physikalische Sekunde muss jedoch immer ganz exakt gleich lang sein. Deswegen wurde sie 1967 als das 9192631770-fache der Periodendauer des Übergangs zwischen Grundzustandiveaus von Atomen des Nuklids133 Cs definiert. Das ist eine konstante Größe. Dies führt dazu, dass die astronomische Sekunde von der physikalischen abweicht.
Um nun also die physikalische Zeitrechnung mit der astronomischen wieder zu synchronisieren, muss die physikalische Uhr in regelmäßigen Abständen um eine Sekunde vorgestellt werden. Diese Sekunde ist eine Schaltsekunde.
1972 wurde die Schaltsekunde eingeführt. Zu diesem Zeitpunkt lag die Differenz zwischen physikalischer Zeitrechnung und astronomischer bereits bei 10 Sekunden. Deshalb gab es in den folgenden Jahren jedes Mal eine Schaltsekunde. Die letzte Schalsekunde hatten wir im Jahr 2005.
Die Erdrotation verlangsamt sich übrigens nur unregelmäßig. Deswegen ist es schwer vorherzusagen, wann eine Schaltsekunde notwendig ist. Hierzu bedarf es einer genauen Beobachtung der Erdrotation durch Radioteleskope aus dem Weltraum.

Schon seit vier Jahren rollt er über den Mars und sendet Daten an die Erde: Der Marsrover “Spirit”. Nun wird er der Nasa jedoch etwas zu teuer und wird deshalb stillgelegt.
Der Spirit Rover landete aus dem Weltraum am vierten Januar 2004 auf dem Mars. Dort sollte er eigentlich nur für drei Monate Daten sammeln. Dies tat er jedoch erfolgreich genug, dass die Nasa sich entschied ihn weiter zu betreiben – nun schon seit vier Jahren. In dieser Zeit hat er viele Gesteinsproben gesammelt und ausgewertet. Bei diesen Untersuchungen wurd auch festgestellt, dass früher einmal Wasser auf dem Mars vorhanden gewesen sein muss. Dies macht die Möglichkeit, dass es mal Formen von Leben auf dem Mars gegeben hat nicht ganz unwahrscheinlich.
Im nächsten Jahr will die Nasa nun jedoch ein etwas größeres Gefährt auf den Mars schicken. Damit das Budget für diese Mission nicht überschritten wird, muss der Spirit Rover stillgelegt werden. Neben Spirit ist auch noch der Roboter Opportunity auf dem Mars aktiv. Beide zu unterhalten kostet die Nasa jährlich ungefähr 20 Millionen Dollar. Nun müssen vier Millionen Dollar eingespart werden. Ob es noch eine alternative Finanzierungsmöglichkeit zur Fortsetzung des Spirit Betriebs geben wird ist unklar. Das Forschungsteam hofft zumindest darauf.
Opportunity liefert übrigens Daten über Wolkenbewegungen und das Wetter auf dem Mars. Auch diese Daten könne dazu dienen herauszufinden, ob Leben auf dem Mars möglich und vorhanden gewesen ist. Vielleicht wird ja der neue Forschungswagen mit neuer Technik tiefere Einblicke ermöglichen. [...mehr]
Der Titel führt etwas in die Irre. Die Explosion im Weltraum dürfte schon 7,5 Millarden Jahre zurückliegen. Sie war allerdings so gewaltig, dass man sie sogar mit bloßem Auge beobachten konnte. Wie kommt es jedoch zu einer solchen Supernova?
Wie nun die hellste aller bisher beobachteten Supernovas entstand, das müssen die Physiker erst noch herausbekommen. Für Supernovas gilt jedoch, dass sie alle recht ähnlich ablaufen sollen. Sterne, wie unsere Sonne, verbrennen langsam. Dabei wird aus Wasserstoff Helium. Dies geschieht, indem jeweils zwei Wasserstoffatome zu einem Helimatom fusionieren. Dabei wird Energie freigesetzt. Wissenschaftler träumen übrigens davon, diese Art der Energiegewinnung in Kraftwerken realisieren zu können.
Wenn bei Sternen der Wasserstoff zu Helium geworden ist, hört damit die Fusion der Atomkerne noch nicht auf. Später bildet sich z.B. noch Kohlenstoff und Sauerstoff. Dies geht so weiter, bis Eisen entsteht. Eisen kann nicht so fusionieren, dass weiter Energie freigesetzt wird. Deshalb ist dann erstmal Schluss. Hat dieser Eisenkern jedoch eine kritische Masse überschritten (und die liegt deutlich höher als bei unserer Sonne), dann führt die Gravitationskraft dazu, dass der Eisenkern nicht stabil bleibt. Er fällt in sich zusammen. Das Eisen zerfällt in seine Bausteine. Am Ende bleiben nur Neutronen übrig.
Diese Fallen allerdings zunächst nicht in sich zusammen. Das bedeutet, dass alles was zuvor in Richtung Sternmitte zusammengefallen ist, aufeinmal auf den Neutronenkern stößt und von diesem in gewisser Weise abprallt und reflektiert wird. Trifft diese reflektierte Druckwelle auf den Gasmantel, der den Stern immernoch umgibt, wird dieser Gasmantel erhitzt und “abgesprengt”. Das ist es dann, was als Explosion sichtbar wird. Überschreitet der so entstandene Neutronenstern übrigens eine kritische Masse, so Fallen auch die Neutronen in sich zusammen – ein schwarzes Loch entsteht. [...mehr]


