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Virale Marketing-Kampagnen: Trends für Werbung nutzen

Virales Marketing gehört heute zu den wichtigsten Vermarktungsinstrumenten der Werbebranche. Für den Aufschwung ist vor allem die zunehmende Nutzung von Social-Media-Plattformen verantwortlich. Während Mundpropaganda früher an regionalen Gegebenheiten über kurz oder lang versiegte, werden persönliche Empfehlungen und emotionale Regungen zu einem Produkt heute in einem globalen Umfeld weitergetragen. Aber was sind die exakten Erfolgsfaktoren für virales Marketing?



Die persönliche Ansprache von Interessenten als gewichtiger Erfolgsfaktoren

Welche Produkte empfehlen Sie persönlich gerne weiter? Im üblichen Fall handelt es sich um Produkte, mit denen Sie bereits positive Erfahrungen sammeln konnten oder mit denen Sie positive Emotionen verbinden. Die Emotion ist auch das zentrale Argument für den Erfolg von viralem Marketing. Hier geht es nicht nur darum Aufmerksamkeit zu erregen, sondern auch darum die Menschen zum Plaudern über das Produkt zu motivieren. Letzten Endes sorgt primär diese freiwillig wahrgenommene Mundpropaganda für das exponentielle Wachstum der Wahrnehmung eines Produktes. Deshalb spricht man auch von viralem Marketing, da sich die Bekanntheit im optimalen Fall mit der gleichen Geschwindigkeit verbreitet wie ein schädlicher Krankheitskeim. Häufig reicht dafür ein relativ kleiner aber konsequent verfolgter Ansatz – etwa ein Aufdruck auf einem Kaffeebecher, der Sie emotional anspricht oder den jedem von uns innenwohnenden Spieltrieb weckt. Es sind die kleinen Dinge über die Viele gerne plaudern, genau diese Eigenschaft sozialer Interaktionen greift virales Marketing auf.

Beiersdorf Lip Care und die bekannte Kuss-Studie

Der „Tag es Kusses“ gehört zu jenen Feiertage, die zwar in kaum einem Kalender erwähnt werden, aber dafür jedes Jahr mehr Anhänger finden. Im Prinzip ein echter Lifestyle-Trend. Da zum Küssen immer zwei Menschen gehören, griff Beiersdorf Lip Care das Thema auf und initiierte eine bundesweite Umfrage zum Kussverhalten der Deutschen. Was das Unternehmen daran so sehr interessierte? Eigentlich nur die Steigerung des Bewusstseins für ihre wichtigsten Produkte, z. B. Labello. Was als Werbegag in unterschiedlichen sozialen Netzwerken begann, wurde von zahlreichen weiteren Instituten aufgegriffen. Innerhalb von nur einer Woche fanden mehr als zwanzig Studien zum Kussverhalten in Deutschland ihren Weg an die Öffentlichkeit, und jede davon verwies auf die pflegenden Eigenschaften von Labello. Damit gehört die Kampagne von Beiersdorf Lip Care zu den erfolgreichsten viralen Marketing-Kampagnen im deutschsprachigen Raum und ist ein Beweis dafür, wie wichtig es ist Trends zu erkennen.

Planung und das Gespür für den richtigen Zeitpunkt als zentrale Variablen

Virales Marketing kann man nicht planen, da die emotionale Reaktion von Menschen nicht nur vom richtigen Zeitpunkt abhängt. Dennoch präsentiert sich das Konzept als äußerst zukunftsträchtig und ist vor allem für junge Unternehmen interessant, die über begrenzte Werbeetats verfügen aber bei der gewünschten Zielgruppe auffallen möchten. Hier wird der Kunde oder der Interessent zum freiwilligen Werbeträger, indem grundlegende Bedürfnisse und Emotionen geweckt werden. Menschen können sich so einfacher mit einem Produkt identifizieren und werden somit Teil Ihres persönlichen Erfolgs.

Foto: Cienpies Design&Communication – Fotolia

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