Home Allgemeinwissen Von Arabisch bis Zulu – wie viele Sprachen gibt es eigentlich auf der Welt?

Von Arabisch bis Zulu – wie viele Sprachen gibt es eigentlich auf der Welt?

Flaggen aller Länder

Flaggen aller LänderIn wie vielen Sprachen verständigen sich die inzwischen sieben Milliarden Menschen auf der Welt? Es sind mindestens 2.500 sagen manche Wissenschaftler – es könnten bis zu 7.000 sein, behaupten andere. Vollkommen richtig oder absolut falsch ist keine der Größenordnungen zwischen diesen beiden Werten. Es kommt darauf an, nach welchen Prinzipien gezählt wird und in welcher Epoche.

Viele Sprachen – hohe Dominanz

Trotz der Vielzahl der Sprachen verständigt sich die Hälfte der Menschen in nur zehn verschiedenen – Deutsch gehört dazu und schafft es gerade noch in die Top Ten. Zwar ist Englisch das Hauptverständigungsmittel weltweit, liegt aber in der Rangliste der von den meisten Menschen benutzten Sprachen nur auf Rang zwei hinter Mandarin-Chinesisch, das von Milliarden im Osten gesprochen wird. Spanisch zum Beispiel zählt ebenfalls zu den Top Ten, weil es, außer in Brasilien, in Lateinamerika alle Menschen benutzen: Dort spricht man Portugiesisch. Arabisch sowie Hindi und Bengali – letztere sind die Sprachen des indischen Subkontinents – zählen ebenfalls zu den weltweit am meisten gesprochenen Sprachen.

Große Differenzierung – globale Schrumpfung

Die Forscher gehen von einer Ursprache aus, die sich dann weltweit differenzierte – jetzt allerdings an Vielfalt verliert. Mit dem globalen Zusammenwachsen der Menschheit über Kommunikationssysteme unterliegen die Sprachen einem Schrumpfungsprozess. Forscher unterscheiden etwa 20.000 Sprachen, die es um 10.000 vor Christus gegeben haben soll. Ihnen wird vorausgesagt, dass es bis zum Jahre 2200 nur noch 100 aktive Sprachen geben soll. Die größte Sprachendichte herrscht übrigens rund um den Äquator, unter anderem, weil die Menschen hier in kleineren Gruppen überleben können. Sie sind nicht zwingend auf andere Menschen angewiesen, denn das führt zu vielfach verflochtenen sozialen Bindungen und großen Staaten, in denen stets eine Sprache dominiert. Die Unterschiede der Sprachen lassen sich zum Beispiel an der Zahl der Konsonanten ausmachen. Besitzt das Deutsche davon 22, sind es beim Rotokas in Papua Neuguinea nur sechs.

Nahe Verwandtschaft – schneller Lernerfolg

Je näher die verschiedenen Idiome miteinander verwandt sind, desto leichter fällt das Sprachen lernen. Die Forscher definieren Sprachfamilien, so fällt einem Deutschen der Erwerb des Englischen recht leicht, das Japanischen hingegen sehr schwer, weil große historische und kulturelle Unterschiede zwischen den beiden Sprachen vorliegen. Wer sich dennoch an das Lernen einer so schwierigen Sprache traut, findet im Internet hilfreiche Unterstützung.

Fotocredit: Andreas P. – Fotolia



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