Home Naturwissenschaften Chemie Warum leuchtet ein Knicklicht, wenn man es knickt?

Warum leuchtet ein Knicklicht, wenn man es knickt?

Das Knicklicht war von den Technopartys der 90er Jahre nicht wegzudenken. Wie funktionieren sie eigentlich und warum erhitzen sie sich nicht beim Leuchten?

Knicklichter oder Leuchtstäbe waren nicht nur ein Accessoire der Technoszene. Sie werden auch in Notsituationen, beim Fischen oder von Schwimmern verwendet und Kinder spielen einfach unheimlich gern mit dem leuchtenden Stäben. Das glühende Licht gibt es in verschiedenen Größen und in Blau-, Rot-, Gelb- und Grüntönen. Ihre Leuchtdauer hält bis zu 15 Stunden an und das ganz ohne Strom.

Die Knicklichter werden von Schwimmern benutzt, um auch im Dunkeln unter Wasser sehen zu können, Sportschützen nutzen sie zum Markieren ihrer Ziele und in Notsituationen können Menschen mit dem Knicklicht auf sich aufmerksam machen. Die Einsatzbereiche des Knicklichts sind sehr vielseitig.

Knicklichter leuchten durch chemische Reaktion

In den Knicklichtern befinden sich zwei verschiedene Flüssigkeiten. Der Stab besteht aus einem Plastikbehälter, in dem ein kleinerer Glasbehälter ist. Wird der Leuchtstab geknickt, zerbricht der Glasbehälter und die beiden Flüssigkeiten vermischen sich. Im Knicklicht kommt es zu einer chemischen Reaktion und es beginnt zu leuchten. Die chemische Reaktion, die hier stattfindet, erzeugt keine Wärme. Dadurch kann man die Leuchtstäbe in der Hand halten oder auch damit tanzen. Dieser Vorgang wird Chemolumineszens genannt. Durch Schütteln und mehrmaliges Knicken an verschiedenen Stellen kann das Knicklicht schneller seine ganze Leuchtkraft entfalten.

Leuchtende Kristalle im Knicklicht?

Viele sind der Meinung, Kristalle würden das Knicklicht zum Leuchten bringen. Diese kann man in der Flüssigkeit nach dem Knicken auch sehen. Doch das sind keine Kristalle, sondern einfach nur Glassplitter von der durch den Knick zerbrochenen Glasröhre.

Die Chemolumineszenz kommt auch bei Tieren vor. Die bekanntesten Vertreter der tierischen Varianten der Knicklichter sind Glühwürmchen. Sie nutzen ihr ihre Leuchtkraft zu Paarungszwecken und zur Kommunikation.

An der Erfindung des Knicklichts sind mehrere Wissenschaftler beteiligt gewesen. 1976 patentierte Richard Taylor Van Zandt als erster das Knicklicht und ist somit der eingetragene Erfinder.

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