Wenn man in der Welt der Medizin forscht, dann stößt man auf viele Krankheiten, die speziell an Orten vorkommen und quasi an diese gebunden sind. Auch in Krankenhäusern findet man diverse Keime, die in den Kliniken eine wahre Heimat gefunden haben.

Yellow Rubber Glove © rubberglovelover / Flickr.com

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Zu diesen Keimen gehört auch der MRSA-Keim, der umgangssprachlich auch als “Krankenhauskeim” bezeichnet wird, und dort für viele Probleme sorgt. Doch auch wenn viele die Abkürzung schon einmal gehört haben, wissen nur die wenigstens, was sich hinter den vier Buchstaben versteckt.

Die Abkürzung MRSA steht für Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus, hinter denen sich Bakterien verbergen, die oftmals rund und in Form von Weintrauben angeordnet sind. Im Falle von MRSA sind diese aber nicht bloß Bakterienstämme, sondern Stämme, die sich im Laufe der Zeit eine Resistenz gegen eine Vielzahl von Medikamenten (insbesondere Antibiotika) angeeignet haben.

Darin liegt auch die Gefahr von MRSA, denn nur die wenigsten Medikamente haben die Möglichkeit gegen MRSA zu wirken und können die Bakterien sogar noch stärker machen, wenn diese ihre Multiresistenz erweitern können.

Übertragen wird MRSA in einem Großteil der Fälle durch Körperkontakt, aber auch der Kontakt mit kontaminierten Gegenständen kann für eine Infektion mit dem MRSA-Keim sorgen. Im Krankenhaus geschieht dies meist durch eine unzureichende Hygiene und falsche Desinfektion, wodurch der Keim schnell von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.

MRSA wirkt meist so, dass es offene Wunden an der Heilung hindert um im schlimmsten Fall zum Tod bzw. der Amputation von befallenen Körperteilen sorgen kann. Besonders gefährdet sind ältere Menschen und Menschen mit chronischer Krankheit, die beispielsweise dialysepflichtig sind oder einen Katheter haben.

Der beste Schutz gegen MRSA ist eine ausreichende Desinfektion nach jedem Kontakt mit Menschen, die unter Verdacht stehen MRSA zu haben. Ansonsten sollte man passende Schutzkleidung tragen (Handschuhe, Mundschutz, Kittel, etc.) und den Kontakt zu MRSA-Trägern vermeiden.Similar Posts:

 

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